Langenthal

Eine Stadt erzieht die Eltern

LangenthalLangenthal legt den Eltern einen Leitfaden vor für die Erziehung ihrer Kinder. Damit sollen Probleme mit öffentlichen Besäufnissen und jugendlichen Vandalen entschärft werden.

Eltern erhalten Leitfaden: Dieser soll bei der Erziehung der Kinder helfen.

Eltern erhalten Leitfaden: Dieser soll bei der Erziehung der Kinder helfen. Bild: Keystone

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Zwei Stunden pro Tag vor dem Fernseher für einen 16-Jährigen sind genug. 10-Jährige sollen während der Schulferien zwischen 18 und 19 Uhr vom Ausgang nach Hause kommen. Und Finger weg von einem Internetempfang im Kinderzimmer.

Mit solchen und ähnlichen Vorschlägen will die Stadt Langenthal künftig die Eltern bei der Erziehung stärker in die Pflicht nehmen. Der Grund: Immer mehr Kinder und Jugendliche würden abends draussen herumhängen, sagt die zuständige Gemeinderätin Christine Bobst (Jungliberale). "Wir wollen den Eltern Hilfe anbieten." Sie sollen mit dem Leitfaden etwas in der Hand haben, worauf sie sich in der Erziehung berufen könnten.

Leitfaden kann bevormundend wirken

Dass der Leitfaden bevormundend wirken kann, streitet Bobst nicht ab. Man werde aber nicht kontrollieren, ob die Eltern die Empfehlungen auch tatsächlich umsetzen würden. Trotzdem findet sie, dass etliche Eltern froh wären, wenn sie Richtlinien etwa zu der Höhe des Taschengeldes erhalten würden. Beim Leitfaden haben sich die Langenthaler auf die Vorgaben kantonaler Erziehungs- und Jugendfachstellen abgestützt.

Vor kurzem ist der Leitfaden auf der Internetseite der Stadt aufgeschaltet worden. Nach den Ferien soll das Papier via Schulen an die Eltern verteilt werden.

Lesen Sie am Mittwoch mehr dazu in der Berner Zeitung.

Im Leitfaden steht: «14-Jährige sollen im Winter während der Schulzeit um 19 Uhr zu Hause sein». Was halten Sie davon? Ihre Meinung interessiert uns. Einen Kommentar können Sie unten schreiben. Danke für Ihren Beitrag.

(baz)

Erstellt: 27.07.2010, 14:18 Uhr

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Der Leitfaden für die Eltern

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