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Ein Garagier gibt Vollgas
Von Dominik Balmer. Aktualisiert am 09.02.2010 4 Kommentare
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Nun ist Hannes Flückiger nicht mehr zu bremsen: Der 47-jährige Auswiler Garagier hatte letzte Woche angekündigt, einen Volksvorschlag zu lancieren, um die Motorfahrzeugsteuern im Kanton um einen Drittel zu senken. Gleichzeitig will er verhindern, dass Halter von weniger energieeffizienten Fahrzeugen mit einem Malus noch stärker als heute belastet werden. Damit reagierte Flückiger auf das neue Gesetz, das der Grosse Rat im letzten November verabschiedet hatte (wir berichteten).
Wirte, Private, Facebook
Die Staatskanzlei hat Flückigers Volksvorschlag nun geprüft – und genehmigt. Entsprechend froh ist der Garagier: «Jetzt gebe ich Vollgas.» Er sei fast rund um die Uhr mit dem politischen Geschäft beschäftigt. Bis Mitte März hat er noch Zeit, 10000 Unterschriften zu sammeln. Am Erfolg zweifelt er aber nicht – «das Echo ist sehr gross; ich habe ganz tolle Reaktionen erhalten». Erst gestern Abend habe ein Privatmann bei ihm tausend Unterschriftenbögen abgeholt.
Auch Kleingewerbler melden sich bei dem Garagier: Wirte, Bäcker, Coiffeure – sie alle wollen Flückigers Bögen in ihren Lokalen auflegen. Und auch auf der Internetplattform Facebook gibt es mittlerweile eine Gruppe, die für den Oberaargauer die Werbetrommel rührt.
Die Steuerhölle bodigen
Hinzu kommt: Flückiger, der sich als Robin Hood der Autofahrer bezeichnet, kämpft nun auch offiziell nicht mehr allein. Er wird unterstützt vom kantonalen Autogewerbeverband und der kantonalen Auto-partei.ch (vormals Freiheitspartei). Sympathie für Flückigers Volksvorschlag bekundet ebenfalls die Junge SVP. «Unsere moralische Unterstützung ist ihm gewiss», sagt Präsident Erich J. Hess. Ob die Jungpartei den Garagier aber auch offiziell fördert, hat sie noch nicht entschieden.
Das neue Gesetz des Grossen Rats soll ab dem Jahr 2011 gelten. Die Idee dahinter: Wer einen Neuwagen kauft, soll dank der steuerlichen Entlastung ein umweltfreundlicheres Auto kaufen. «Der psychologische Effekt steht im Vordergrund», schreibt der Regierungsrat zum Gesetz. Einen grossen Einfluss auf den CO2 erwarten Experten allerdings nicht.
In den Augen von Garagier Flückiger ist die «Zusatzsteuer» ungerecht. Wer auf ein grosses Auto angewiesen sei, zahle hohe Steuern – auch wenn er seinen Wagen nur selten benutze. «Um den gewünschten psychologischen Effekt zu erreichen», findet Flückiger, «gibt es wirksamere Mittel.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 09.02.2010, 11:14 Uhr
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4 KOMMENTARE
Herr Flückiger machen Sie weiter so,endlich wieder etwas gutes.
R.Peter,nur weil der Vorschlag von derJSVP unterstützt wird ist er in Ihren Augen idiotisch.Und was hat der Vorschlag wohl mit der Gewaltentrennung zu tun?Tatsache ist dass Landwirte& Gewerbetreibende aus voralpinen & alpinen Zonen auf stark motorisierte Fahrzeuge angewiesen sind.Sollen diese Halter steuerlich bestraft werden weil sie in den Bergen wohnen?Sozialistische Auffassung von Solidaritat?
Ich habe schon einige Vorschläge gelesen aber dieser ist definitiv einer der idiotischsten. Wen wundert es, aus welcher pol. Ecke die Idee stammt und von wem sie unterstützt wird! Ein gutes Beispiel dafür, wie die Gewalltentrennung unterlaufen wird und wer am meisten Nutzen davon hat!
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