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Ein Dorf isst 245 Meter Fackelspiess

Von Hanspeter Flückiger. Aktualisiert am 30.05.2011 1 Kommentar

Das ganze Dorf war am Samstag auf den Beinen, als auf dem Viehschauplatz der mit 245,4 Metern längste Fackelspiess der Welt gebraten wurde.

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Um sieben Uhr in der Früh rollte Marcel Allemann von der Berner Metzgerei Meinen mit seinem 30-köpfigen Team am Samstagmorgen auf dem Viehschauplatz in Wyssachen an. Im Kühlfahrzeug mit dabei: ein riesiger Berner Fackelspiess. Denn zusammen mit der Feuerwehr Wyssachen hatte Allemann an diesem Tag Grosses vor. Der längste Fackelspiess der Welt und damit ein Eintrag ins «Guinnessbuch der Rekorde» sollten Wyssachen weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt machen. Um es gleich vorwegzunehmen: Der Aktion war Erfolg beschieden.

Experte wurde eingeflogen

Bis es so weit war, dauerte es allerdings noch einige Stunden. Unter den wachsamen Augen des eigens aus Hamburg eingeflogenen Olaf Kuchenbecker, Verantwortlicher von Guinness im deutschsprachigen Europa, wurde das Vorhaben in Angriff genommen. Dabei gab es verschiedene Kriterien zu beachten: Der Spiess musste ein zum Verzehr geeignetes Lebensmittel sein, aus einem Stück bestehen und – was einen Spiess von einer Bratwurst oder einem Schnitzel unterscheidet – ein Holzstäbchen in sich haben. Allemanns Leute wurden den Anforderungen gerecht, indem sie bereits in der Metzgerei in Bern 500 halbmetrige Spiesse vorgefertigt hatten. Vor Ort wurden diese auf dem Grillrost nun zusammenmontiert. Gegen zehn Uhr war das Werk vollendet, und auf dem Grill glühten 500 Kilogramm Holzkohle. Um 11.11 Uhr dann brutzelte die über 350 Kilogramm schwere Fleischschlange bereits. Und kurz vor zwölf Uhr verkündete Kuchenbecker: «Herzliche Gratulation, es ist alles perfekt.» Mit 245,4 Metern war das Ziel erreicht. Weltrekord.

Eher knapp gebraten

Nun wurde das Werk bereits wieder zerlegt, und es ging ans Degustieren. Wie er wohl schmeckt, der längste Grillspiess der Welt? Die Speckschicht aussen knackt knusprig zwischen den Zähnen; der Spiess schmeckt würzig, ist aber eher knapp gebraten. Da hätte es wohl zwei, drei Minuten mehr ertragen. Das hängt vermutlich mit der Grösse des Objekts zusammen – zu Hause auf dem Grill wäre das wohl anders gekommen. Doch nicht nur der Spiess, sondern auch der Grill musste an diesem einen Tag speziellen Anforderungen gerecht werden. So hatte mit einer Länge von 30 Metern auch der Grill weltmeisterliche Ausmasse.

Riesenspiess – Riesengrill

Entwickelt und konstruiert hat ihn Fritz Steffen in seiner Ein-mannschlosserei in Wyssachen. Vor gut zwei Wochen schon hatte sich Steffen an die Arbeit gemacht. «Mache ich etwas Günstiges oder doch lieber etwas Rechtes?», habe er sich da gefragt. Steffen, der als Sponsor die Finanzierung des Grills gleich selber übernahm, entschied sich für Letzteres: einen Grill aus Chromnickelstahl. Am Samstag stand ihm nun das Glück des Tüchtigen zur Seite: Für seinen weltmeisterlichen Grill hat Steffen sogleich einen Käufer gefunden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.05.2011, 08:01 Uhr

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1 Kommentar

walter beck

30.05.2011, 08:44 Uhr
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Bedenklich, die einten haben zu Essen,die andern nichts. Antworten



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