Dorfbild-Verein mit neuem Namen

Von Jacqueline Graber. Aktualisiert am 22.08.2013 2 Kommentare

Der Name «Verein zur Erhaltung des Dorfbildes Langnau» war nicht nur ein Zungenbrecher, er spiegelte auch die Ziele nicht vollständig. Nun hat sich der Verein umgetauft.

Es war die Debatte um das Burkhardhaus, welche den Verein zu neuem Leben erweckte.

Es war die Debatte um das Burkhardhaus, welche den Verein zu neuem Leben erweckte.
Bild: Thomas Peter

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Der Verein zur Erhaltung des Dorfbildes von Langnau hat einen neuen Namen. Schlicht und einfach nennt er sich ab sofort «Verein Dorfbild Langnau». An der Mitgliederversammlung am Dienstagabend stimmten die Anwesenden dem Vorschlag des Vorstandes zu. «In unserem Verein geht es nicht nur um den Erhalt des Dorfbildes; wir wollen auch in die Zukunft schauen und bei der Entwicklung mithelfen», argumentiert Vorstandsmitglied Pierrot Feissli. Das ist nun auch so im Leitbild des Vereins festgehalten.

Die Überarbeitung des Leitbildes war notwendig geworden, weil der 1985 gegründete Verein elf Jahre lang nicht mehr aktiv gewesen war. Im letzten Jahr rüttelten jedoch der Abbruch des schützenswerten Bauernhauses an der Gerbestrasse und der Verkauf des Burkhardhauses alte Vereinsmitglieder wieder wach.

Projekte in der Pipeline

«Leider konnten wir den Abbruch der beiden Liegenschaften nicht verhindern», bedauert Präsidentin Danielle Lemann. «Doch wir wollen nicht zurück-, sondern vorwärtsschauen.» Und die Zukunft bringt viel Arbeit für den Vorstand: allem voran das Bauvorhaben Bahnhof-Süd, bei dem das riesige Bauernhaus an der Güterstrasse gefährdet ist. Es werde vermutet, dass dort die Migros oder Lidl bauen möchte, so Lemann.

An der Versammlung äusserten auch Mitglieder ihre Anliegen. «Die Maschinenfabrik Liechti hat den Abriss eines alten Gebäudes neben der Firmenliegenschaft am Kanalweg publiziert», sagte eine Anwesende. Nach ihrem Wissen handle es sich dabei um das einzige alte Fabrikgebäude in Langnau. Weiter wünscht sich die Frau, dass das Langnauer Oberdorf, wo auch der unbewohnte Gasthof Bären steht, schöner gestaltet werde.

Als Vorschlag nannte sie das Anpflanzen von Blumen. Das Oberdorf beschäftigt auch ein anderes Vereinsmitglied. Das ehemalige Migros-Gebäude wäre eine ideale Markthalle. «Der Bäcker, der Metzger und der Gemüsehändler bieten ihre Ware unter einem Dach an», erklärte der Mann seine Vision und sprach sich zugleich gegen einen Abriss der Liegenschaft aus. Der Vorstand werde sich der Anliegen annehmen, versichert Danielle Leman, betont aber auch: «Es ist nicht unser Bestreben, dass wir bei jedem Baugesuch reklamieren wollen.»

Neu setzt sich der Vorstand aus sechs statt vier Personen zusammen. Bisher: Danielle Leman (Präsidentin), Alfred Schilt, Pierrot Feissli. Neu: Reto Mettler, Barbara Egger, Bettina Haldimann. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.08.2013, 07:12 Uhr

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2 Kommentare

Hans Kilchör

22.08.2013, 12:20 Uhr
Melden 3 Empfehlung 3

warum sich diese Leute immer in fremde Angelegeheiten einmischen müssen, bleibt ihr Geheimnis. Mühsam und doof wird es einfach dann, wenn dadurch die Bautätigkeit oder noch schlimmer, die wirtschaftliche Prosperität des oberen Emmentals eingeschränkt wird. Bspw, weil man sich monatelang über Sanierungen unterhalten muss, wo jeder immer alles besser weiss als der andere. (und dann doch abreisst...) Antworten



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