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Die BLS sagt Ja zu den Velos

Die BLS weicht von ihrer bisherigen strengen Praxis ab. Mit dem Fahrplanwechsel im kommenden Winter will sie auf ihren Bussen im Emmental wieder Velos zulassen – vorerst allerdings nur auf vier touristischen Linien.

Künftig auch im Emmental wieder erlaubt: Velos im Bus. (Bild: zvg)

Laut war der Aufschrei, als die BLS vor etwas mehr als zwei Jahren entschied: Auf den Linien ihrer Emmentaler Tochter Busland AG werden keine Velos mehr befördert. Zu uneinheitlich war ihr die alte Regelung gewesen, laut der die Busfahrer eigenes Ermessen walten lassen durften. Denn so kam es, dass die Drahtesel in den Fahrzeugen mal akzeptiert wurden und mal nicht – und das, so hiess es, habe genauso für böses Blut gesorgt.

Trotzdem liessen sich die Kritiker der neuen Regelung nicht zum Verstummen bringen. Immerhin erfreut sich das Emmental mit seinen landschaftlichen Reizen gerade bei den Velofahrern grosser Beliebtheit.

Nur wenn nicht zu voll

Doch nun naht Besserung, wie BLS-Sprecher Hugo Wyler gestern auf Anfrage bestätigt: Ab dem Fahrplanwechsel im kommenden Winter sollen die Velos auf vier Linien wieder willkommen sein. Zwischen Signau, Röthenbach und dem Chuderhüsi, zwischen Burgdorf, Heimiswil und der Lueg, zwischen Hasle, Affoltern und dem Bahnhof Weier sowie zwischen Huttwil und Wyssachen – samt und sonders in Gebieten, die für den Tourismus von Bedeutung sind.

Bedingung ist nur, dass der jeweilige Bus nicht bereits zu voll ist, wenn der Velofahrer zusteigen will.

Kein zusätzlicher Aufwand

Denn für die BLS ist klar, dass mit dem neuen Angebot nicht zusätzlicher Aufwand verbunden sein darf. Das Velo muss im Fahrgastraum verstaut werden können, Veloträger oder gar Anhänger, wie sie zum Beispiel auf der Postautolinie von Escholzmatt nach Schangnau und weiter ins Kemmeribodenbad zur Verfügung stehen, kommen für sie nicht in Frage.

Das Unternehmen scheut die Kosten, die mit dem Kauf und dem Unterhalt solcher Gerätschaften verbunden sind. Und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, wie schwierig die Disposition wäre – denn: «Sicherzustellen, dass sie den Velofahrern auch wirklich zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen, ist alles andere als einfach», hält Wyler fest.

Nicht mehr so streng

Die BLS will nun beobachten, wie sich das neue Angebot in der Praxis bewährt. Je nach den Erfahrungen sei es denkbar, zu einem späteren Zeitpunkt die Velos auch auf anderen Linien zuzulassen, stellt Wyler in Aussicht – und lässt gleichzeitig durchblicken: Ganz so streng wie bisher wolle man die Sache in Zukunft ohnehin nicht mehr handhaben.

Je nach den Platzverhältnissen in ihren Fahrzeugen dürften die Busfahrer auch auf den anderen Linien ausnahmsweise wieder ein Velo mitnehmen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 25.08.2010, 09:06 Uhr

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