Burgdorf

Die Altstadt ehrt H.P.Klötzli

BurgdorfDer diesjährige Altstadtpreis geht an H.P.Klötzli für die «scharfen Angebote» seiner weitherum bekannten Messerschmiede.

Es ist in Stein gemeisselt und im Gehweg verewigt:  Francesco Rappa (rechts) überreichte den  Altstadtpreis 2013  an H.P.Klötzli.

Es ist in Stein gemeisselt und im Gehweg verewigt: Francesco Rappa (rechts) überreichte den Altstadtpreis 2013 an H.P.Klötzli. Bild: Daniel Fuchs

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Seit 2002 wird in Burgdorf der Altstadtpreis verliehen. Zu Ehren des Preisträgers wird jeweils ein gravierter Stein im Gehweg auf der Staldenbrücke Richtung Kronenplatz eingelassen. Dieses Jahr geht die Auszeichnung an H.P.Klötzli, der seine Messerschmiede an der Wynigenstrasse und das Geschäft an der Hohengasse in fünfter Generation führt.

«Ein Wunscherfüller»

H.P.Klötzli sei ein waschechter und überzeugter Burgdorfer, und seine «scharfen Angebote» würden aus der Masse herausstechen, sagte Francesco Rappa, Präsident des Altstadtleists, in seiner Laudatio. Er bezeichnete den Preisträger als «Bedürfnisabdecker und Wunscherfüller», der mit herausragender Qualität Kunden aus nah und fern anziehe.

Dazu trägt auch das Schaufenster bei, das mit fantasievollen und häufig wechselnden Dekorationen Jung und Alt begeistert. Für Kinder steht jeweils ein Holztritt bereit, damit sie die Herrlichkeiten auf Augenhöhe bewundern können.

Die Firma Messer Klötzli ist 1846 in Burgdorf gegründet worden, genau hundert Jahre später wurde Preisträger H.P.Klötzli geboren. Nach seiner Lehre bei Victorinox hat er die Welt erkundet. Seit 1972 leitet er den Familienbetrieb. Zusammen mit seiner Frau Bea baute er die Palette seiner Angebote kontinuierlich aus. Bereits arbeiten Tochter Nina und Sohn Samuel in sechster Generation im Team mit. «Ich bleibe auf jeden Fall in Burgdorf», versprach H.P.Klötzli. Er bietet in Burgdorf insgesamt 4,5 Stellen an.

Über die Region hinaus

In seinem Dank an den Altstadtleist betonte der Preisträger, wie wichtig für Fachgeschäfte die überregionale Ausstrahlung und ein grosses Einzugsgebiet seien. «Es braucht 200'000 Einwohner, damit ein Fachgeschäft ordentlich existieren kann», weiss der Fachmann. Und er erwähnte mit Stolz, dass weltweit neben ihm nur noch zwei Anbieter in den USA handgefertigte Taschenmesser auf höchstem Niveau selber herstellten.

Francesco Rappa beendete den offiziellen Teil der Altstadtpreisverleihung 2013 mit dem optimistischen Ausspruch: «Altstadt hat Zukunft.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.07.2013, 07:14 Uhr

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