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Der SC Langenthal verkauft die SCL-Wurst

Von Tobias Granwehr. Aktualisiert am 14.09.2012

Ab dieser Saison ist der SC Langenthal Pächter der Stadiongastronomie in Schoren. Der NLB-Club betreibt das Catering im und um das Stadion in Zusammenarbeit mit der Peyer GmbH aus Olten.

Sie betreiben neu das Restaurant im Eisstadion Schoren: Jürg Henning und Daniel Peyer von der Peyer GmbH (von links).
Rechts SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf.

Sie betreiben neu das Restaurant im Eisstadion Schoren: Jürg Henning und Daniel Peyer von der Peyer GmbH (von links). Rechts SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf.
Bild: Thomas Peter

stadioninfrastruktur

Während der Playoffs in der Meistersaison des SC Langenthal zeigte sich mehrfach: Ist das Stadion Schoren voll, stösst der SCL in der Spielorganisation an seine Grenzen. Laut SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf haben die Kunsteisbahn Langenthal AG (KEB) und die SC Langenthal AG deshalb zusammen mit Polizei, Gebäudeversicherung, Eishockeyverband und Burgergemeinde Schoren ein Konzept zur Verbesserung der Infrastruktur in Schoren erarbeitet. Es sieht verschiedene bauliche Anpassungen vor. Details wollte Kämpf gestern noch nicht nennen. SCL und KEB wollen in Kürze über weitere Schritte informieren. Die KEB ist als Stadionbetreiberin für den Unterhalt verantwortlich. Hauptaktionärin der KEB ist die Stadt Langenthal, Besitzerin des Grundstückes ist die Burgergemeinde Schoren.

«Die Macht aus dem Oberaargau.» Das ist der Slogan des SC Langenthal. In der Saison 2011/ 2012 zementierte der SCL mit dem Meistertitel seinen Anspruch auf Macht in der zweithöchsten Spielklasse. Die Oberaargauer wollen sich langfristig als NLB-Spitzenteam etablieren. Dazu braucht es nebst sportlichem Können auch Geld. Wichtig sind möglichst hohe Matcheinnahmen und natürlich die Sponsorengelder. Ab der heute Abend beginnenden Saison hat der SCL zudem eine zusätzliche Einnahmequelle. Davon sind die Clubverantwortlichen jedenfalls überzeugt.

Die SC Langenthal AG übernimmt von der Kunsteisbahn Langenthal AG (KEB) die Gastronomie im Stadion Schoren. Der SCL trage die Verantwortung für das Catering, betreibe es allerdings in Zusammenarbeit mit der Peyer GmbH aus Olten, sagt Geschäftsführer Gian Kämpf. Die SCL-Verantwortlichen sind überzeugt, mit Daniel Peyer den richtigen Mann gefunden zu haben. Der SCL ist Pächter der Stadiongastronomie, Peyer ist Untermieter. Das sei eine ideale Kombination, so Kämpf.

Ziel ist ein Dreijahresvertrag

Er ist der Meinung, der SC Langenthal bringe die Zuschauer ins Stadion, habe bisher jedoch keinen Einfluss auf die Gastronomie gehabt. «Negative Reaktionen landeten dafür oft bei uns.» Der SCL will selbst von der Stadiongastronomie profitieren. So lautet das mittelfristige Ziel. Die Saison 2012/2013 werde indes «eine Probesaison», sagt der SCL-Geschäftsführer. Bei gutem Verlauf wolle der SCL mit der KEB einen Dreijahresvertrag abschliessen. «Denn es macht keinen Sinn, jetzt etwas aufzubauen und in einem Jahr wieder alles über den Haufen zu werfen.» Allerdings müssen nach der Probesaison noch Details wie der künftige Pachtzins verhandelt werden. Kämpf sagt zur Partnerschaft mit der Stadionbesitzerin: «Die KEB ist ein fairer Partner. Es ist in ihrem Interesse, uns das Leben nicht schwer zu machen.»

Die Peyer GmbH aus Olten betreibt sowohl das Stadionrestaurant wie auch die Verpflegungsstände in und um das Stadion. Dafür hat Peyer mit Jürg Henning einen Geschäftsführer angestellt. Dazu werden pro Match etwa 30 Personen im Einsatz stehen. Das seien teils Mitarbeitende der Peyer GmbH, teils bisherige Mitarbeitende der KEB, sagt Peyer.

Jeden Tag geöffnet

Doch wie soll die Rechnung aufgehen, wenn der SCL und die Peyer GmbH Geld verdienen wollen und die Löhne der Mitarbeitenden bezahlt werden müssen? Der SCL erhält von der Peyer GmbH einen Pachtzins plus eine Umsatzbeteiligung. «Damit werden wir im ersten Jahr unser strukturelles Defizit nicht reduzieren können», sagt Kämpf und ergänzt: «Doch mittelfristig ist das möglich.»

Das Stadionrestaurant wurde etwas herausgeputzt und soll zu einem Treffpunkt werden. Peyer will auch Mittagsmenüs anbieten und damit zum Beispiel Büezer anlocken. Das Restaurant mit 60 Plätzen erfährt einen Systemwechsel: Neu können an Matchabenden Plätze reserviert werden. Diese Gäste werden dann bedient. Ansonsten funktioniere das Restaurant im Selbstbedienungsprinzip, erklärt Peyer. Es sei natürlich sein Ziel, dass die Gastronomie nicht nur während der Matches rentiere, sondern auch während der restlichen Öffnungszeiten der Eishalle. Das Restaurant ist jedenfalls sieben Tage die Woche geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten sollen noch definiert werden, wenn im Oktober der öffentliche Eislauf startet. Peyer ist überzeugt: «Wenn der Betrieb gut läuft, profitieren nicht nur wir, sondern am Ende auch der SCL.»

Neu gibts die SCL-Wurst

Die Euphorie rund um den SCL ist nach dem Meistertitel gross. Laut Kämpf konnten etwa 20 Prozent mehr Saisonkarten verkauft werden als vor einem Jahr. Das Ziel sind in den Qualifikationsheimspielen gegen 2000 Zuschauer (Saison 2011/2012 knapp 1900). Der Vorverkauf für das erste Saisonspiel sei jedenfalls noch nie so gut gelaufen. Heute Abend lohnt sich der Besuch des ersten Meisterschaftsspiels gegen den HC Sierre nur schon aus einem Grund: Für 3 statt 7 Franken gibt es die neue SCL-Wurst, die künftig an jedem Spiel im Angebot ist. (Berner Zeitung)

Erstellt: 14.09.2012, 07:27 Uhr

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