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Das Tech Burgdorf ist zurück im Rennen

Von Hans Herrmann, Philippe Müller. Aktualisiert am 04.02.2012 1 Kommentar

Das Tech Burgdorf ist noch nicht beerdigt: Die vorberatende Kommission des Grossen Rates hat beschlossen, dass Burgdorf neben Bern als Fachhochschulstandort gleichwertig zu prüfen sei.

<b>Abgerechnet wird erst im März:</b> Bis dahin hat die Stadt Burgdorf Zeit, für das Tech Burgdorf die Werbetrommel zu rühren.

Abgerechnet wird erst im März: Bis dahin hat die Stadt Burgdorf Zeit, für das Tech Burgdorf die Werbetrommel zu rühren.
Bild: Thomas Peter

Bis jetzt hat das Emmental auf Granit gebissen: Der Regierungsrat hält seit einem Jahr an seiner Idee fest, in Biel einen Campus für die technischen Ausbildungsgänge der Fachhochschule zu bauen und dafür mittelfristig das Tech in Burgdorf zu schliessen. Doch jetzt ist Burgdorf plötzlich wieder im Rennen: Am Freitag ist die vorberatende Kommission des Grossen Rates zum Schluss gekommen, dass die Standorte Burgdorf und Bern noch einmal «gleichwertig» zu prüfen seien. Biel hingegen ist schon einmal aus der Schusslinie: Laut Vorentscheid der Kommission soll der Bieler Campus in der ersten Etappe der Fachhochschul-Neuausrichtung gebaut werden. Eine knappe Mehrheit des 17er-Gremiums spricht sich jedoch für einen kleineren Bau aus, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Das würde bedeuten, dass in Burgdorf weiterhin Departemente geführt werden könnten.

Finanzen sprechen für Tech

Angedacht wäre, die verbleibenden Fachhochschul-Departemente in einer zweiten Etappe zu konzentrieren – doch ob in Burgdorf, in Bern oder in beiden Städten, ist seit gestern wieder offen. Nach den Plänen der Regierung hingegen hätte nur Bern zum Handkuss kommen sollen. Die Kursänderung der vorberatenden Kommission erstaunt umso mehr, als in ihr nur gerade drei Stimmen aus dem Emmental vertreten sind; drei kommen aus dem Oberland, eine aus dem Oberaargau, vier aus dem Seeland und sechs aus dem Raum Bern. Die Städte Bern und Biel haben in Sachen Fachhochschule bisher gegen Burgdorf paktiert und im Lauf der Monate auch Stellungnahmen abgegeben.

Das letzte Wort ist jedoch noch nicht gesprochen und für das Tech Burgdorf noch nichts gewonnen: In der Märzsession wird der Grosse Rat über das Geschäft befinden. Und laut Kommissionspräsident Mathias Tromp (BDP, Bern) dürfte die Abstimmung ähnlich knapp ausfallen wie jene gestern Abend in der Kommission. Tromp begründet den Entscheid der Kommission, in Biel nur einen kleineren Campus zu bauen, mit finanziellen Überlegungen. Es müsse das Prinzip gelten, dass bestehende kantonseigene Gebäude wenn immer möglich in die Neuausrichtung der Fachhochschule integriert würden. Und die gerechte geografische Verteilung der Tech-Standorte im Kanton müsse nach Möglichkeit auch gewahrt werden. Beides spricht für den Standort Burgdorf.

Ein intensiver Kampf

Der Kampf ums Burgdorfer Tech wird von den Regionen Emmental und Oberaargau intensiv geführt. Als der Regierungsrat im Frühjahr 2011 das Aus für den Tech-Standort Burgdorf bekannt gab, formierte sich in der Stadt und im Umland innert Kürze breiter Widerstand. Unter anderem liess die Stadt Burgdorf eine eigene Analyse mit eigenem Lösungsansatz erstellen, laut dem die Fachhochschule vor allem auf Biel und Burgdorf zu konzentrieren wäre und nur ein kleiner Rest in Bern bliebe. Diese Variante würde statt total 550 Millionen nur 240 Millionen Franken kosten, und die kantonalen Gebäude in Burgdorf blieben nach wie vor genutzt. Die vorberatende Kommission des Grossen Rates lässt dafür ein Türchen offen: So könnte das Departement AHB (Architektur, Bau und Holz), das schon heute in Burgdorf angesiedelt ist, allenfalls vor Ort bleiben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.02.2012, 12:41 Uhr

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1 Kommentar

Thomas Wirth

04.02.2012, 13:45 Uhr
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Endlich ein Zeichen eines 'holistischen' Denkens unserer Berner Volksvertreter. Es waere an sich gar ncht abwegig, in Burgdorf ein Umwelt- und 'Holz'-Tech anzusiedeln, das sich auf erneuerbare Energien (Solar, Wind, Erdwaerme, Holz etc.). Verschiedene Professoren und regionale Unternehmen haben ja seit einigen Jahren hier Schwepunkte gesetzt, die ausgebaut werden koennen.. Antworten



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