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Dämpfer für das Gotthelf- Zentrum

Auch die Region Emmental tritt auf die Bremse: So, wie das Gotthelf-Zentrum geplant sei, geniesse es zu wenig Rückhalt.

Jeremias Gotthelf: Wie  soll die Erinnerung an ihn wach bleiben?

Jeremias Gotthelf: Wie soll die Erinnerung an ihn wach bleiben? (Bild: Thomas Peter)

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Das Emmental will und will einfach nicht das ersehnte positive Signal aussenden. In den letzten Tagen haben die Pläne für ein Gotthelf-Zentrum im Pfarrhaus Lützelflüh sogar einen argen Dämpfer erlitten. Der Verein Region Emmental bittet die eigens geschaffene Gotthelf-Stiftung, ihr Betriebskonzept zu überarbeiten – sprich das Programm, das neben einem Museum auch die Organisation von Freilichttheatern, Exkursionen oder Lesungen vorsieht, so zu stutzen, dass es auch finanzierbar ist.

Auch die Kirchgemeinde

Der Verein, immerhin Sprachrohr aller 42 Gemeinden im Emmental, tut dies, «nachdem wir uns detailliert mit dem Thema auseinandergesetzt haben». Das steht in einem Brief an die Stiftung, und: Die aktuellen Pläne genössen «bei den Gemeinden, den Unternehmungen und der Öffentlichkeit leider zurzeit nicht in der benötigten Breite» Rückhalt. Grund dafür seien «berechtigte Zweifel daran, ob die vorgesehene Finanzierung der Betriebskosten wirklich realisierbar ist und die nötigen Gelder auf lange Sicht bereitgestellt werden können».

Wie ähnlich hatte es bereits Mitte März getönt, als die Kirchgemeinde Lützelflüh mit Blick auf das geplante Zentrum ein neues Pfarrhaus bewilligen sollte und dies nicht tat. Wenigstens signalisierten mittlerweile einige Gemeinden ihre Solidarität mit symbolischen Beiträgen.

Später im Grossen Rat?

Was nun, Christoph Pappa? Für den Stiftungsratspräsidenten ist nach dem Brief aus dem Emmental klar, «dass wir einen Marschhalt einlegen und das Projekt anpassen müssen». Die Stiftung werde sich nun überlegen, ob, und wenn Ja, wie sie den Rotstift ansetzen wolle. Denn auch für ihn stehe ausser Frage, dass das Gotthelf-Zentrum «ohne Unterstützung aus der Region» nicht realisierbar sei.

Pappa sagt dies auch mit Blick darauf, dass der Grosse Rat für das Projekt noch 3 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds sprechen muss. Er nimmt dabei sogar in Kauf, dass die Debatte nun, da die Stiftung über die Bücher geht, ein weiteres Mal verschoben wird. Dass es also noch später als Herbst 2009 werden könnte, bis das Parlament den Entscheid fällt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 15.05.2009, 10:10 Uhr

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