Conforama lehnt einen Vergleich ab
Von Johannes Hofstetter. Aktualisiert am 08.09.2010 1 Kommentar
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Nun sind die Fronten unaufweichbar verhärtet: Zwischen der Conforama SA und einer Frau, die vom Geschäftsleiter der Lyssacher Filiale – ihrer Meinung nach – zu Unrecht fristlos freigestellt wurde, kommt es zu einem zivilen Prozess. Zum Auftakt der Einigungsverhandlung am Mittwoch sagte der Füsprecher der Frau, er biete Hand zu einem Vergleich. Wenn die Conforama seiner Mandantin 12'000 Franken bezahle, sei der Fall vom Tisch.
Die Anwältin des Conforama winkte ab.Ursprünglich habe man sich zwar überlegt, den Fall aussergerichtlich zu lösen. Doch nachdem die Frau letzte Woche gegenüber TeleBärn massive Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Chef und damit auch gegen ihre frühere Arbeitgeberin erhoben habe, verzichte man auf eine aussergerichtliche Einigung.
In der Folge schilderte die Frau ihre Sicht der Dinge. Sie sei von ihrem Chef im März 2009 fristlos auf die Strasse gestellt worden, weil sie die Unternehmensleitung von Conforama Schweiz schriftlich auf dessen sexuellen Übergriffe auf Mitarbeiterinnen aufmerksam gemacht habe.
Die Arbeit in der Lyssacher Filiale sei unter dieser Führung bisweilen «die Hölle» gewesen. Der Chef habe ihr und ihren Kolleginnen verboten, sich in den Pausen oder zum Mittagessen zu treffen. Weiter habe er von ihr mehr Kreditgeschäfte verlangt und ihr geraten, bei Verkaufsgesprächen «mehr mit meinen Reizen zu spielen», um bessere Umsätze zu erzielen.
Der für die Deutschweiz zuständige Conforama-Direktor entgegenete, die Kündigung samt sofortiger Freistellung habe ausschliesslich arbeitstechnische Gründe gehabt. Die Angestellte habe zu wenig Fachkompetenz gezeigt und menschliche Defizite aufgewiesen. An einem Mitarbeitergespräch sei sie ausdrücklich gewarnt worden, dass ihr der Rausschmiss drohe, falls sich ihre Leistungen nicht bessern. Nachdem Wochen später keinerlei Fortschritte erkennbar gewesen seien und sich die Stimmung wegen des «unmotivierten Verhaltens» der Frau abteilungsintern immer mehr verschlechtert habe, sei der Geschäftsführung nichts anderes übrig geblieben, als die Konsequenzen zu ziehen.
Richter will Zeugen befragen
Welche der beiden Parteien die Wahrheit sagt, konnte der Richter Peter Urech am Mittwoch nicht klären. Um Licht ins Dunkle zu bringen, will er als Nächstes Zeuginnen und Zeugen befragen. Damit, dass die Verhandlung noch in diesem Jahr weitergeht, sei allerdings nicht zu rechnen, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der ersten Verhandlungsrunde. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.09.2010, 13:20 Uhr
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1 Kommentar
Auch ich arbeitete im Conforama in Lyssach. Beliebt waren klar die Frauen welche etwas mehr Knöpfe geöffnet hatten oder stillschweigend alles akzeptierten was man von ihnen verlangte. Ausserdem konnte ich auch Vorwürfe entgegen nehmen die Abteilung sei nicht sexy genug...(wer da wohl gemeint war) Antworten
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