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Betrüger griffen auf fremde Konten zu

Von Hans Herrmann. Aktualisiert am 19.01.2012 6 Kommentare

Die Burgdorfer Niederlassung der BEKB musste gut 500 Kundenkarten sperren, weil sich Betrüger die Daten verschaffen konnten.

Wer am Bancomaten nicht aufpasst, kann Betrugsopfer werden.

Wer am Bancomaten nicht aufpasst, kann Betrugsopfer werden.
Bild: Thomas Wüthrich

Dies raten die Banken ihrer Kundschaft: Man soll die Hand, die am Bancomaten den Code eingibt, abdecken – wegen allfälliger Betrüger, die Kameras einbauen und sich dann mit den gefilmten Codes unbefugt Zutritt auf die Konten verschaffen. Wer hält sich an die Empfehlung und deckt die Hand ab? Jedenfalls längst nicht alle Kundinnen und Kunden. Und dabei würde sich diese einfache Sicherheitsmassnahme lohnen, wie der aktuelle Skimming-Fall beweist.

Betroffen ist die Niederlassung der BEKB in Burgdorf. Der Öffnungsmechanismus der 24-Stunden-Zone, wo sich der Bancomat befindet, liess sich mit der eingeschobenen Karte bedienen.

Heimlich installierte Kameras

Diese Vorrichtung wurde von dem oder den Betrügern manipuliert; auf diese Weise gelangten sie an die Kartendaten. Um damit etwas anfangen zu können, benötigten sie auch noch den individuellen Zugangscode der betreffenden Kunden. Diesen beschafften sie sich über eine heimlich installierte Kamera über der Tastatur. Mit diesem Datenmaterial hatte die Täterschaft alles, was sie brauchte, um sich auf fremden Konten zu bedienen – und sie bediente sich auch.

Ereignet hätten sich diese Betrugsfälle Ende November/Anfang Dezember des vergangenen Jahres, ausgekommen seien sie in den vergangenen Tagen, vermeldete Hanspeter Merz, Leiter Kommunikation der BEKB, gestern am Telefon. 520 Karten habe man sperren müssen, bei 150 Karten seien unrechtmässige Bezüge erfolgt – und zwar von Mexiko aus.

Fehlender Betrag von der Bank ersetzt

Die gesamte Schadenssumme nennt die Bank nicht. Nur so viel: «Pro Bezug kamen nie mehr als gut 1000 Franken weg.» Noch gestern Abend hatte jedes geschädigte Konto den fehlenden Betrag von den Bank wieder ersetzt bekommen. Bei derlei Vorkommnissen stehe das Institut selber gerade, das laufe nicht über eine Versicherung, sagte Merz auf Anfrage. Die Polizei sei eingeschaltet worden.

Künftig soll diese Art von Bankraub bei der BEKB nicht mehr vorkommen. Sie rüstet den Zugang zu den Bancomaten bei jenen Niederlassungen, bei denen dies nicht schon geschehen ist, in den nächsten Tagen um: Der Kartenschlitz wird durch einen Knopf ersetzt. So bleiben die Daten auf der Kundenkarte vor Betrügern geschützt. In Burgdorf hat man rasch reagiert und die Umrüstung bereits vorgenommen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.01.2012, 08:23 Uhr

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6 Kommentare

Werner Frank

19.01.2012, 08:41 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Der beste Weg ist immer noch am Schalter und die Karten abgeben. Hat sich bei mir bis heute gut bewährt.
Man muss nur das Hirn einschalten wen man Geld braucht, da die Bank manchmal geschlossen ist.
Antworten


Martin Lerch

19.01.2012, 10:35 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Oh je, oh je, da kennt wieder einmal ein Obergescheiter den Unterschied zwischen Raub und Betrug nicht.... Antworten



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