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Stadttheater-Intendant Marc Adam muss gehen

Von Oliver Meier. Aktualisiert am 20.01.2010 1 Kommentar

Die Tage von Marc Adam als Intendant sind gezählt. Gestern gab das Stadttheater bekannt, dass es seinen Vertrag nicht verlängern wird. Ob Marc Adam 2012 in Bern bleibt und eine neue Funktion einnimmt, ist noch offen.

«Ich arbeite gerne in Bern und würde das auch gerne weiter tun,  allerdings nicht unter allen Bedingungen»: Stadttheater-Intendant Marc Adam.

Adriana Bella

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Der Fahrplan steht

Ende November 2009 hat die siebenköpfige Arbeitsgruppe «Musik-Theater Bern» ihre Tätigkeit aufgenommen. An ihr ist es, die neue Institution aufzugleisen. Die Arbeit ist in drei Phasen gegliedert: Nach der «Startphase», die bis Ende Februar dauert, wird dem Subventionsgeber ein erster Zwischenbericht vorgelegt. Anschliessend folgt die «Definitionsphase» (bis Oktober 2010). Erst hier werden konkrete Fragen wie die künftige Struktur und das Organigramm der neuen Institution «Musik-Theater Bern» geklärt. Spätestens Ende dieses Jahres muss der Subventionsvertrag für die neue Institution auf dem Tisch liegen, damit die «Umsetzungsphase» in Angriff genommen werden kann (bis Ende 2011).

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Wie sieht die Zukunft von Marc Adam aus? Seit einiger Zeit wird hinter den Kulissen spekuliert und diskutiert. «Es ist noch zu früh, um darüber etwas zu sagen», hielt der Stadttheater-Intendant Mitte Dezember im Interview mit dieser Zeitung fest. Was bereits damals zu vermuten war, ist nun offiziell bekräftigt: In einer Medienmitteilung liess der Verwaltungsrat gestern verlauten, dass der Fünfjahresvertrag mit Marc Adam nicht über den Sommer 2012 hinaus verlängert wird. Grund: die Zusammenlegung von Stadttheater und Berner Symphonieorchester (BSO). Weil der Subventionsvertrag mit der Theatergenossenschaft auf Ende der Subventionsperiode 2008–2011 gekündigt worden ist, sieht sich der Verwaltungsrat nicht in der Lage, «neue vertragliche Verpflichtungen» einzugehen. Dies habe eine «Analyse der aktuellen politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen» ergeben, heisst es im Communiqué.

Diese Begründung, verpackt in kryptische Formulierungen, wirft Fragen auf. Hat die Theatergenossenschaft tatsächlich keine Möglichkeit, den Vertrag zu verlängern? Oder hat Marc Adam womöglich den Support des Verwaltungsrats verloren?

Funktion wird fehlen

Stadttheater-Präsident Henri Huber will davon nichts wissen: «Die Antwort ist einfach: Marc Adams gegenwärtige Funktion wird es in der neuen Organisation nicht mehr geben. Und die Theatergenossenschaft wird ab 2012 als möglicher Vertragspartner von Marc Adam gar kein Theater mehr betreiben», sagt Huber. «Vor diesem Hintergrund ist es schlicht nicht möglich, den Vertrag mit Marc Adam zu verlängern.» Noch sei die Struktur der künftigen Institution «Musik-Theater Bern» unklar und es existiere auch noch kein Gremium, das Arbeitsverträge für die künftige Organisation abschliessen könne, so Henri Huber.

Adam hält sich bedeckt

Was bedeutet das im Klartext? Nachdem die Vertragsverlängerung nun vom Tisch ist, müsste sich Marc Adam von neuem bewerben, falls er in der neuen Institution eine Funktion einnehmen möchte. Marc Adam hält sich auf Anfrage nach wie vor bedeckt: «Zum heutigen Zeitpunkt kann und will ich mich nicht positionieren, da die Ergebnisse der Arbeitsgruppe noch nicht auf dem Tisch liegen.» Erst wenn das neue Organigramm bekannt sei, werde er eine Entscheidung fällen, so Adam. Bis 2012 wolle er sich «voll und ganz für das Interesse des Hauses und seiner Mitarbeiter» einsetzen. «Ich arbeite gerne in Bern und würde das auch gerne weiter tun, allerdings nicht unter allen Bedingungen.»

Leiter der Opernsparte?

Unter Insidern ist allerdings klar: Für die Gesamtleitung der neuen Institution dürfte Marc Adam kaum in Frage kommen, höchstens für die Leitung der Opernsparte. Ob der Intendant diesen «Abstieg» in Kauf nehmen würde, darf allerdings bezweifelt werden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 20.01.2010, 07:56 Uhr

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1 Kommentar

Martin Locher

20.01.2010, 09:47 Uhr
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Mal abwarten, vielleicht kommt ja jemand, der eine Programmierung bietet, die einen wieder ins Theater lockt. Diese Saison ist leider nur eine Produktion von Interesse für uns. Antworten



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