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SVP-Präsident Rudolf Joder: «Nein, das ist nicht bitter»

Interview: Fabian Schäfer. Aktualisiert am 29.03.2010 4 Kommentare

Für SVP-Chef Rudolf Joder ist klar: Die Bürgerlichen sind selbst schuld, dass es für die Regierungsmehrheit nicht reichte.

«Mehr Spielraum im Grossen Rat»: Rudolf Joder.

«Mehr Spielraum im Grossen Rat»: Rudolf Joder. (Bild: )

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Bis 2006 hatte die mächtige SVP drei Regierungsräte. Jetzt schaffte sie es nicht, den zweiten Sitz von der BDP zurückzuholen, und hat weiterhin nur einen. Das muss bitter sein für Sie...
Rudolf Joder: ...das ist nicht bitter. Unser Regierungsrat ist gut wiedergewählt worden, obwohl er erst seit kurzem im Amt ist. Den zweiten Sitz haben wir knapp verpasst. Meine erste Analyse ist, dass wir stärker hätten mobilisieren müssen, vor allem auch in Bern und Biel. Beatrice Simon holte dort offenbar Stimmen von den Linken und profitierte vom Frauenbonus.

Hatte die SVP mit Albert Rösti den falschen Kandidaten?
Nein. Er war breit abgestützt und kommt aus der einzigen Region, die nicht im Regierungsrat vertreten ist: aus dem Oberland. Wenn ich die Stimmbeteiligung sehe, muss ich sagen, dass es uns nicht gelungen ist, die Leute zu überzeugen, dass das eine wichtige Wahl ist.

Was ändert sich für die SVP nun?
Dass wir weiterhin nur einen Regierungsrat stellen, gibt uns mehr Spielraum im Grossen Rat. Wir wollen noch deutlicher auf die Probleme hinweisen. Neben dem Referendum gegen das Energiegesetz haben wir ein Projekt für eine bessere Spitalversorgung im ländlichen Raum.

Wie erklären Sie sich, dass die Bürgerlichen die Regierungsmehrheit nicht zurückerobern konnten, obwohl sie im Kanton Bern weiterhin die politische Mehrheit stellen?
Wir hätten uns auf vier Kandidaturen beschränken müssen (SVP, FDP und BDP traten zu fünft an; Anm. d. Red.). So wurde unser Potenzial aufgespaltet, wie es zu befürchten war. Lag das Problem nicht vor allem bei Ihnen, bei der SVP? Das denke ich nicht, wir hatten sicher Anspruch auf zwei Kandidaturen. Aber es ist jetzt müssig, darüber zu debattieren.

Wie geht die Zusammenarbeit mit der BDP weiter? Ist die Kampfscheidung nun beendet?
In der Sachpolitik im Grossen Rat haben wir schon bisher zusammengearbeitet. Ich sehe da keine wesentlichen Veränderungen kommen.

Die Verweigerungshaltung der SVP gegenüber der BDP hält an.
Was heisst hier Verweigerungshaltung? Die BDP hat sich entschlossen, eine eigene Partei zu gründen und zu gehen. Das war ihr Entscheid. Jetzt geht sie ihren und wir unseren Weg.

War es ein Fehler, dass die SVP Simon nicht unterstützt hat?
Wir mussten für unsere Kandidaten kämpfen. Und diese Unterstützung war ja auch nicht notwendig. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.03.2010, 08:01 Uhr

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4 Kommentare

Rudolf Burgener

29.03.2010, 08:58 Uhr
Melden

Beatrice Simon holte dort offenbar Stimmen von den Linken und profitierte vom Frauenbonus, meint Rudof Joder. Es ist nicht offenbar, sondern real, die Linken und Frauen wählten sie. Die SVP Stadt Bern und Stadt Biel hatten es verschlafen, während kleine Gemeinden sich ins Zeug legten für die Sache der SVP. Antworten


urs schenker

29.03.2010, 12:12 Uhr
Melden

Die SVP hat trotz ihrer mächtigen Werbeschlacht nicht den gewünschten Erfolg erziehlt. Wenn es Amtspräsidenten der SVP hatte/hat, die keine BDP dulden, dann wählt das Volk halt anders. Der Werbeaufwand der SVP war immens. Die z.T. illegal Werbeplakate an der Strasse, hatten nicht den gewünschten Erfolg. Da staunt der Bürger, das die Plakate ohne Bewiligung erstellt wurden, ausgerechnet die SVP! Antworten



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