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Jan Gnägi: 32 Jahre jünger als der «durchschnittliche» Grossrat

Von Aenea Wasmer. Aktualisiert am 29.03.2010 4 Kommentare

Jan Gnägi hat die 25-jährige Nadine Masshardt als jüngste Grossrätin abgelöst. Mit Gnägis Jahrgang 1991 beträgt die Differenz zum Altersdurchschnitt im Grossen Rat 32 Jahre. Dies ist für beide eine besondere Herausforderung.

Die beiden jüngsten Grossräte im Kanton Bern. Jan Gnägi, BDP, Jahrgang 1991 und Nadine Masshardt, JuSo, Jahrgang 1984.

Die beiden jüngsten Grossräte im Kanton Bern. Jan Gnägi, BDP, Jahrgang 1991 und Nadine Masshardt, JuSo, Jahrgang 1984.

Wahlen im Kanton Bern 2010

Altersdurchschnitt nach Wahlkreisen

Die Statistik stellt den Altersdurchschnitt nach Jahrgang der Grossräte dar. Aufgeteilt in Wahlkreise beträgt die Differenz vom jüngsten Wahlkreis (Bern 45,85 Jahre) zum ältesten Wahlkreis (Oberland 53.47) etwa sieben Jahre. Der Altersdurchschnitt aller Grossräte beträgt 50.95 Jahre.
Die beiden jüngsten Grossräte Jan Flückiger mit Jahrgang 1991 und Nadine Masshardt mit Jahrgang 1984 finden sich im Wahlkreis Biel-Seeland beziehungsweise im Oberaargau.

Altersschnitt nach Wahlkreisen

Altersschnitt nach Wahlkreisen


Altersschnitt

Quelle: bernerzeitung.ch

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Masshardt und Gnägi sind die einzigen Jungen im Grossrat. «Das ist schade, denn so ist die Jugend nur schwach im Parlament repräsentiert», sagt Masshardt zu bernerzeitung.ch. Sie empfiehlt jungen Politikern mit Ambitionen auf den Grossen Rat, sich mit der Partei politisch zu engagieren, um so seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Aber gerade diese Jugendförderung fehle in verschiedenen Parteien, was ein Engagement erschwert.

Dies ist bei Gnägi nicht der Fall. Er konnte als Gründer und Sektionspräsident der BDP Jäissberg bereits Erfahrung sammeln. Und seine Partei half ihm beim Wahlkampf: «Mein Team hat mich gut unterstützt und ihm verdanke ich zum grossen Teil auch meinen Sieg», sagt er.

Junge Parlamentarier werden im Grossen Rat respektiert

Die Jungsozialistin Masshardt findet, dass am Anfang eine Skepsis gegenüber den jungen Parlamentarier besteht, «aber die ist schnell verflogen und man wird auch unterstützt». Die Altersdifferenz sieht Masshardt als Abschreckung für junge Menschen sich auf dem politischen Feld zu beteiligen. «Obwohl auch die Anliegen der jungen Parlamentarier ernst genommen und diskutiert werden», sagt Masshardt zum Diskussionsklima im Grossen Rat. Auch wenn nach Gnägis Meinung sich ein junger Grossrat erst bewähren muss, sieht er den Generationenwechsel kommen.

Neben der grossen Altersdifferenz zum durchschnittlichen Grossrat, der 50,95 Jahre alt ist, stellt auch das Zeitmanagement für junge Politiker in Ausbildung eine Herausforderung dar. Jan Gnägi absolviert die kaufmännische Ausbildung und ist neben dem Grossen Rat bereits politisch engagiert. «Bei meiner Ausbildung möchte ich nicht zurückstecken», sagt Gnägi zu bernerzeitung.ch. Er legt Wert auf ein gutes Zeitmanagement und Prioritätenverteilung. Wie Masshardt sagt, «ist die Organisation der Grossratssitzungen anstrengend gestaltet», mit dem Studium könne man es teilweise vereinbaren, da nicht überall Anwesenheitspflicht herrscht. «Aber der Zeitaufwand für politisches Engagement oder sogar ein politisches Amt stellt sicher ein Hemmnis für junge Leute dar», sagt die Studentin.

Auch wenn beide Grossräte zur Internetgeneration gehören, findet ihr Wahlkampf nicht nur online statt. Beide haben eine eigene Homepage und Facebook-Profil und -Gruppen. «Ich aktualisiere regelmässig meinen Status und schreibe Neuigkeiten», meint Gnägi. Doch haben diese Plattformen für beide Grossräte nicht die oberste Priorität. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.03.2010, 15:04 Uhr

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4 Kommentare

Willi Ammann

29.03.2010, 19:04 Uhr
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Wenn Junge in die Politik einsteigen und sich für ein politisches Amt wählen lassen wollen sollten sie zum mindesten ihre Altersgenossen animieren zur Urne zu gehen. Das Desinteresse der Jungen an der Politik (siehe Stimmbeteiligung bei den BE-Wahlen) führt natürlich nicht dazu dass mehr Junge in politischen Gremien gewählt werden. Antworten


Hans _ Ulrich Vogt

29.03.2010, 19:24 Uhr
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Ich (>50) finde es super, dass es zwei junge Kandis ins Kantonsparlament geschafft haben! Schlisslich würden dort die Weichen für ihre Zukunft gestellt. Leide ist das Parlament ein Seniorenclub, weil die Alten am Sessel kleben. Dazu kommen noch Leute wie EX BLS - Direktor Tromp, der sich jetzt auch noch entschloss Rentner der Jugend einen Platz im Parlament zu versperren. Antworten



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