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Finanzdirektor Urs Gasche an Schlussfeier verabschiedet

Aktualisiert am 24.03.2010

Für einmal hat das Berner Kantonsparlament am Mittwoch im Ratssaal nicht um Paragraphen und Strategien gestritten, sondern Rückschau auf die zu Ende gehende Legislatur 2006-10 gehalten.

1/21 Regierungsrat Urs Gasche.
Bild: Andreas Blatter

   

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Der scheidende Finanzdirektor Urs Gasche (BDP) sagte, er habe das Parlament «nie als Gegner der Regierung, sondern als Prüfstein wahrgenommen».

Die als Parlamentspräsidentin und Grossrätin abtretende Chantal Bornoz Flück würdigte Gasche am Mittwochnachmittag «als Magistraten in der vollen Bedeutung des Wortes».

Er habe seit seinem Amtsantritt im Jahr 2001 grosse Leistungen vollbracht wie die namhafte Schuldenreduktion, die Neuordnung des Finanzausgleichs und mehrerer Sanierungspakete. Es sei ihm gelungen, Finanz- und Steuerpolitik aufeinander abzustimmen.

Gegenseitige Achtung und Vertrauen

Gasche lobte die Diskussionskultur des Parlaments, das oft über Parteigrenzen hinweg das Beste gewollt habe. Dieser Kultur möge es sich bewusst bleiben «oder sogar wieder besser bewusst werden». Die Regierung erlebte er als Gremium, in dem harte Diskussionen geführt werden, immer in gegenseitiger Achtung und Vertrauen.

Der amtsälteste Grossrat Jean-Pierre Aellen, der seit 1990 im Kantonsparlament sitzt, kam in seinem Rückblick auch auf die Jurafrage zu sprechen. Als Autonomist tat er dies auf kritische Weise.

Man habe sich etwas übereilt für den Lösungsansatz «Status quo plus» entschieden. Man kann wetten, «dass dieser Ansatz die Jurafrage in keiner Weise zu lösen vermag», sagte Aellen.

23 hören auf

Chantal Bornoz würdigte die 23 abtretenden Mitglieder des 160- köpfigen Parlaments samt ihren bevorzugten Themengebieten. Die drei im Amt verstorbenen Grossräte Hans Michel, Hans Küng und Rudolf Bieri ehrte der Rat mit einer Schweigeminute.

Lob gab es für die Grossratspräsidentin von Vize Gerhard Fischer. Er hob die straffe Führung, mit der sie den Rat oft zur Ordnung mahnte. Dabei habe sie immer ihren welschen Charme gewahrt. Umrahmt war die Feier von den fetzigen Klängen der Gruppe «Pegasus». Sie brachte einige Ratsmitglieder gar dazu, das Tanzbein zu schwingen.

Am kommenden Sonntag werden im Kanton Bern der Regierungsrat und der Grosse Rat neu gewählt. (rdb/sda)

Erstellt: 24.03.2010, 22:11 Uhr

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