Erneut abgewählt - Wie weh hat es diesmal getan?
Von Stephan Künzi. Aktualisiert am 30.03.2010
Werner Hostettler 2008 vor seinem Wiedereinstieg in den Grossen Rat – nach zwei Jahren ist der Zollbrücker erneut abgewählt. (Bild: Adriana Bella)
Wahlen im Kanton Bern 2010
- Die Fraktion der Mitte wächst
- Neuer Stapi Raphael Lanz: «Sehe mich als Teamcaptain»
- Verlierer Peter Siegenthaler: «Gegen ihn bin ich chancenlos»
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Wie wenn er es geahnt hätte: Bereits vor Monatsfrist zeigte sich Werner Hostettler im Gespräch alles andere als sicher, ob er den Sprung in den Grossen Rat erneut schaffen würde. Zu unsicher war, wie sich die Neuorganisation der Wahlkreise und vor allem die Abspaltung der BDP auf das Resultat seiner SVP auswirken würde. Dazu kam, dass er als ehemaliger Lehrer nicht jenen Berufsstand vertrat, der im ländlichen Oberemmental bevorzugt gewählt wird – die Bauern nämlich.
Drei Bauern vor ihm
Er müsse damit rechnen, die Wiederwahl zu verpassen, fuhr Hostettler fort, und er sollte Recht behalten. Am Wochenende landete der Zollbrücker auf der SVP-Liste oberes Emmental auf dem ersten Ersatzplatz, geschlagen von den zwei altgedienten Bauernvertretern Fritz Reber und Alfred Gerber sowie vom Newcomer Alfred Bärtschi, auch er ein Landwirt. Es war bereits seine zweite Abwahl in Folge, und so wird Hostettler zur tragischen Figur dieser Grossratswahlen im Emmental.
Er freute sich «enorm»
Wie schwer ihn das Verdikt getroffen hat, muss offenbleiben. Hostettler war gestern den ganzen Tag über weder über Handy noch daheim erreichbar. Ob er geschäftlich unterwegs war oder ob er nicht doch in erster Linie Zeit für sich brauchte, um den Kopf durchzulüften und die bittere Pille zu verdauen, bleibt daher ungewiss. Wie arg er beim ersten Mal nach den Wahlen im Frühling 2006 gelitten hatte, sagte er vor zwei Jahren klar: «Es hat wehgetan.»
Damals war für ihn die Welt wieder in Ordnung, denn damals, Anfang 2008, konnte er für den in den Nationalrat gewählten Hans Grunder ins Berner Parlament nachrutschen. «Ich freue mich enorm», gab er in einem Altstadtcafé, das er von seiner bereits achtjährigen Grossratserfahrung her bestens kannte, entspannt zu Protokoll. Die Politik, sinnierte er dann, biete ihm eine ideale Ergänzung zu seiner langjährigen Tätigkeit als Lehrer – und mit einem erneuten Blick zwei Jahre zurück: «Die Abwahl musste wehtun, sonst wäre ich wohl mit zu wenig Herzblut dabei gewesen.»
Und die Zukunft?
Ob er sich nach der erneuten Abwahl im Fall der Fälle nochmals motivieren könnte, wie vor zwei Jahren nachzurutschen? Auch auf diese Frage gibts zurzeit – logisch– für die Öffentlichkeit keine Antwort. (Berner Zeitung)
Erstellt: 30.03.2010, 09:10 Uhr
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

