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Streit um «Turnhalle» eskaliert

Gewinnt das Projekt «Doppelpunkt» die Progr-Abstimmung am 17.Mai, drohen die «Turnhalle»-Wirte mit dem Ende der Café-Bar.

Bald Vergangenheit? Die Café-Bar Turnhalle im Progr

Bald Vergangenheit? Die Café-Bar Turnhalle im Progr (Bild: Iris Andermatt)

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Kulturbetreiber setzten alles auf eine Karte

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Der Abstimmungskampf um die Zukunft des Progr läuft hitzig. Am späten Montagabend haben die Betreiber der Café-Bar Turnhalle und der dortige Konzertorganisator Bee-flat weiteres Öl ins Feuer gegossen: Sie haben ihre eigene Zukunft mit derjenigen des Künstlerprojekts «Pro Progr» verknüpft. Für den Fall, dass das Siegerprojekt aus dem Investorenwettbewerb, «Doppelpunkt», die Abstimmung am 17. Mai gewinnen sollte, drohen sie damit, den Betrieb einzustellen.

Zu hoher Mietzins

Die «Doppelpunkt»-Investorin Allreal verhandelte mit «Turnhalle» und Bee-flat: Ihr Projekt soll neben einem Gesundheits- und Bildungszentrum auch ein Kulturort sein. Darum möchte Allreal die beliebte Café-Bar und die gut besuchten Konzerte weiterführen. «Turnhalle» und Bee-flat werfen Allreal vor, dass die Verhandlungen seit Monaten stillständen. Beide kritisieren die hohen Mietzinsforderungen und die «unpassenden» Ausbaupläne. Wenn Allreal im Abstimmungskampf den Weiterbetrieb von «Turnhalle» und Bee-flat-Konzerten versichere, entspreche dies nicht den Tatsachen.

Zu grosser Wunschkatalog

Schon in der Nacht auf Dienstag reagierte «Doppelpunkt»-Initiant Dieter Baumann mit einem offenen Brief auf die «Abstimmungsschlammschlacht». Er schreibt, dass der «gemeinsame Planungsprozess» noch nicht abgeschlossen und der Mietzins das Ergebnis «Eures nicht ganz bescheidenen Wunschkatalogs» sei. Dieser beinhalte etwa viele Nebenräume. Für den Fall eines Siegs von «Doppelpunkt» verspricht er, alles daranzusetzen, für «Turnhalle» und Bee-flat eine tragbare Lösung zu finden.

Dies versicherte gestern auch Allreal per Communiqué: Sobald nach der Abstimmung «Klarheit über den Fortgang des Projekts» herrsche, werde man die Verhandlungen wieder aufnehmen. Als Garantie nennt Allreal den Letter of Intent, der mit der Brauerei Felsenau abgeschlossen wurde: Ziel ist ein Dachvertrag für die kulturelle und gastronomische Nutzung. Allreal bedauert, dass die Kulturmanager dem «Doppelpunkt»-Team nach sehr guter Zusammenarbeit über die ganze Planungszeit nun «öffentlich in den Rücken fallen». (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.05.2009, 13:00 Uhr

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6 Kommentare

Lea Rieder

06.05.2009, 22:28 Uhr
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Bei 20min war zu lesen, dass die zfv.ch eine Cafeteria bzw. das Personalrestaurant im Progr führen wollen. Ich finde das daneben, obwohl ich klar für Doppelpunkt bin! Ich finde, da gehört ein Restaurant hin wie z.b. der Kursaal, mit stilvoller Kultur. Schliesslich kommen da viele Touristen vorbei und es könnte ein Aushängeschild für die Stadt Bern werden. Antworten


Katharina Bhend

06.05.2009, 22:17 Uhr
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Progr Kulturbetrieb durchfüttern mit Steuergeldern? Pro PROGR hat die geforderten 12 Mio gesammelt - eine Stiftung mit breit abgestütztem Stiftungsrat verwaltet das Gebäude mit Fachleuten und trägt die finanzielle Verantwortung. Ein neues Gesundheitszentrum generiert höhere Kosten der Krankenkassen. Damit wären wir also bei den Subventionen der Krankenkassengeldern! Antworten


Stefan Remund

06.05.2009, 18:17 Uhr
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Ein weiterer unrentabler subventionierter Kulturbetrieb? Nein danke. In jetzigen Zeiten völlig daneben. Links Grün fordert und fordert, gestützt von Subventionen sollen weitere sog. Kulturoasen geplant werden, obschon es für die Bildung und die städtischen Schulen fast kein Geld mehr hat. Nein danke Links Grün! Antworten


Bernard Berner

06.05.2009, 16:48 Uhr
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progr: nein danke! Ich habe keine Lust, einen weiteren sog. Kulturbetrieb mit öffentlichen Steuergeldern durchzufüttern. CHF 30'000'000.00 jährlich für das Stadttheater und das ZPK sind bereits mehr als genug! Antworten


urs meier

06.05.2009, 12:31 Uhr
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ich musste mich ab einem propagandist von "pro progr" aufregen, der mit dem argument "stimmt ja, damit die turnhalle erhalten bleibt" geworben hat. es geht im kern dieser abstimmung um viel mehr als diese beiz! die künsler und das komitte sollen darlegen, warum das gebilde in der jetztigen form weiter bestehen soll und warum die stadt bern davon mehr profitiert als vom projekt doppelpunkt. Antworten


Marco Rufener

06.05.2009, 10:01 Uhr
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Aufhören mit dem ganzen Rummel, eine "Kulturoase" in der alten Reitschule genügt. Nein zum Projekt Progr, ein klares JA zum Projekt Dopelpunkt. Antworten



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