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Kommentar von Christoph Aebischer

Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 06.03.2009

Der Stadtrat hat am 6. November 2008 beim ehemaligen Progymnasium kurz vor dem Ziel die Spielregeln geändert.

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Das ist schlecht und zieht nun Kreise: Auf der einen Seite steht das durch den Wettbewerb legitimierte Siegerprojekt; auf der anderen die Künstlerinitiative Pro Progr, welche die unerwartet gebotene Chance gepackt und die geforderten Rahmenbedingungen zu erfüllen scheint. Stefan Creus, Vizedirektor von Investor Allreal, traf den Nagel am 30.Januar 2009 auf den Kopf: «Entweder werden am Ende die Künstler wütend sein oder wir.» Der Progr hätte auch in einem anderen Gebäude eine Zukunft. Doch das ist zum jetzigen Zeitpunkt nebensächlich. Der Stadtrat ist auf die Künstlerofferte eingestiegen und hat damit einen Verstoss gegen Wettbewerbsgrundsätze in Kauf genommen.

Er hat sich das Dilemma selber eingebrockt. Die Suppe auslöffeln werden andere: Der Schaden für künftige Wettbewerbe in der Stadt Bern ist noch nicht absehbar. Der Gemeinderat mag den Wettbewerb nicht ideal aufgegleist haben, er wurde aber nach geltenden Regeln durchgeführt. Deshalb ist eine Schadenersatzklage der Wettbewerbsgewinner, falls sie am 17.Mai an der Urne scheitern, zu erwarten. Da der Stadtrat die Spielregeln nun mal geändert hat, ist immerhin nachvollziehbar, dass er dem Stimmvolk beide Projekte zur Auswahl vorlegt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.03.2009, 07:18 Uhr

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