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Streit um «Turnhalle» eskaliert

Von Adrian Zurbriggen. Aktualisiert am 06.05.2009 6 Kommentare

Gewinnt das Projekt «Doppelpunkt» die Progr-Abstimmung am 17.Mai, drohen die «Turnhalle»-Wirte mit dem Ende der Café-Bar.

Bald Vergangenheit? Die Café-Bar Turnhalle im Progr

Bald Vergangenheit? Die Café-Bar Turnhalle im Progr (Bild: Iris Andermatt)

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Kulturbetreiber setzten alles auf eine Karte

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Der Abstimmungskampf um die Zukunft des Progr läuft hitzig. Am späten Montagabend haben die Betreiber der Café-Bar Turnhalle und der dortige Konzertorganisator Bee-flat weiteres Öl ins Feuer gegossen: Sie haben ihre eigene Zukunft mit derjenigen des Künstlerprojekts «Pro Progr» verknüpft. Für den Fall, dass das Siegerprojekt aus dem Investorenwettbewerb, «Doppelpunkt», die Abstimmung am 17. Mai gewinnen sollte, drohen sie damit, den Betrieb einzustellen.

Zu hoher Mietzins

Die «Doppelpunkt»-Investorin Allreal verhandelte mit «Turnhalle» und Bee-flat: Ihr Projekt soll neben einem Gesundheits- und Bildungszentrum auch ein Kulturort sein. Darum möchte Allreal die beliebte Café-Bar und die gut besuchten Konzerte weiterführen. «Turnhalle» und Bee-flat werfen Allreal vor, dass die Verhandlungen seit Monaten stillständen. Beide kritisieren die hohen Mietzinsforderungen und die «unpassenden» Ausbaupläne. Wenn Allreal im Abstimmungskampf den Weiterbetrieb von «Turnhalle» und Bee-flat-Konzerten versichere, entspreche dies nicht den Tatsachen.

Zu grosser Wunschkatalog

Schon in der Nacht auf Dienstag reagierte «Doppelpunkt»-Initiant Dieter Baumann mit einem offenen Brief auf die «Abstimmungsschlammschlacht». Er schreibt, dass der «gemeinsame Planungsprozess» noch nicht abgeschlossen und der Mietzins das Ergebnis «Eures nicht ganz bescheidenen Wunschkatalogs» sei. Dieser beinhalte etwa viele Nebenräume. Für den Fall eines Siegs von «Doppelpunkt» verspricht er, alles daranzusetzen, für «Turnhalle» und Bee-flat eine tragbare Lösung zu finden.

Dies versicherte gestern auch Allreal per Communiqué: Sobald nach der Abstimmung «Klarheit über den Fortgang des Projekts» herrsche, werde man die Verhandlungen wieder aufnehmen. Als Garantie nennt Allreal den Letter of Intent, der mit der Brauerei Felsenau abgeschlossen wurde: Ziel ist ein Dachvertrag für die kulturelle und gastronomische Nutzung. Allreal bedauert, dass die Kulturmanager dem «Doppelpunkt»-Team nach sehr guter Zusammenarbeit über die ganze Planungszeit nun «öffentlich in den Rücken fallen». (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.05.2009, 13:00 Uhr

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6 Kommentare

Marco Rufener

06.05.2009, 10:01 Uhr
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Aufhören mit dem ganzen Rummel, eine "Kulturoase" in der alten Reitschule genügt. Nein zum Projekt Progr, ein klares JA zum Projekt Dopelpunkt. Antworten


urs meier

06.05.2009, 12:31 Uhr
Melden

ich musste mich ab einem propagandist von "pro progr" aufregen, der mit dem argument "stimmt ja, damit die turnhalle erhalten bleibt" geworben hat. es geht im kern dieser abstimmung um viel mehr als diese beiz! die künsler und das komitte sollen darlegen, warum das gebilde in der jetztigen form weiter bestehen soll und warum die stadt bern davon mehr profitiert als vom projekt doppelpunkt. Antworten



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