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Abertausende feiern frenetisch
Von Sarah Pfäffli. Aktualisiert am 19.07.2010 6 Kommentare
Was wünschen sich die Gurtenbesucher für 2011?
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Noch nie habe er an einem Gurtenfestival so viele Konzerte gesehen wie dieses Jahr, sagte der sichtlich entspannte Veranstalter Philippe Cornu gestern Nachmittag. Dass er so viel Zeit hatte, verdankte er dem Umstand, dass es kaum Probleme gab – auch nicht mit den Musikern: «Wir mussten für keine Band Backstage-Brimborium mit Limousinen aufziehen. Es waren alle sehr unkompliziert.»
Gerüchte, wonach der Container der Babyshambles ziemlich gelitten hatte, kommentierte Cornu gelassen mit: «Das ist halt eine Rock’n’Roll-Band.» Babyshambles-Sänger Pete Doherty soll es auf dem Gurten übrigens so gut gefallen haben, dass er nach dem Konzert am Donnerstagabend noch lange auf dem Gelände blieb. Mehrere Festivalbesucherinnen erzählten von überraschenden Begegnungen mit dem Engländer.
Wiese in gutem Zustand
Philippe Cornu, der das Festival dieses Jahr zum 20.Mal veranstaltete, war mit seinem Event «so zufrieden wie noch nie». Mit ein Grund dafür: «Wir hatten endlich mal richtig gutes Wetter.» Wars am Donnerstag und Freitag noch brütend heiss, sorgten der Regen am Freitagabend und die Wolken am Samstag für angenehme Temperaturen. Am Sonntag frischte dann der Wind auf. Weil die Wassermenge, die beim Regen auf den Gurten niederging, eher gering war, dürfte das Festival die Wiese in vergleichsweise gutem Zustand hinterlassen. Sicher wisse man das aber erst nach dem Abbau, sagte Mediensprecher Micha Günter.
Lange Warteschlangen
Auch Günter war «happy, happy, happy» – wohl auch mit Blick auf die Zahlen: Am traditionell eher ruhigen Donnerstag kamen 12'000 Leute auf den Gurten, Freitag, Samstag und Sonntag strömten je 20'000 Personen auf den Berner Hausberg – ausverkauft. Das führte überall zu langen Schlangen, ob vor der Gurtenbahn oder vor den neuen WC-Containern, die sich «sehr bewährt» hätten.
Die Sanität zählte bis gestern Nachmittag 1200 Patienten, die meisten aus medizinischer Sicht Bagatellfälle. Das sind vergleichsweise wenige: Im schlimmsten Jahr, 2003, hatte das 24-köpfige Sanitätsteam auf dem Gurten an vier Tagen 2000 Personen zu versorgen. «Die Leute kamen gut vorbereitet, sie trugen Hüte und tranken viel Wasser. So war auch die Hitze kein Problem», sagte Festivalarzt Bänz Thomann.
Cornus Wunsch-Acts
Das nächste, 28. Gurtenfestival findet vom 14. bis 17. Juli 2011 statt. Vielleicht klappts ja dann mit Cornus Traumacts: «Es gibt viele Bands, die ich gern auf den Gurten holen möchte. Ganz oben stehen Muse und Coldplay.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 19.07.2010, 08:25 Uhr
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6 Kommentare
naja, vier Tage im Jahr ein Festival. Mittlerweile über 20 Jahre. So schlimm ist das jetzt nun auch nicht. Direkt betroffen sind ja auch "nur" die Anwohner zwischen Gurtenbahn - Tramhaltstelle und wohl auch die Anwohner im Spiegel (Mittelstation). Und der Rasen erholt sich sehr schnell. sonst gäbe es noch diverse Events die den Rasen beeinträchtigen (Bike-Rennen, Schwingfeste, etc.) ;-) Antworten
@Sonja Hartmann: Noch abgelegener? Ich denke, der Gurten ist doch recht abgelegen, wenn man die Distanzen vom Festival zu bewohntem Gebiet anschaut. Sonst müsste man ja solche Festivals irgendwo auf dem Jungfraujoch durchführen....! Und keine Angst, die Wiese wird es überleben, wie jedes Jahr! Antworten
Für die Anwohner ist das Wochenende vom Gurtenfestival oft mühsam und einfach sehr laut. Warum kann ein solcher Musikevent nicht an einem abgelegenen Ort stattfinden? Für die Gurtenwiese ist das Festival oft ja auch eine Zumuting, selbst dieses Jahr sah man noch die Schäden vom letzten Jahr. Schade, für die restlichen Gurtenbesucher. Antworten
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rea wittwer
bitte unbedingt für die nächsten jahre organisieren, dass die leute, die anstehen für die talfahrt mit hilfe einer schranke schön in einer schlange warten müssen. das anstehen war der reinste horror, ein glück dass dort keine panik ausbrach. ich für mich hab zum ersten und letzten mal das bähnli für runter genommen. Antworten