Von Graffenried triumphiert – Linker Erfolg auch im Parlament

Tag der Entscheidung: Wer wird Berns neuer Stadtpräsident? Wie setzt sich künftig der Gemeinderat zusammen? Wer ergattert einen Sitz im Stadtrat? Hier finden Sie alles zu den Stadtberner Wahlen.

  • Zusammenfassung Stadtrat  

    Linke legt auch im Berner Stadtrat zu - Frust bei BDP und SVP: Die Linke geht gestärkt aus den Berner Stadtratswahlen hervor - vor allem dank Sitzgewinnen von Jungparteien. Im Mitte-Lager muss die BDP Federn lassen. Bei den Bürgerlichen nimmt die FDP der SVP einen Sitz ab.

    Die drei Parteien des regierenden RGM-Bündnisses verfügen im Parlament gemeinsam über 39 der 80 Sitze. Dabei büsste die SP als stärkste Partei der Stadt einen Sitz ein, währenddem das Grüne Bündnis und die Grüne Freie Liste ihren Besitzstand wahren konnten.

    Insgesamt hat die Linke im Stadtrat zugelegt. Denn die Junge Alternative und die Alternative Linke holten je einen zweiten Sitz, die bisher nicht vertretenen Juso eroberten gleich zwei Sitze. Die GPB-DA und die PdA verteidigten beide ihren Sitz.

    Geschwächt wurde das Mitte-Lager, denn die BDP stellt nur noch 3 Stadträte (minus 4). CVP und EVP konnten ihren Besitzstand wahren. Die Grünliberalen haben weiterhin 7 Mandate, zudem konnte ihre Jungpartei erstmals einen Sitz ergattern.

    Auf der rechten Seite des Spektrums büsste die SVP einen Sitz ein. Dafür legte die FDP zu. Beide Parteien haben nun je 9 Sitze.

    Die Sitzverteilung im neuen Berner Stadtrat:
    SP 22 (-1),
    SVP 9 (-1),
    Grünes Bündnis 9 (-),
    FDP 9 ( 1),
    GFL 8 (-),
    Grünliberale 7 (-),
    BDP 3 (-4),
    CVP 2 (-),
    EVP 2 (-),
    JA! 2 ( 1),
    JUSO 2 ( 2),
    AL 2 ( 1),
    GPB-DA 1 (-),
    PdA 1 (-),
    jglp 1 ( 1).

    Den Einzug ins Parlament verpasst haben Jungfreisinnige, Schweizer Demokraten, EDU und Mir si Bärn.

    Freude und Ratlosigkeit

    Erfreut reagierte Tamara Funiciello, neugewählte Stadträtin und Präsidentin der Juso Schweiz. Überrascht sei sie allerdings nicht vom Wahlerfolg, sagte die Jungpolitikerin. «Es ist das Ergebnis von konsequent linker Politik und einem guten Wahlkampf.»

    Ganz anders die Gefühlslage bei BDP-Fraktionschef Philip Kohli. Er hatte auf die Schnelle keine Erklärung für das Debakel seiner Partei. Zwar habe er mit dem Verlust von 1-2 Sitzen gerechnet. Doch «eine solche Wahlschlappe hatte ich nicht auf dem Radar».


  • Mehrere abgewählte Stadträte  

    Einige Stadträte verpassten die Wiederwahl. Bei der SVP erwischte es gleich vier amtierende Parlamentarier, darunter Fraktionschef Roland Jakob.

  • Konsternierte BDP  

    Die BDP hat bei den Berner Stadtratswahlen 4 von 7 Sitzen verloren. «Das tut weh», sagt Philip Kohli, Fraktionschef der BDP Stadt Bern. Da sei es auch nur ein kleiner Wehrmutstropfen, dass er selber wiedergewählt worden sei.


    Im Vorfeld der Wahlen gingen Analysten von einem Verlust der BDP aus. Auch Kohli rechnete mit dem Verlust von «1-2 Sitzen», wie er sagt. «Eine solche Wahlschlappe hatte ich aber nicht auf dem Radar.»


    Eine Erklärung für die Niederlage hat er so kurz nach Bekanntgabe des Ergebnisses nicht. «So etwas kann man einfach nicht erklären», sagt er. Vor allem, da offenbar vor allem die Linksaussen-Parteien zugelegt hätten.

  • Juso überrascht  

    Funiciello nicht überrascht von JUSO-Erfolg: Die JUSO zieht wieder in das Berner Stadtparlament ein. Die Jungsozialisten holen gleich zwei Sitze - nachdem sie vor vier Jahren ihren einzigen Sitz verloren hatten.

    Sie sei nicht überrascht über den Wahlerfolg, sagt Tamara Funiciello, neugewählte Stadträtin und Präsidentin der JUSO Schweiz. «Es ist das Ergebnis von konsequent linker Politik und einem guten Wahlkampf», sagt die Jungpolitikerin.

    Doch nicht nur die Juso, auch andere Jungparteien konnten zulegen. So gewannen die Junge Alternative, die Jungfreisinnigen und die Jungen Grünliberalen je einen Sitz dazu. Funiciello relativiert aber den Wahlerfolg der Jungen. «Das sind mehrheitlich diejenigen Sitze, welche vor vier Jahren verloren gingen», sagt sie.

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    Und so sieht das Ganze grafisch aus.

  • 00:35  

    Die drei Rot-Grün-Mitte-Parteien verfügen gemeinsam über 39 der 80 Sitze. Dabei büsste die SP als stärkste Partei der Stadt einen Sitz ein, währenddem das Grüne Bündnis und die Grüne Freie Liste ihren Besitzstand wahren konnten.

    Insgesamt hat die Linke im Stadtrat zugelegt. Denn die Junge Alternative und die Alternative Linke holten je einen zweiten Sitz, die bisher nicht vertretetenen JUSO eroberte gleich zwei Sitze. Die GPB-DA und die PdA verteidigten beide ihren Sitz.

    Geschwächt wurde das Mitte-Lager, denn die BDP stellt nur noch 3 Stadträte (minus 4). CVP und EVP konnten ihren Besitzstand wahren. Die Grünliberalen haben weiterhin 7 Mandate, zudem konnte ihre Jungpartei erstmals einen Sitz ergattern.

    Auf der rechten Seite des Spektrums büsste die SVP einen Sitz ein. Dafür legte die FDP zu. Beide Parteien haben nun je 9 Sitze.

    Den Einzug ins Parlament verpasst haben Jungfreisinnige, Schweizer Demokraten, EDU und Mir si Bärn.

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    So sieht übrigens die Mann-Frau-Verteilung im neuen Stadtrat aus.

  • 00:15  

    Nach dem vorläufigen Endergebnis bleibt die SP mit 22 Sitzen die stärkste Partei (obwohl sie einen Sitz einbüsst), gefolgt von der FDP, SVP, dem GB mit je 9 Sitzen und der GFL mit 8 Sitzen.

    Die Linke geht gestärkt aus den Stadtratswahlen hervor - vor allem dank Sitzgewinnen der Jungparteien Juso, Junge Alternative und jglp.

    Bei den Bürgerlichen nimmt die FDP der SVP einen Sitz ab.

    Grosse Wahlverliererin ist die BDP, welche von 7 Sitzen auf deren 3 schrumpft.

    Damit wird nebsen dem Gemeinderat auch der Stadtrat in Bern linker.

    Hier finden Sie die Ergebnisse der Stadtratswahl.

  • 00:10  

    Endlich! Es ist 00:10 Uhr und die Ergebnisse der Stadtratswahl liegen vor:

    SP: 22 (23)
    SVP: 9 (10)
    GB: 9 (9)
    FDP: 9 (8)
    GFL: 8 (8)
    glp: 7 (7)
    BDP: 3 (7)
    CVP: 2 (2)
    EVP: 2 (2)
    JA!: 2 (1)
    JUSO: 2 (0)
    AL: 2 (1)
    GPB-DA: 1 (1)
    PdA: 1 (1)
    jglp: 1 (-)
    Jungfreisinnige 0 (0)
    SD: 0 (0)
    EDU: 0 (0)
    Mir si Bärn: 0 (-)

  • 23:50  

    Die Twitter-Gemeinde nimmt die (gewohnte) Verspätung mit Humor?





  • 23:30  

    Die neuste Vertröstungsmeldung: Die Resultate der Berner Stadtratswahlen werden nicht vor Mitternacht bekannt gegeben.

    Ja, was soll man da noch sagen? Wir sind uns in Bern ja langes Auszählen gewöhnt...

  • 23:10  

    Die Geschichte wiederholt sich. Wie bereits vor 4 Jahren brauchts auch dieses Jahr Geduld für die Resultate der Stadtratswahl. Wie die Stadt soeben mitteilt, werden die Ergebnisse erst zwischen 23:30 Uhr und Mitternacht erwartet.


  • 23:00  

    Und so sieht übrigens der neu gewählte Gemeinderat aus:


  • 22:50  

    Der Stadtberner Finanzdirektor Alexandre Schmidt (FDP) wurde nicht nur deshalb abgewählt, weil er weniger Stimmen machte als Reto Nause (CVP). Seiner liberal-bürgerlichen Liste fehlten insbesondere rund 3300 Listenstimmen.

    Das zeigt das Sitzverteilungsprotokoll, das die Stadt Bern am Sonntagabend im Internet aufschaltete. Werden doch die Berner Gemeinderatssitze in einer ersten Phase auf die verschiedenen Listen aufgeteilt, welche zu den Gemeinderatswahlen antraten.

    Die RGM-Liste machte 123'869 Stimmen und holte so auf Anhieb drei Vollmandate. Auch das erste Restmandat ging an RGM.

    Bei der dritten Sitzverteilung schliesslich war entscheidend, dass die Mitte-Liste auf 26'276 Stimmen gekommen war, die bürgerlich-liberale Liste nur auf 22'929. So erreichte die Mitte-Liste den höchsten so genannten Quotienten, der für die Verteilung der Restmandate ausschlaggebend ist, und holte den fünften Sitz.

  • Interview Erich Hess und Claudine Esseiva  

    Es gab bei diesen Wahlen keine bürgerliche Einheit – hat dies das Schicksal von SVP und FDP besiegelt?


    Video: Florine Schönmann

  • Interview Ursula Wyss  


    Ursula Wyss äussert sich erfreut über das Ergebnis von Rotgrün. Diese grosse Mehrheit sei auch mit Verantwortung gegenüber jenen Wählern verbunden, die sich nicht von RGM vertreten fühlten, sagt sie und fügt an, dass sich eine 4:1-Mehrheit im Gemeinderat abgezeichnet habe, weil die Bürgerlichen keine Einheit gewesen waren. Video: Florine Schönmann

  • Interview Alec von Graffenried  


    Am meisten Stimmen holte Alec von Graffenried; er lag fast 1500 Stimmen vor Ursula Wyss. Wie er sich dabei fühlt, sehen Sie im Videointerview.
    Video: Martin Bürki

  • 22:25  

    Im Prinzip können alle fünf Gemeinderatsmitglieder zur Stichwahl antreten. Alle Blicke sind zunächst auf von Graffenried gerichtet. «Ich denke, ich muss antreten», sagte er am Abend nach seiner glanzvollen Wahl in den Gemeinderat. Die übrigen Kandidierenden liessen sich zunächst nicht in die Karten blicken.

  • Interview Michael Aebersold  


    Michael Aebersold (SP) holt mit dem viertbesten Wahlresultat den vierten RGM-Sitz und ist neu im Gremium vertreten.
    Video: Martin Bürki

  • 22:15  

    Das RGM-Bündnis erhielt insgesamt 61,8 Prozent der Parteistimmen. Gegenüber den Wahlen 2012 legte Rotgrün also nochmals um rund zwei Prozent zu.

    Nauses Mitte-Liste holte sich den verbleibenden Sitz mit 13,1 Prozent. Die liberal-bürgerliche Liste von Alexandre Schmidt musste sich mit 11,4 Prozent bescheiden. Die SVP, die allein angetreten war und grosse Hoffnungen gehegt hatte, scheitert mit 10,6 Prozent.

    Damit haben die Bürgerlichen eine krachende Niederlage einstecken müssen.

  • Interview Reto Nause  


    Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) ist nach dem RGM-Sieg der letzte verbleibende bürgerliche Gemeinderat. Eine riesige Erleichterung bekundet der wiedergewählte Nause im Videointerview. Hart aber fair sei der Wahlkampf gewesen, sagt er. Ein richtiger Nervenkrieg seien die letzten Stunden gewesen.

    Auf die bürgerliche Niederlage angesprochen, äussert sich der Sicherheitsdirektor, dass dies wohl an den getrennten Listen von SVP und FDP gelegen sei. «Jetzt bin ich so etwas wie der letzte Mohikaner. Ich versuche diese Rolle gut zu spielen»

    Was das Stadtpräsidium angeht, wird Reto Nause im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten. «Ich werde Alec von Graffenried unterstützen», sagt er. Video: Martin Bürki

  • Interview Franziska Teuscher  


    Die GB-Kandidatin Franziska Teuscher ist nach ihrer klaren Wiederwahl erleichtert: «Ich war sehr unsicher, wie das Wahlresultat ausfallen würde.» Das Ergebnis sei eine Bestätigung für ihre Arbeit, so Teuscher. Video: Florine Schönmann

  • Interview Alexandre Schmidt  


    Der abgewählte Alexandre Schmidt (FDP) steht nach seiner Abwahl Red und Antwort. Video: Martin Bürki

  • 21:40  

    Offenbar gabe es Unregelmässigkeiten bei Wahlen, wie die Stadt Bern per Communiqué mitteilt. Rund 300 Zettel wurden mit der gleichen Handschrift ausgefüllt. Die Stadtkanzlei wird eine Strafanzeige einreichen, wie sie am späten Abend mitteilte. Die Unregelmässigkeit fiel demnach am Wochenende den Stimmenzählern auf. Betroffen sind Stadtpräsidiumswahl sowie die Gemeinderats- und die Stadtratsliste der SVP.

    Nach eingehender Prüfung erklärte der Stimmausschuss die etwa 300 Wahlzettel für ungültig. Die Strafanzeige der Stadt wird sich gegen Unbekannt richten. Es geht um Stimmenfang und allenfalls um Wahlfälschung, wie die Stadt in ihrem Communiqué schreibt.

    Weil ein Untersuchungsverfahren bevorsteht, will die Stadt keine näheren Angaben zu dem Fall machen.

  • 21:35  

    Hier die Resultate der Nichtgewählten:

    SVP:
    Erich Hess: 5'104
    Rudolf Friedli: 4'428
    Bernd Schildger: 3'566
    Daniel Lehmann: 3'206
    Jimy Hofer: 2'874

    Liberale:
    Schmidt Alexandre (FDP): 10'066
    Esseiva Claudine (FDP): 3'739
    Freiburghaus Barbara (FDP): 2'790
    Berger Thomas (JF): 2'733
    Gubser Beat (EDU): 2'327



    Mitte-Liste:
    Kohli Vania (BDP): 4'036
    Mettler Melanie (glp): 3'929
    Stürmer Matthias (EVP): 3'197
    Lindgren Maurice (jglp): 2'694


    Der Parteilosen:

    Theiler Stefan: 2'039
    Ferrari Pablo: 1'185
    Egli Andreas 670
    Steiger Margrit: 646
    Berounsky Alexandra: 626


    SD:
    Pulver Adrian: 3007

  • 21:32  

    In die Berner Stadtregierung gewählt sind somit:
    Von Graffenried (GFL): 31'127
    Teuscher (GB): 27'866
    Wyss (SP): 26'160
    Aebersold (SP): 23'351
    Nause (CVP): 11'033

    Der abgewählte Alexandre Schmidt holte 10'066 Stimmen.

  • 21:30  

    Nun sind die Resultate bekannt: RGM holt den 4. Sitz! Alec von Graffenried ist mit dem besten Resultat gewählt, auch SP-Mann Michael Aebersold schafft die Wahl. Alexandre Schmidt (FDP) ist abgewählt!

    Was ebenfalls eine Überraschung ist: Die Grüne Franziska Teuscher ist noch vor Stapi-Favoritin Ursula Wyss (SP) platziert.

    Reto Nause (CVP) ist neu der einzige bürgerliche Gemeinderat im neu gewählten Gesamtgremium.

  • 21:15  

    Die Verzögerung ist auf eine Informatikpanne zurückzuführen. Man habe gehofft, dass man sie bis 21 Uhr lösen könne. Für die Stadtratsresultate rechnet Walter Langenegger mit einer Verzögerung von einer Stunde.

  • 21:11  

    Da werden Erinnerungen an die letzten Wahlen wach. Vor vier Jahren wurde erst nach Mitternacht über die Stadtratsresultate informiert. Auf Twitter machen sich bereits wieder die ersten lustig über das langsame Bern.





  • 21:00  

    Typisch Bern: Die Wahlergebnisse verzögern sich weiter. Neuer Termin ist 21:30 Uhr. Für den städtischen Infochef Walter Langenegger gibts Pfiffe im Rathaus, als er die Verspätung verkündet. Er fügt jedoch an, dass die Zeitangabe «dies mau würklech» gelte.


  • 20:55  

    Ein zweites Mal am heutigen Abend steigt die Nervosität im Berner Rathaus. In wenigen Augenblicken werden die Resultate der Gemeinderatswahl bekannt gegeben. Der Saal füllt sich, die Spannung wird greifbar...

  • 20:00  

    Wie schon bei der Stapi-Wahl verzögern sich auch die Resultate der Gemeinderatswahlen um rund eine halbe Stunde. Eine der grossen Fragen wird sein: Holt sich RGM einen vierten Sitz oder bleibt das Verhältnis beim gegenwärtigen 3:2-Verhältnis?


  • 19:45  

    Insgesamt 800 Personen beschäftigten sich mit dem Auszählen der Stimmen von Wahl- und Stimmzetteln. Trotzdem kam es zu Verzögerungen. Die Schlangen vor den sechs Wahl­lokalen in Bern waren gegen Mittag noch ungewöhnlich lang. Hier finden Sie einen separaten Artikel zum Thema.

  • 19:30  

    Den Vorsprung auf Wyss holte von Graffenried im bürgerlich dominierten Kirchenfeldquartier, wie ein Blick auf das Protokoll der Wahl zeigt. Dort lag der Grünen-Politiker gut 1400 Stimmen vor der Sozialdemokratin. In allen anderen Stadtteilen sind die beiden Kandidierenden nahe beieinander.

    Klar ist, dass das Berner Stadtpräsidium vom 1. bis 15. Januar 2017 unbesetzt bleibt. Die fünf gewählten Gemeinderatsmitglieder führen die Geschäfte in dieser Zeit «in corpore», wie die Stadt Bern am Abend mitteilte. Die erste ordentliche Sitzung des neuen Gemeinderats findet demnach am 11. Januar statt.

    Die wiedergewählten Gemeinderatsmitglieder führen bis zur Neukonstituierung ihre bisherige Direktion weiter. Die neu gewählten Gemeinderatsmitglieder übernehmen in dieser Übergangsphase noch keine Direktion und arbeiten sich in die Gemeinderatsgeschäfte ein. Die definitive Direktionszuteilung erfolgt nach der Stichwahl. (sda)

  • 19:20  

    Ob von Graffenried die Hürde zum Gemeinderat nimmt, ist offen, wird aber um ca. 20 Uhr klar sein. Das Resultat der Stadtpräsidentenwahl stimme ihn jedenfalls zuversichtlich, sagte von Graffenried.

    Die SP-Kandidatin Ursula Wyss war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar. SP-Copräsident Stefan Jordi geht davon aus, dass Wyss in den zweiten Wahlgang am 15. Januar steigt und auch von Graffenried dies tun wird. Das alles werde aber wohl erst am Montag entschieden, sagte Jordi.

    Stéphanie Penher vom Grünen Bündnis bezeichnete Franziska Teuschers Resultat als «sehr schön». Wie es weitergehe, sei offen. Im Vorfeld seien keine Absprachen zu einer Stichwahl getroffen worden. (sda)

  • 19:10  

    FDP-Gemeinderat Alexandre Schmidt zeigte sich nach der Stadtpräsidiumswahl am Sonntagabend enttäuscht. Das Resultat sei eine kalte Dusche für alle Bürgerlichen und auch für ihn selber, sagte Schmidt. Aufgrund der Situation hätten viele Bürgerliche bei der linken Ausmarchung mitgewirkt - will heissen Alec von Graffenried ihre Stimme gegeben.


    Video: Martin Bürki

    Das Ergebnis sei ein klares Zeichen, dass es nun künftig eine starke bürgerliche Allianz brauche. Die Verzettelung der Kräfte bei diesen Wahlen habe sich gerächt, führte Schmidt aus.

    Aus den Resultaten der Stadtpräsidiumswahl will Schmidt noch keine Schlüsse im Hinblick auf die Gemeinderatsergebnisse ziehen, wie er sagte. Oberste Priorität der bürgerlichen Wähler sei es offenbar gewesen, Ursula Wyss zu verhindern.

  • 19:02  

    Im zweiten Wahlgang beginne sowieso alles wieder bei Null, gibt sich Alec von Graffenried (GFL) über sein Top-Resultat gelassen. «Das wird eine Mobilisierungssache, gerade weil die Beteiligung wohl nächstes Mal geringer ausfallen wird.» Auch will er den sich anbahnenden Zweikampf mit Ursula Wyss (SP) und dessen Auswirkungen auf das RGM-Bündnis nicht dramatisieren:


    Video: Martin Bürki

  • 18:59  

    Weit abgeschlagen: SVP-Kandidat Erich Hess kommt auf 1421 Stimmen. Dieses Resultat sei jedoch nicht massgebend, sagt er im Video.


    Video: Florine Schönmann

  • 18:57  

    Wyss und Teuscher auf Tauchstation: Die Stapi-Kandidatinnen Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher (GB) sind noch nicht im Rathaus. Sie werden erst zur Bekanntgabe der Resultate des Gemeinderates eintreffen.

  • 18:45  

    An der Stichwahl im Januar teilnehmen können theoretisch alle fünf Personen, die am heutigen Sonntag in die Stadtregierung gewählt werden. Das Ergebnis der Gemeinderatswahlen soll in den nächsten Stunden verkündet werden. Es bleibt spannend.

  • Wahlbeteiligung  

    Die Wahlbeteiligung bei den Stadtpräsidiumswahlen lag übrigens bei 51,7%.

  • 18:37  

    Was für eine Überraschung! GFL-Kandidat von Graffenried sticht im ersten Wahlgang seine Bündnispartnerinnen Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher (GB) aus. Somit wird es im zweiten Wahlgang an 15. Januar zu einem Showdown ums Stapi-Amt zwischen von Graffenried und Wyss kommen.

  • 18:35  

    Hier die weiteren Resultate:

    Alec von Graffenried (GFL): 13‘846
    Ursula Wyss (SP): 12‘368
    Franziska Teuscher (GB): 6916
    Reto Nause (CVP): 3282
    Alexandre Schmidt (FDP): 2840
    Erich Hess (SVP): 1421
    Rudolf Friedli (SVP): 1065
    Stefan Theiler (parteilos): 519
    Daniel Lehmann (SVP): 300

  • 18:30  

    Die ersten Ergebnisse der Stapi-Wahl sind da: Alec von Graffenried liegt im ersten Wahlgang vorne!


  • 18:25  

    Die SP und die Grünen haben sich an diesem Wahlsonntag im Progr eingerichtet. Bei Bier, Wein und Suppe wartet man auf die Ergebnisse.

    Auch Schriftsteller Pedro Lenz genehmigt sich hier ein Gläschen. Auf eine Prognose für die heutige Wahlergebnisse angesprochen, sagte er: «YB gewinnt 2:1.». Er sollte Recht behalten.

  • 18:15  

    Gemeinderatskandidat Thomas Berger ist auch im Rathaus eingetroffen, aber mit dem Kopf ist er in Burgdorf: «Nur vier Stimmen fehlten dem Jungfreisinn.»

  • 18:10  

    Von offizieller Seite heisst es nun, dass die Ergebnisse der Stapi-Wahl um 18:30 Uhr im Rathaus verkündet werden. Die Spannung steigt...


  • 17:52  

    Laut Walter Langenegger, dem Leiter des Informationsdienstes der Stadt Bern, werden die Wahlresultate mit einer Verspätung von 15 bis 30 Minuten bekanntgegeben. Dies aufgrund der langen Schlangen vor den Wahlurnen. Dass die Urnen länger als bis um 12 Uhr geöffnet waren, sei rechtens, erklärt er im Video.


    Video: Florine Schönmann

  • 17:00  

    Stapi-Kandidat Erich Hess lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Seit gut einer halben Stunde ist auch er im SVP-Apéro-Stübli, im Rathauskeller, eingetroffen.

    Er sei nicht nervös, er habe ja nichts zu verlieren. Und die SVP noch viel weniger. Auf seine Stadtpräsident-Kandidatur angesprochen, sagt er: «Ganz ehrlich, wir wissen beide, dass ich mir da nicht zu viele Chancen erhoffen kann.» Er habe einen gemütlichen Sonntag verbracht. Er habe eher lange geschlafen, da er gestern noch bis spät unterwegs gewesen sei.

    Dann liess der sich gelassen gebende Erich Hess doch noch ein wenig Nervosität aufblitzen. Der Rathauskeller sei ein tolles Lokal für einen solchen Sonntag, sagt er. Nur Zigaretten gebe es keine. «Heute braucht es aber eine oder zwei mehr als sonst.»

  • 16:30  

    Nicht nur Köpfe werden am Sonntag in Bern gewählt, sondern auch über städtische Vorhaben konnten die Berner abstimmen. Wie die Stadt soeben mitgeteilt hat, sind alle drei Vorlagen angenommen worden.



  • 16:00  

    Seit gut zwei Stunden hat Jasmin Keckeis Feierabend. Sie war das ganze Wochenende in der Sporthalle Weissenstein und wertete mit weiteren 800 Wahlhelfern die Abstimmungszettel aus. Die Bernerin erzählt, wie sie an diesem unfreiwilligen Einsatz dann doch Gefallen fand:


    Video: Claudia Salzmann

  • 15:15  

    Langsam sickert der Unmut gewisser Politiker in den sozialen Medien durch über die verspätete Schliessung des Wahllokals am Berner Hauptbahnhof. Offenbar wurden auch weit nach 12 Uhr - der offiziellen Schliessung der Wahllokale - noch Wahlzettel in die Urne gelegt, weil der Andrang dazumal noch so gross war.

    Auf Facebook schreibt etwa SVP-Grossrat Thomas Fuchs leicht spöttisch: «12.30 Uhr und in Bern kann man immer noch anstehen und abstimmen! Was soll das? Rot-grün will wohl auch noch die Linken Langschläfer wählen lassen.»

  • 15:00  

    Auf Twitter verspricht von Graffenried, dass er bei seiner Ausstiegsstelle ein neues «Stägli» bauen lasse, falls er Stapi werde. Offensichtlich bereiteten ihm die rutschigen Steine etwas Mühe (siehe Video)


  • 14:45  

    Und hier noch der fotografische Beweis, dass von Graffenried die 350 Meter lange Schwimmstrecke bewältigt hat. Im Anschluss gönnte sich der Stapi-Kandidat mit welschen Kollegen ein Fondue zum Aufwärmen.

  • 14:30  

    Das traditionelle Zibeleschwümme ging am Sonntag auch noch über die Bühne. Eine Reporterin vor Ort bezeugte, dass sich auch Stapi-Kandidat Alec von Graffenried darunter befand. Kurz den Kopf abkühlen vor dem hitzigen Showdown kann sicher nicht schaden.

    Von Graffenried nimmt seit 2004 am Schwimmen teil, damals verlor er eine Wette, doch heute ist er ein überzeugter Zibeleschwimmer.


    Video: Claudia Salzmann

  • Jetzt gehts ans Auszählen  

    Mittlerweile sind die Wahlurnen in der Sporthalle Weissenstein angekommen. Für die insgesamt 800 Helferinnen und Helfer vor Ort geht es nun ans Auszählen der Wahl- und Stimmzettel. In einem Schwall ergiesst sich der Inhalt der Urnen über die in der Turnhalle aufgestellten Tische, dann geht’s ans kontrollieren, sortieren und bereinigen der Stimmzettel.

    Um die Wahlergebnisse dieses Jahr früher vorliegen zu haben, wurde gestern bereits viel Vorarbeit geleistet: Zwischen 8 und 18 Uhr wurden die brieflich eingegangenen Wahlzettel elektronisch erfasst.

    Bisher wurde dieser Schritt erst am Sonntag getätigt. Ob man den vorgegebenen Zeitplan einhalten kann, bleibt auf Grund der langen Schlangen vor den Wahllokalen jedoch unklar. Der allgemeine Tenor in der Sporthalle: So spät wie dieses Jahr wurden die Urnen noch nie geliefert.

  • Humorvolle Einlage  


  • Geduldiges Wartespiel  




    Auf Twitter zeigt ein Video, wie riesig der Andrang beim Hauptbahnhof kurz vor Mittag war. Diverse Tweets sprechen von Wartezeiten bis zu 45 Minuten.

  • Lange Wartezeiten vor Stimmlokalen  

    Bis 12 Uhr waren die Urnen geöffnet. Offenbar haben sich sehr viele Bernerinnen und Berner den Sonntagmorgen zur Stimmabgabe vorgenommen. Denn vor diversen Wahllokalen in der Stadt bildeten sich ellenlange Menschenschlangen, so etwa beim Schulhaus Spitalacker oder beim Türmlischulhaus in der Länggasse. Es mussten lange Wartezeiten in Kauf genommen werden.

    Besonders ärgerlich muss es für die Wählerinnen und Wähler beim Spitalacker-Schulhaus gewesen sein, als sie feststellten, dass die Polizei rund ums Wahllokal schamlos Parkbussen verteilte, wie ein Reporter vor Ort berichtete.

  • Hohe Stimmbeteiligung?  


    Vor dem Schulhaus Spitalacker stehen die "Last-Minut-Wähler" kurz vor Mittag Schlange.
    Video: Christoph Albrecht

  • Grossandrang auch am Hauptbahnhof  

    Auch beim Hauptbahnhof war der Andrang gross. Kurz vor Mittag zog sich die Schlange vom Abstimmungslokal durch den Bahnhof, beim Hauptausgang hinaus und um den Bahnhof herum bis vors Abstimmungslokal. Um 12 Uhr reihte sich Stadtschreiber Jürg Wichtermann am Ende der Schlange ein und bildete «den Besenwagen», wie er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

    Wer vor Wichtermann anstand, wurde auch nach 12 Uhr noch ins Wahllokal eingelassen, wer danach kam, konnte nicht seine Stimme nicht mehr abgeben. Es wäre nicht fair, wenn Leute, die sich vor 12 Uhr in die Schlange eingereiht hatten, nicht mehr abstimmen könnten, führte Wichtermann aus.

    Immerhin: die abstimmungswilligen Bürgerinnen und Bürger mussten vor dem Bahnhof bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf jeden Fall frieren. Die meisten nahmen die Warterei mit Humor und bernischer Gelassenheit.

  • Prognosen  

    Top-Favoritin ist Gemeinderätin Ursula Wyss (SP). Gefährlich werden könnte ihr am ehesten alt Nationalrat Alec von Graffenried (GFL). Wer immer in den Erlacherhof einziehen wird, muss dem Gemeinderat angehören. Die Stadtregierung wird in linker Hand bleiben - die Frage ist, ob das regierende Rot-Grün-Mitte-Bündnis weiterhin drei der fünf Sitze besetzt oder sogar einen vierten Sitz holen kann.

    Im bürgerlichen Lager hofft Alexandre Schmidt (FDP) auf die Wiederwahl. Die allein antretende SVP könnte ihm den Sitz allerdings abnehmen. Der Mitte-Sitz von Reto Nause (CVP) ist ebenfalls nicht sicher.

  • Ablauf und erste Resultate  

    Erste Resultate der Stadtberner Wahlen werden heute am frühen Abend erwartet. Gegen 18 Uhr soll im Rathaus das Ergebnis der Stadtpräsidiums-Wahl verkündet werden. Neun Kandidierende stehen zur Auswahl, das absolute Mehr dürfte niemand erreichen.

    Das Resultat der Gemeinderatswahlen soll um etwa 20 Uhr verkündet werden. Zwei Stunden später soll auch bekannt sein, welche 80 Köpfe das neue Stadtparlament bilden werden.

  • Ausgangslage  

    Bern wählt. Heute Sonntag entscheidet das Stadtberner Stimmvolk, wer in den nächsten vier Jahren als Stadtpräsident oder -präsidentin in den Erlacherhof einziehen wird, wer einen Gemeinderatssitz ergattern wird und wer sich im Stadtrat einnisten kann.

    Wahl zum Stadtpräsidenten/Stadtpräsidentin

    Der amtierende Stadtpräsident Alexander Tschäppät wurde 2004 gewählt. Nach 12 Jahren im Amt (2005 - 2016) trat Tschäppät nicht mehr zur Wiederwahl an. Es ist hart umkämpft, wer seine Nachfolge antreten darf. Folgende KandidatInnen bewarben sich als Tschäppät-Nachfolge:



    Gemeinderatswahlen

    25 Kandidatinnen und Kandidaten von links bis rechts bewarben sich um einen Sitz im Gemeinderat. Fünf von ihnen werden gewählt.



    Stadtratswahlen

    19 Listen wurden für die Stadtratswahlen eingereicht, insgesamt 510 Kandidierende finden sich darauf. Der Stadtrat besteht aus 80 Mitgliedern.

    Berichterstattung

    Im Vorfeld der städtischen Wahlen hat bernerzeitung.ch den aussichtsreichsten GemeinderatskandidatInnen je ein Multimedia-Porträt gewidmet. Ausserdem stellten sich diese im Fragen-Duell ihren Gegnern. Eine Übersicht zu der gesamten Berichterstattung zu den städtischen Wahlen finden Sie hier.

(chh/cla/mib/tag)

(Erstellt: 28.11.2016, 01:36 Uhr)

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Nationalstolz: Eine Büste des Real-Madrid-Spielers Cristiano Ronaldo schmückt den Flughafen in Funchal auf der Insel Madeira, Portugal. Es gibt aber auch Stimmen, die das Kunstwerk recht missraten finden. Nach dem Gewinn der Europameisterschaften 2016 wird der Flughafen neu nach dem Weltfussballer benannt (29. März 2017).
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