Ärger wegen Rauchern am Barstreet-Festival
Von Jonathan Spirig. Aktualisiert am 11.01.2010 23 Kommentare
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Grösstes Hallenfestival der Schweiz
Seit über 10 Jahren strömen jedes Jahr über 40'000 Besucher in die Festhalle auf dem Bea-Expo-Gelände. Das diesjährige Festival findet vom 8. Januar bis am 6. Februar statt. Gefeiert wird jeweils am Freitag und am Samstag.
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bernerzeitung.ch-Leser T.Z. ist empört. Er war am Freitag am Barstreet-Festival in Bern und musste feststellen, dass es mit der Durchsetzung des Rauchverbotes nicht klappte. «Es ist eine Frechheit! Von wegen separate Raucherlounges! Im Vorraum der Toiletten wurde gequalmt was das Zeug hält», schreibt der Nichtraucher in einer Mail.
Der Bereich bei den Toiletten neben der Bühne sei zudem gleich offiziell als Raucherlounge erklärt worden. «Man muss diese Raucherlounges durchqueren wenn man auf die Toilette will.»
Veranstalter kennen Problem
Weil die Räume nicht abgetrennt sind, verbreite sich der Dunst zudem ungehindert in der Festhalle. Sobald keine Security mehr in Sichtweite sei, werde gequalmt.
Die Veranstalter kennen das Problem und arbeiten an Lösungen. «Ich war am Freitag vor Ort und habe auch gesehen und gerochen, dass geraucht wurde», bestätigt der stellvertretende Projektleiter Jürg Werren die Vorwürfe.
Sie hätten für die rauchfrei-Premiere grossen Aufwand betrieben und geheizte Raucherzelte zur Verfügung gestellt. Je später der Abend wurde, desto kleiner wurde aber der Respekt. «Obwohl wir mit Durchsagen, Nachrichten auf Bildschirmen und Schildern darauf aufmerksam gemacht haben, verstiessen immer mehr Raucher gegen das Verbot.»
Schwer zu kontrollierende Masse
Es sei extrem schwierig über 4000 Gäste in der grossen Lokalität ständig zu kontrollieren. Zudem senke der Alkoholkonsum auch die Hemmschwelle.
Werren ist aber überzeugt, dass sich die Raucher bald an das Verbot gewöhnen werden. Um kurzfristig für eine Besserung zu sorgen, wollen die Veranstalter noch offensiver kommunizieren. «Wir werden die Gäste am Eingang darauf hinweisen und im Newsletter und auf der Homepage noch deutlicher darauf aufmerksam machen.» Zudem soll die Beschilderung ausgeweitet werden.
Eine Grundlage fürs Rausschmeissen von Verbotsbrechern sieht Werren indes noch nicht. Die Security werde aber angewiesen die Raucher zu ermahnen. «Es war der erste Versuch im ersten rauchfreien Jahr. Wir setzen noch auf Prävention.»
Noch keine offiziellen Beschwerden
Beschwerden seien bei den Veranstaltern bis jetzt noch nicht eingegangen, jedenfalls nicht von Nichtrauchern.
Marc Heeb von der Gewerbepolizei stellt fest, dass auch bei ihnen noch nicht reklamiert wurde. «Der Veranstalter hat im Vorfeld viel für einen rauchfreien Anlass getan. Wir werden in den nächsten Wochen kontrollieren, ob das Dispositiv auch wirklich hält», so Heeb.
Anschliessend werde man mit den Verantwortlichen besprechen, wie man allfällige Probleme beheben könnte. Es sei extrem schwierig so viele Leute zu kontrollieren, bestätigt er. Wem diese Massnahmen nicht genügen, könne bei der Gewerbepolizei eine Anzeige deponieren, sagt Heeb weiter. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.01.2010, 11:40 Uhr
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23 Kommentare
Es ist absolut normal das geraucht wird. Das gehört dazu. Ich vermute das die empörten genau aus diesem Grund da waren. als private Blockwarte. Zitat: Zudem senke der Alkoholkonsum auch die Hemmschwelle. Ich schlage vor: Rauchfrei im Gemeindehaus mit Kamillentee und die Nanny passt auf ! Antworten
Gemäss obigen Angaben und Beschrieb ist es doch einfach ein Bedürfnis für sehr viele Besucher eines solchen Anlasses, zu rauchen. Warum wird hier so blödsinnig rigoros ein Rauchverbot durchgesetzt?? Jahrzehnte lang hat sich niemand beschwert und niemand hat gemeckert, wenn in Bars usw. geraucht wurde, jetzt wollen sich einige Leute profilieren mit unwahren Statistiken und Studien!! Antworten
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