Jugendliche pöbeln im Shoppyland

SchönbühlIm Einkaufszentrum in Schönbühl sorgen Jugendliche für Stunk. Sie pöbeln Kunden und Mitarbeiter an, beschimpfen diese teilweise aufs Übelste. Die Zentrumsleitung hat nun reagiert und den Sicherheitsdienst aufgestockt.

Besucher beschweren sich vermehrt über pöbelnde Jugendliche im Shoppyland.

Besucher beschweren sich vermehrt über pöbelnde Jugendliche im Shoppyland. Bild: Stefan Anderegg

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Am schlimmsten ist es während der schulfreien Zeit. Etwa am Mittwochnachmittag oder am Wochenende, wenn im Shoppyland Schönbühl jeweils bis zu 50 Jugendliche die Zeit totschlagen. Gemäss einem Beitrag von Radio Energy sorgen die herumlungernden Teenager dabei regelmässig für dicke Luft. In letzter Zeit haben sich Beschwerden von Kunden gehäuft, die sich belästigt fühlen.

Zentrumsleiter Karl Gorsat bestätigte gegenüber der Radiostation: «Die Jugendlichen beschimpfen unsere Kunden und Mitarbeiter mit Wörtern, die ich lieber nicht nennen möchte.» Dabei stehen sie oft in grösseren Gruppen zusammen und versperren anderen Besuchern den Weg. Für Gorsat haben die Unruhestifter jeglichen Respekt vor älteren Personen verloren. «Das beelendet mich», so sein drastisches Fazit.

Karl Gorsat über die Konflikte im Einkaufstempel (Quelle: Radio Energy).

Die Migros Aare relativiert

Nicht ganz so dramatisch sieht man es bei der Migros Aare, der Betreiberin des Shoppingcenters. Gemäss Mediensprecher Reto Wüthrich hat man zwar Kenntnis von den Pöbeleien, ein neues Phänomen sei dies aber nicht. «Einkaufszentren sind beliebte Treffpunkte bei Jugendlichen.» Das gelte generell, etwa auch für das Westside in Brünnen. Und: «Die meisten verhalten sich anständig und gehören zu unserer Kundschaft. Es gibt aber auch solche, die nicht wissen, wie man sich benimmt.»

Wüthrich vermutet ausserdem, dass auch das garstige Wetter zu den Zwischenfällen im Shoppyland beigetragen hat. Aufgrund der Kälte und mangels Alternativen ziehe der Einkaufstempel im Winter vermehrt Jugendliche an. Entsprechend höher sei das Konfliktpotenzial.

Mehr Sicherheitskräfte

Besonders aussergewöhnlich sind die Zwischenfälle also nicht. Offenbar haben sie auch kein kriminelles Niveau erreicht. Denn bislang sah die Migros davon ab, die Polizei beizuziehen. Auch Hausverbote wurden keine ausgesprochen. Verharmlosen mag Wüthrich die Situation trotzdem nicht. Er stellt klar: «Sobald sich die Kundschaft gestört fühlt, müssen wir handeln.»

Und in Schönbühl wurde gehandelt. Karl Gorsat lässt vermehrt Sicherheitspersonal im Zentrum patrouillieren. Notfalls greift er auch selber ein, etwa um Unruhestifter aufzufordern, das Zentrum zu verlassen. «Mir gegenüber verhalten sie sich in solchen Situationen dann meist korrekt.» Das Problem sei nur: «Meistens sind sie nach einer halben Stunde wieder zurück.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

(Erstellt: 09.01.2017, 17:07 Uhr)

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