Grünes Bündnis für Ursula Wyss

Es sei Zeit für eine Frau im Stadtpräsidium: Das Grüne Bündnis empfiehlt SP-Gemeinderätin Ursula Wyss zur Wahl.

Ist Ursula Wyss wirklich bald «die Stapi»? Das Grüne Bündis empfiehlt sie zur Wahl.

Ist Ursula Wyss wirklich bald «die Stapi»? Das Grüne Bündis empfiehlt sie zur Wahl. Bild: Urs Baumann

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Das Grüne Bündnis (GB) spricht sich «grossmehrheitlich» für Ursula Wyss (SP) als Stadtpräsidentin aus. Dies entschied die Partei am Mittwochabend an ihrer Mitgliederversammlung, zu der keine Medien zugelassen waren. Mit der Wahl von Wyss könne «erreicht werden, dass die Stadt Bern nach 49 Jahren Frauenstimmrecht endlich von einer Frau präsidiert wird», schrieb das GB in einer Mitteilung.

Das GB nimmt damit innergrüne Spannungen in Kauf: Der Entscheid für Wyss ist auch einer gegen den GFL-Kandidaten Alec von Graffenried, dessen Partei wie das GB zu den Grünen Kanton Bern und Schweiz gehört. Allerdings habe die GFL signalisiert, dass ein Votum für Wyss keine grundsätzliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Parteien auslösen werde, sagte GB-Präsidentin Stéphanie Penher auf Anfrage.

Tatsächlich hatte GFL-Präsidentin Brigitte Hilty Haller gegenüber dieser Zeitung gesagt, es sei «legitim», eine Frau im Stadtpräsidium zu fordern. Das GB habe seit seiner Gründung «klar das Profil einer frauenfördernden Partei», so die Mitteilung von Mittwochabend.

Gute Erfahrungen mit der SP

In den 24 Jahren mit einer Mehrheit von Rot-Grün-Mitte (RGM) sei das GB immer in der Regierung vertreten gewesen und habe in dieser Zeit gut mit der SP zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit wolle man weiterhin pflegen, so GB-Präsidentin Penher – genau so wie jene mit der GFL, mit der man weiterhin gemeinsam auf allen Ebenen «für eine ökologische, soziale, solidarische und selbst­bestimmte Gesellschaft» kämpfen werde. Kaum war die Neuigkeit bekannt, bedankte sich Wyss auf Twitter beim GB für die Unter­stützung. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 14.12.2016, 23:15 Uhr)

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