Ferenbalm-Gurbrü

Die Züge halten noch zwei Jahre

Ferenbalm-GurbrüIm März besiegelt der Grosse Rat wohl das Ende der BLS-Halte­stelle Ferenbalm-Gurbrü. 2018 soll es so weit sein – drei Grossräte kämpfen dafür, dass wenigstens der Bus­ersatz besser wird als geplant.

Daniel Schwaar (rechts) kämpft mit den regelmässigen Bahnfahrern Andrea Niklaus und Ueli Balmer für den Halt in Ferenbalm-Gurbrü.

Daniel Schwaar (rechts) kämpft mit den regelmässigen Bahnfahrern Andrea Niklaus und Ueli Balmer für den Halt in Ferenbalm-Gurbrü. Bild: Urs Baumann

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Die Schliessung der Halte­stelle Ferenbalm-Gurbrü ist schon länger ein Thema. Nun wird definitiv entschieden, ob der Name der beiden Dörfer an der BLS-Linie von Bern nach Neuenburg aus den Bahnfahrplänen verschwinden wird: Im Februar debattiert die vorberatende Kommission und im März der Grosse Rat dar­über, ob die Leute aus diesem Gebiet statt in den Zug künftig in den Bus steigen werden.

Um die Details macht der Kanton im Augenblick noch ein Geheimnis. Doch so viel scheint bereits klar: Über die Bühne gehen wird der Wechsel wohl Ende 2018. Dann übergibt die BLS den neuen Rosshäuserntunnel dem fahrplanmässigen Betrieb und harmonisiert gleichzeitig das Angebot von S 5 und S 52.

Fortan machen neben den Zügen der S 52 auch jene der S 5 in Riedbach und Rosshäusern einen Halt, was den beiden Bahnhöfen den Halbstundentakt beschert. Möglich wird dies, weil die Fahrzeit dank des Tunnels um anderthalb Minuten kürzer wird. Das wiederum ist allerdings zu wenig, damit die Züge anschliessend auch noch Ferenbalm-Gurbrü bedienen können. Unter dem neuen Regime werden sie hier durchfahren.

Der Verzicht auf den Halt bereitet einen weiteren Ausbauschritt vor. Mittelfristig soll der Regioexpress von Bern nach Neuenburg statt stündlich ebenfalls halbstündlich verkehren. Dann wird es umso wichtiger sein, dass die Züge pünktlich in Gümmenen und in Kerzers ankommen und losfahren – denn im einspurigen Flaschenhals dazwischen, an dem Ferenbalm-Gurbrü liegt, ist Kreuzen unmöglich.

Trotzdem haben BDP-Grossräte aus der Region die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Ungeachtet dessen, dass sie gerade erst eine Niederlage einstecken mussten: Mit zwei Vorstössen wollten Daniel Schwaar, Anita Herren und Jakob Etter erreichen, dass die Haltestelle bis 2021 eine Gnadenfrist erhält. Wenn nicht, müsse der Busbetrieb wenigstens so verbessert werden, dass sich die Fahrzeit für viele nicht derart verlängere.

Doch das grossrätliche Büro wies die beiden Vorstösse zurück, weil sie so kurz vor der parlamentarischen Debatte in unzulässiger Art in einen laufenden Prozess eingriffen. Vor diesem Hintergrund lud Schwaar gestern zum Ortstermin, um die Forderungen in aller Öffentlichkeit zu bekräftigen. Ein Dorn im Auge ist ihm vor allem, dass der Bus auf der Fahrt zum Bahnhof Gümmenen den Umweg über Biberen nehmen soll. Der Kurs müsse direkter sein, weil die meisten Passagiere nahe der heutigen Haltestelle wohnen würden.

Die Website der IG Bahnhof Ferenbalm-Gurbrü finden Sie unter ferenbalm-gurbrue.jimdo.com. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.01.2017, 08:36 Uhr

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