Überzeitenbewilligung nur mit Fumoir

Aktualisiert am 09.09.2009 6 Kommentare

Gastgewerbebetriebe, die in der Stadt Bern eine generelle Überzeitbewilligung bis fünf Uhr früh beantragen, sollen strikte Bedingungen zum Lärmschutz einhalten.

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Regierungsstatthalterin Regula Mader hat diese am Mittwoch bekannt gegeben. So will sie unter anderem, dass die Lokale lediglich einzelne Nächte pro Woche bis fünf Uhr geöffnet werden können. Daneben müssen sie über ein Fumoir verfügen, über Schallschutzschleusen am Eingang und einen professionellen Ordnungsdienst im und vor dem Lokal.

Fenster und Türen seien konsequent geschlossen zu halten und ab halb ein Uhr früh darf vor dem Lokal nichts mehr konsumiert werden. Daneben will Mader auch ein Konzept für die Abfallbeseitigung.

Die betroffenen Betriebe erhalten nun Gelegenheit, sich zu äussern. Danach wird die Regierungsstatthalterin für jeden einzelnen Betrieb individuell über die Bewilligung entscheiden.

Rauchverbot fördert Lärm

Insgesamt haben in der Stadt Bern zehn Gastgewerbebetriebe eine solche Überzeitbewilligung beantragt. Zunächst bewilligte Mader die Gesuche für eine befristete Zeit bis Ende Oktober 2009. Experten sollten bis dahin klären, wie sich die verlängerten Öffnungszeiten auf die Umgebung auswirken.

Von März bis August wurden verschiedene Betriebe an acht verschiedenen Wochentagen und an Wochenenden beobachtet und die Besucherströme analysiert. Aus einem entsprechende Bericht geht hervor, dass der Lärm vor dem Lokal seit Einführung des Rauchverbots zugenommen hat.

Wegen der verlängerten Öffnungszeiten bewegten sich die ganze Nacht über Personen oder Gruppen durch die Stadt. Nach drei Uhr früh zirkulierten vorwiegend «lärmintensive Gäste».

Von den restriktiven Bedingungen erhofft sich Mader, dass übermässige Lärmbelastungen ausbleiben. Sollte dies nicht reichen, müssten weitere Massnahmen ergriffen werden. Diese könnten nachträglich als Verwaltungszwangsmassnahmen verfügt werden. (rue/sda)

Erstellt: 09.09.2009, 15:20 Uhr

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6 Kommentare

rolf berner

09.09.2009, 16:46 Uhr
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natürlich muss nicht alles sein wie "früher" .da ging man um 9 in den ausgang, um 00.30 war feierabend , oder so. keine besäufnisse, nicht so viel lärm, keine transportprobleme,und am morgen waren die leute fit zum arbeiten. aber bis 05 uhr??das sollte nicht bewilligt werden,schon gar nicht in einem wohnquartier.heute wird alles übertrieben und als normal empfunden. !!! Antworten


heikki ott

09.09.2009, 18:05 Uhr
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Das wird ja immer toller mit der Schweiz. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Bern und werde mich vorbildllich verhalten. Nach meinen beruflichen Tätigkeiten sofort ins Hotel und nicht mehr gerührt. Bei der Regulierungswut der Schweizer vergeht einem die Lust am fortgehen. Ich werde mich in meiner Freizeit von einer durchgeknallten Regierungstatthalterin nicht drangsalieren lassen. Antworten



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