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Zytglogge wird zur TV-Kulisse

Von Wolf Röcken. Aktualisiert am 18.07.2012 6 Kommentare

Mitte August strahlt das Fernsehen die Livesendung «SF bi de Lüt» von der Kramgasse aus. Die Stadt erlässt dem Fernsehen für den Auftritt Gebühren in der Höhe von rund 56'000 Franken.

Der Zytglogge: Hier wird «SF bi de Lüt» aufgezeichnet.

Der Zytglogge: Hier wird «SF bi de Lüt» aufgezeichnet.
Bild: zvg/swissimage.ch

Als Kulisse dienen Städte: Im Juli und August ist die Sendung «SF bi de Lüt» an sieben Standorten zu Gast. Zürich zum Auftakt und Rheinfelden waren schon an der Reihe. Es folgen Freiburg (am kommenden Wochenende), St.Gallen, Schwyz, Davos – und zum Finale am 18.August Bern.

In Zürich gab es Kritik nach der Sendung. Die Zürcher hatten die SF-Crew auf dem Turbinenplatz in Zürich-West empfangen – einem «betonierten Retorten-Areal» (NZZ). Die Kritikerin des Tagesanzeigers sah ein «wildes Potpourri aus längst Gesehenem». Das urbane Zürich habe die SF-Crew nicht gezeigt.

Die Stadt Bern geht das Wagnis mit einem urbanen Schauplatz als Kulisse bewusst nicht ein. «SF bi de Lüt» mit Nik Hartmann findet in Bern in der Oberen Kramgasse vor dem Zytglogge statt. Das sei sein Vorschlag gewesen, sagt Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP). «Wenn eine grosse Samstagabend-Kiste mit schweiz-touristischer Ausstrahlung aus Bern gezeigt wird, dann vor einem der Wahrzeichen», sagt Tschäppät.

SF von Gebühren befreit

Für den SF-Auftritt fliesst kein Geld seitens der Stadt, budgetiert sind dennoch 56'000 Franken. Die Summe entspricht ungefähr den Gebühren, welche die Stadt dem Sender erlässt. Da wären zum einen die Gebühren für die Benutzung der Kramgasse. Dazu kommen die Kosten für Polizei, Signalisation und Reinigung. Auch für die Zugangskontrollen und die Infrastruktur der Festwirtschaft kommt die Stadt auf. «Wir gehen aber davon aus, dass es auch Einnahmen für die Stadt geben wird, etwa aus der Festwirtschaft», sagt Tschäppät. Das Geld sei angesichts des Werbeeffekts «sehr gut investiert», argumentiert Tschäppät.

Kramgasse gesperrt

Am Wochenende vor dem SF-Auftritt findet das Buskers-Festival statt. Das Verkehrsregime mit der gesperrten Kramgasse, das während des Musikfestivals gilt, wird deshalb gleich bis nach der Ausstrahlung von «SF bi de Lüt» bestehen bleiben. Der Aufbau für die TV-Sendung beginnt bereits am Montag nach dem Buskers. Vor der Samstags-Show finden Hauptproben statt.

Wie sich Bern präsentieren wird, ist im Detail noch nicht klar. Die Gästeliste hingegen steht: Eingeladen werden sollen Eishockeyspieler Mark Streit, Züri-West-Frontmann Kuno Lauener, Fechter und Rapper Fabian Kauter. Musik gibt es unter anderem von Lunik und dem Nicht-Berner Bastian Baker. Und natürlich: Tschäppät ist auch mit von der Partie. (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.07.2012, 07:48 Uhr

6

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6 Kommentare

Simon Kaiser

18.07.2012, 08:02 Uhr
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Tschäppät ist immer mit von der Partie. Antworten


Szabolcs Mihalyi

18.07.2012, 10:44 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

Mir ist schleierhaft was daran auszusetzen ist, wenn unser Stadtpräsident seinen Job macht und Steuergelder dafür einsetzt dass unsere Stadt im Fernsehen im besten Licht erscheint. Wir sind nun mal kein Dorf im hintersten Chrachen sondern Hauptstadt und UNESCO Welterbe. Mit dem Patriotismus einiger Komentatoren hier scheint es nicht weit her zu sein. Antworten



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