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YB-Museum wieder eröffnet

Von Moritz Marthaler. Aktualisiert am 26.07.2010

Zur Wiedereröffnung des YB-Museums haben am Samstag etliche frühere Vereinsgrössen ihre Erinnerungen aufgefrischt.

Was etwas länger als geplant währte, ist nun endlich gut. Nachdem das YB-Museum während mehrerer Monate geschlossen blieb, ist am Samstag vor dem Heimspiel gegen Luzern die neu konzipierte Ausstellung mit frisch polierten Trophäen wiedereröffnet worden. Durch die YB-Geschichte wandelt man nun schön chronologisch – jeder Ära ist eigens eine Nische gewidmet. «Ab sofort kann man das Museum wieder jeden Samstagnachmittag besuchen, ausser an Heimspieltagen natürlich», sagt Leiter und Initiant Charles Beuret.

Nostalgie unter Torhütern

Zur Eröffnung erschienen gut 80 Gäste, darunter zahlreiche legendäre YB-Spieler aus vergangenen Zeiten. Eine Art Klassentreffen feierten vor allem die früheren Torhüter. Walter Eich, in den 50er-Jahren Rückhalt der erfolgreichsten Mannschaft der Young Boys, denkt gern an die alten Zeiten zurück. «Bei uns war man halt einfach noch etwas bescheidener. Im Cupfinal 1958 spielte ich mit gebrochenem Daumen, zuerst habe ich das gar niemandem erzählt», sagt Eich nostalgisch. Noch immer kommt er aber gerne ins Wankdorf zu den Heimspielen. Kein einziges davon verpasst Felix Ansermet. Der Freiburger, der Anfang der 60er-Jahre für YB zwischen den Pfosten stand, schaut sich auch andere Spiele an: «Ich gehe zum Beispiel viel nach Sitten zum FC Sion.» Sein Lieblingsobjekt ist der Meisterschaftspokal, den man 1960 mit dem vierten Titel in Folge definitiv behalten durfte. «Du warst nur einmal dabei, ich ganze viermal», scherzt René Häfeli. Das YB-Original, in seiner Aktivzeit als Ersatztorwart meist im Schatten von Walter Eich, geniesst die Zusammenkunft der «alten, verdienstvollen Männer», wie er schmunzelnd sagt.

Lunde über Webers Schuhe

Zu einer jüngeren und der bislang letzten YB-Meistergeneration gehört Lars Lunde. Der Torschützenkönig von 1986 bewundert im Museum die Schuhe seines Teamkollegen Martin Weber. «Darin hätte ich nicht spielen können», sagt der Däne lachend. Sein Lieblingsobjekt sei aber definitiv die Auszeichnung für den Gewinn der Meisterschaft, damals vor 24 Jahren. (Berner Zeitung)

Erstellt: 26.07.2010, 07:52 Uhr

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