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YB und SCB lancieren gemeinsam neues Fanprojekt

Von Philipp Kobel. Aktualisiert am 25.08.2010 1 Kommentar

Was die Fanarbeit angeht, wollen der SC Bern und die Young Boys in Zukunft enger zusammenarbeiten. Auf dem Waisenhausplatz stellten sie am Mittwoch ihr Projekt vor.

Simon Glutz, Fanbeauftragter des SCB (l.) und Renato Stefani, Vertreter der offiziellen Fanclubs: «Der Dialog zwischen uns und den Fans ist sehr wichtig und funktioniert bestens», sagt Glutz.

Simon Glutz, Fanbeauftragter des SCB (l.) und Renato Stefani, Vertreter der offiziellen Fanclubs: «Der Dialog zwischen uns und den Fans ist sehr wichtig und funktioniert bestens», sagt Glutz.
Bild: Philipp Kobel

Das sind die drei neuen Grundsätze, die die beiden Klubs, zusammen mit der Polizei und Bern Mobil ausgearbeitet haben. (Bild: Philipp Kobel)

YB präsentiert Projekt am Samstag

Wer sich für das neue Fanprojekt interessiert, hat am kommenden Samstag noch einmal die Möglichkeit sich zu informieren. Von 11.00 bis 13.30 Uhr stellen die Verantwortlichen von YB die Neuerungen nochmals auf dem Waisenhausplatz vor.

Anlässlich der Präventionstage der Kantonspolizei Bern stellten Su Elsener, Fanbeauftragte des SCB und ihre Kollegen das neue Fanprojekt der beiden grossen Stadtberner Sportklubs YB und SCB vor. Das Ziel ist klar: «Der Fokus soll auf das Positive gerichtet sein. Der Sport muss wieder im Mittelpunkt stehen», sagt Elsener.

Keine Eigenbrötlerei

Zusammen mit Bern Mobil und der Polizei haben YB und SCB drei Grundsätze festgelegt (siehe Bildbox). Diese stehen im Zeichen der Prävention und des Dialogs mit den Fans. Die Fanbeauftragten der Young Boys und der Mutzen wollen in Zukunft noch häufiger als bis anhin zusammenarbeiten. «Wenn jeder sein eigenes Ding macht, kommen wir auf keinen grünen Zweig. Deshalb ist ein regelmässiger Austausch sehr wichtig und sinnvoll», sagt Elsener.

Bei der Aktion auf dem Waisenhausplatz wird nicht nur Neues präsentiert. Die Verantwortlichen wollen den Interessierten auch zeigen, welche Strukturen im Bereich Fanarbeit bereits bestehen. Sowohl der SC Bern als auch YB verfügen über zwei Fanbeauftragte, welche das Bindeglied zwischen Klubleitung und Anhänger bilden. Mindestens ein Fanbeauftragter befindet sich auch an den Auswärtsspielen immer in der Kurve. «Die Fans respektieren uns und wir respektieren sie. Der Dialog zwischen ihnen und uns verläuft sehr positiv», sagt Elsener.

Dialog – Deskalieren – Durchgreifen

Trotzdem gestaltet sich die Arbeit mit den Klubanhängern nicht immer ganz einfach. «Natürlich gibt es Chaoten, welche sich nicht an die Regeln halten», gesteht Elsener. «Wir arbeiten aber nur mit diesen Fangruppen zusammen, welche sich an den, vom Klub herausgearbeiteten Verhaltenskodex halten.»

Für Peter Bischoff, Head of Event Logistics vom SCB, gilt im Umgang mit Chaoten in der Kurve die 3-D-Strategie: Dialog, Deskalieren, Durchgreifen. Die Fanarbeiter können nur in der ersten und zweiten Phase intervenieren. «Die Ultima Ratio, das Durchgreifen, liegt im Verantwortungsbereich des Sicherheitsdienstes und der Polizei», sagt Bischoff.

Finanzielle Unterstützung der Klubs und Stadien

Friedliche Fans sind im Interesse beider Klubs. Die beiden Fanbeauftragten des SCB, die zusammen eine 60-Prozent-Stelle belegen, sind vom Klub angestellt. «Zwei- bis dreimal pro Jahr wird den Fans die Postfinance Arena zur Verfügung gestellt, um die Choreographien für die Spiele vorzubereiten», sagt Su Elsener. Wie dass YB seine Fanarbeit unterstützt, darüber kann sie keine Angaben machen.

Unterstützt wird die Promotionskampagne von heute Mittwoch und kommendem Samstag von der Postfinance Arena und dem Stade de Suisse. Anlässlich des neuen Projekts ist aber keine erhöhte finanzielle Unterstützung der Klubs vorgesehen.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.08.2010, 15:09 Uhr

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1 Kommentar

Christoph Linder

26.08.2010, 17:33 Uhr
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