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Wie die Grosse Schanze vom Unort zur Partymeile werden soll

Diesen Sommer soll auf der Grossen Schanze in Bern die Post abgehen: Neben dem bereits bekannten Stadtstrandprojekt plant eine weitere Eventagentur ebenfalls einen Strand auf der Schanze. Mittendrin: das Open-Air-Cinema.

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Wie erst jetzt bekannt wurde, planen im Sommer gleich zwei Eventagenturen auf der Grossen Schanze Strände. Zum einen die Luzerner Eventagentur City-Beach AG, die mit ihrem Berner Partner Remo Neuhaus auf der Einstein-Terrasse Pool, Palmen, Liegestühle und Gastrobetrieb aufstellen will. Auf der anderen Seite der Schanze, bei SBB-Personalrestaurant und Lebensbrunnen, plant die Hilterfinger Concent Concert& Event GmbH ihr Projekt «Summer-Beach». Geschäftsführer Beat Hofer verrät mit Verweis auf das laufende Bewilligungsverfahren keine Details. Hofer hatte das Projekt bereits im Januar 2009 bei den Grundeigentümern eingereicht. Weil aber die Zeit bis zum Sommer zu knapp war, habe man das Projekt auf Eis gelegt. Die Concent Concert&Event GmbH führe laut Hofer seit 1999 Strandevents in der Schweiz durch.

Mit der City-Beach AG könne auch er auf einen erfahrenen Partner setzten, sagt Remo Neuhaus. Das Unternehmen betreibe bereits in Luzern, Basel und Zürich Stadtstrände. Auch Neuhaus will schon seit einigen Jahren in Bern einen Stadtstrand einrichten. Für den Betrieb auf der Grossen Schanze gründet er die City-Beach AG Bern – sofern die Behörden den Anlass bewilligen. Laut Neuhaus beläuft sich das Budget dafür auf eine halbe Million Franken.

«Sympathische Idee»

Das Bewilligungsverfahren ist allerdings kompliziert. Erst müssen die Grundeigentümer Kanton und SBB sowie die Grosse Schanze AG, die im Westen der Schanze ein Baurecht hat, grünes Licht für die Strände geben. Danach müssen der Regierungsstatthalter und die Stadt Bern den Events zustimmen. Derzeit liegen die Strandprojekte beim Kanton. Dort gibt man sich aufgeschlossen: «Wir finden die Idee sympathisch und sind bereit, unsere Zustimmung zu geben», sagt Christian Albrecht, Generalsekretär der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion. «Dies allerdings nur dann, wenn die Events den Unibetrieb nicht beeinträchtigen.» Abzuklären sei zudem, ob die Konstruktion der Einstein-Terrasse die Belastung von Pool, Sand und Gastrobetrieb aushalten würde.

Positiv äussert sich auch der städtische Sicherheitsdirektor Reto Nause. Er steht grundsätzlich beiden Strandprojekten wohlwollend gegenüber – falls diese den Unibetrieb nicht störten. Hans Wirz, Geschäftsführer der Grosse Schanze AG, hat ebenfalls keine Einwände gegen den Summer-Beach der Concent Concert&Event GmbH. Dazu müsste auch die SBB ihren Segen geben, weil ihr ein Teil dieses Bodens gehört. «Wir wurden noch nicht angefragt», erklärt SBB-Sprecher Reto Kormann.

Skepsis beim Open-Air-Kino

Ebenfalls nicht kontaktiert wurde die Cinerent Open-Air AG. Sie betreibt das Orange-Cinema, das vom 29.Juli bis am 29.August auf der Grossen Schanze und damit im Sandwich zwischen den Stränden stattfindet. Cinerent will nun genau prüfen, welche Auswirkungen die Pläne der allfälligen Nachbarn auf den Kinobetrieb haben. (Berner Zeitung)

Erstellt: 18.03.2010, 10:15 Uhr

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