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Wie Berner Arbeitslose ihre Gesundheit verbessern wollen

Aktualisiert am 06.12.2011 3 Kommentare

Langzeitarbeitslose fühlen sich oft weniger gesund als der Durchschnitt der Bevölkerung. Die Stadt Bern will das Problem gemeinsam mit Betroffenen angehen. Diese haben bereits erste Vorschläge gemacht.

1/8 Körperliche Beschwerden
Wer lange Zeit arbeitslos ist, wird krank. Die häufigsten körperlichen Probleme sind Rücken- und Kreuzschmerzen sowie Bein-, Knie- und Fussprobleme.
Colourbox.com

   

Beitrag von Telebärn.

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In zwei Workshops mit bis zu 60 Teilnehmenden kristallisierten sich schliesslich 18 Projekte heraus zu Themen wie gesund essen und kochen bei kleinem Budget, gemeinsam Sport treiben oder sich besser vernetzen.

Die Stadt will die Projekte, die von den Betroffenen selber umgesetzt werden, fachlich und finanziell unterstützen. Dafür sind im Budget 2012 rund 140'000 Franken eingestellt, wie Gemeinderätin Edith Olibet am Dienstag vor den Medien in Bern sagte.

Nicht nur toter Buchstabe

Olibet zeigte sich überzeugt, dass der Miteinbezug der Betroffenen der richtige Weg sei, denn sonst blieben die Massnahmen einfach toter Buchstabe.

«Wir waren überrascht, mit welcher Energie sich die Langzeitarbeitslosen bisher an der Entwicklung von Ideen und Projekten beteiligt haben», sagte Felix Wolffers, der Leiter des Stadtberner Sozialamtes.

Vor allem psychische Belastungen

Hintergrund der Massnahmen ist eine Studie der Berner Fachhochschule. Diese kommt zum Schluss, dass die Sozialhilfe beziehenden Langzeitarbeitslosen in der Stadt Bern sich markant weniger gesund fühlen als der Durchschnitt der Bevölkerung.

Als negative Folgen der Arbeitslosigkeit nannten besonders viele Befragte die psychische Belastung. Viele sprachen von depressiven Stimmungen, angegriffenem Selbstwertgefühl, Existenzängsten und Motivationsverlust.

Ein Grossteil gab auch an, das Gefühl zu haben, das Leben nicht mehr im Griff zu haben. Wer krank sei, habe grössere Schwierigkeiten eine Stelle zu finden, betonte Olibet.

Vorreiterrolle

Das Thema Gesundheit sei bislang in der Sozialhilfe nicht im Zentrum gestanden. Dieser Aspekt soll nun mehr Gewicht erhalten.

Die Invalidenversicherung verschärfe zunehmend ihre Praxis. Das führe dazu, dass die Sozialdienste zunehmend mit dem Thema Langzeitarbeitslosigkeit konfrontiert seien, sagte Wolffers.

Laut Olibet nimmt die Stadt Bern mit der Gesundheitsförderung bei Langzeitarbeitslosen eine Pionierrolle ein. (tan/sda)

Erstellt: 06.12.2011, 11:17 Uhr

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3 Kommentare

walter bossert

06.12.2011, 10:57 Uhr
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Das heisst, der Mensch braucht eben doch eine Sinnvolle Beschäftigung! Damit wäre auch die kalte Theorie der Bedingungslosen Einkommen widerlegt! Der Mensch ist eben ein Produkt der Natur und keine monitär- oder sozialprogrammierbare Maschiene wie viele es gerne hätten. Antworten



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