Wenn der Hafen zum Eisfeld wird
Von Stephan Künzi, Michael Hug, chh. Aktualisiert am 12.02.2012 1 Kommentar
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Kleinere Gewässer wie etwa der Moossee oder der städtische Egelsee sind zwar zugefroren, die zuständigen Behörden lehnen jedoch jegliche Haftung ab. Einige Gewässer sind hingegen offiziell freigegeben worden, so etwa der Weiher im Könizer Liebefeld Park. Auf dem Thuner Lachenkanal wird das Eis gar geputzt und überwacht.
Auch auf dem Eisfeld im Erlacher Hafen ist Schlittschuhlaufen offiziell erlaubt. Zwar ist der Bielersee auf den offenen Flächen nicht gefroren, aber im windgeschützten Hafen hat sich eine dicke Eisschicht gebildet. Hier tummeln sich die Schlittschuhläufer zwischen den festgefrorenen Booten, Eishockeyspielen ist wegen der möglichen Schäden an den Booten verboten. Die Fläche für die Läufer ist recht klein, dafür einigermassen windgeschützt und daher nicht so der Bise ausgesetzt wie auf den Seen.
Die längste Eisbahn der Schweiz
Bei Meinisberg ist am Wochenende die längste Eisbahn der Schweiz offziell in Betrieb gegangen. Auf knapp sieben Kilometern tummeln sich hier auf der zugefrorenen Alten Aare Eisläufer und Spaziergänger, gönnen sich zwischendurch auch eine Erfrischung an der von drei Dorfvereinen betriebenen Bar. Die Einheimischen schwärmen von den herrschenden Bedingungen. Kaum je sei das Eis so glatt und so klar geworden wie heuer, sagen sie, und das hänge wohl mit den idealen Wetterbedingungen zusammen. Weil es in den letzten Tagen weder geregnet noch geschneit habe, habe sich eine schön regelmässige Oberfläche bilden können.
Das letzte Mal für mehr als nur ein paar Tage zugefroren war der alte Flusslauf, in dem das Wasser seit dem Bau des Nidau-Büren-Kanals kaum mehr fliesst, im Winter 2002. Er mauserte sich damals zum beliebten Treffpunkt für das ganze Dorf, mit Plauschspielen des Eishockeyclubs und einem Platzkonzert der Musikgesellschaft. Die alte Aare ist bis auf weiteres offen, ebenso die Erfrischungsbar bei Meinisberg (werktags von 18.30 Uhr bis 22 Uhr), hier wird das Eis abends beleuchtet. Wegen des Ansturms wurden in Meinisberg Parkplätze für die Ausflügler bereitgestellt.
Runden drehen mit dem Kinderwagen
Am östlichen Ende des Neuenburgersees, beim Zeltplatz Gampelen erstreckt sich eine riesige Eisfläche, auf der Schlittschuhläufer sich austoben können. Sie ist nicht offiziell freigegeben, aber es ist markiert, wie weit das Eis tragfähig ist, bevor es gegen das offene Wasser immer dünner wird. Wer hier eislaufen will, muss sich warm anziehen, die Bise fegt erbarmungslos über das Eis. Am Samstag waren viele Familien auf dem Eis anzutreffen, ein Vater drehte seine Runden mit dem Kinderwagen.
Haben auch Sie schon eines der zahlreichen zugefrorenen Gewässer in der Region genutzt? Schicken Sie uns ihre Bilder und/oder Erlebnisberichte per Mail an online@bernerzeitung.ch oder per MMS an die Nummer 4488.
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.02.2012, 15:13 Uhr
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