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Waletal-Abstimmung provoziert Kleinkrieg

Die Befürworter der Einzonung Waletal in Münsingen fahren den Gegnern an den Karren. Ein harter Abstimmungskampf läuft.

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Die Gegner der Waletal-Einzonung in Münsingen befänden sich im «Offside», teilen die Befürworter des Projekts mit, über das am kommenden Wochenende abgestimmt wird. FDP-Parlamentarier vom Komitee Pro Waletal berichten von anonymen Nein-Plakaten, von wildem Plakatieren mit Sachbeschädigungen und von zerstörten Ja-Plakaten. «Das heisst im Klartext nichts anderes, als dass solchen Leuten offenbar die Argumente ausgegangen sind», schreibt Bolliger. Die Gegner würden den Abstimmungskampf mit unfairen Mitteln führen, klagt Pro Waletal.

«Fair und offen»

Auf den Aufschrei der Befürworter reagieren jetzt die Gegner des Waletal-Projekts ihrerseits mit einem Communiqué. «Obschon die Befürworter mit miesen Tricks aus der Psychokiste versuchen, uns in die Nähe der Vandalen zu rücken, werden wir unseren Kampf offen und fair weiterführen», sagt Markus J.Schnyder von der IG Beundackerweg. Er betont, dass nichts mit geklauten Logos veröffentlicht wurde und alles Material auf dem Blog der IG eingesehen werden könne. Keines der Plakate sei auf Privatgrund gestellt worden ohne die Bewilligung der Landbesitzer. «Unseres Wissens stand ein einziges Plakat am falschen Ort», so Schnyder. Bei über hundert aufgestellten Plakaten könne ein Fehler passieren, räumt er ein.

Grüne bleiben stumm

Der Abstimmungskampf spielt sich im Moment ausschliesslich zwischen dem Komitee Pro Waletal und der IG Beundackerweg ab. Die Grünen und die SP Münsingen, welche für die Abstimmung die Nein-Parole herausgegeben haben, meldeten sich seither nicht mehr. «Vermutlich, weil der Grüne Gemeinderat Antonio Bauen das Projekt vertreten hat», vermutet Markus J.Schnyder, der für Unterstützung dankbar wäre. Die IG Beundackerweg kritisiert das Waletal-Projekt, weil es ihrer Meinung nach Schleichverkehr in den Quartieren zur Folge hätte.

Zur Erinnerung: Im Gebiet Bärestutz/Waletal plant die Gemeinde eine Siedlung von bis zu 41 Einfamilienhäusern und vier Mehrfamilienhäusern. Land kaufen können nur jene, die ökologisch musterhafte Baupläne vorlegen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.11.2009, 11:21 Uhr

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