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Wahlpropaganda mit Parisern
Von Simone Lippuner. Aktualisiert am 18.03.2010
Bengiamin Wyrsch, FDP (Bild: zvg)
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Der 21-jährige Bengiamin Wyrsch ist vorbildlich: Der Jurastudent aus Jegenstorf hat stets einen Gummi dabei. Nicht – oder nicht nur –, um sich im Fall der Fälle vor wüsten Krankheiten zu schützen, sondern um im Kampf um einen Sitz im Grossen Rat aus der Reihe zu tanzen. 600 Kondome hat der Jungfreisinnige unters Volk gebracht. «Für Ihre Sicherheit», steht auf dem Flyer. Daneben klebt der Propaganda-Pariser.
Dieser Werbegag passt nicht allen in den Kram: Eine Person warf Wyrsch in einem Brief Gotteslästerung und perverses, unwürdiges Verhalten vor. «Ansonsten erhalte ich nur positive Feedbacks, hauptsächlich von jungen Menschen per SMS», freut sich Wyrsch.
Der Mann mit der Gummi-idee stammt aus politischem Hause: Wyrschs Vater, Daniel Wyrsch, ist in Jegenstorf Gemeindepräsident (SP). Er nimmt die Safer-Sex-Propaganda locker: «Jeder soll werben, wie er will, es herrscht freies Denken.» Er habe seinem Sohn aus Spass geraten, das Kondom doch mittels Bostitch am Flyer zu befestigen. Die Sache der Parteizugehörigkeit nimmt er ihm da schon übler: «Das war wohl ein Erziehungsfehler meinerseits», sagt SP-Mitglied Wyrsch lachend. «Aber Hauptsache, er interessiert sich für Politik.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 18.03.2010, 09:17 Uhr
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