Wahlen: Tops und Flops im Internet

Die Wahlschlacht ist auch per Internet zu gewinnen. Vier Wochen vor dem Könizer Wahltag haben das noch nicht alle Parteien gemerkt. So steht etwa bei der EVP unter der Rubrik Wahlen «Keine Beiträge vorhanden».

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Der Vielseitige: «Bärni für Köniz», lautet das Motto des umtriebigen Jungfreisinnigen Bernhard Bichsel (30). Er will wirklich in den Gemeinderat gewählt werden. Das beweist der Ingenieur nicht nur mit seiner omnipräsenten Plakatkampagne, sondern auch mit seiner Website. Diese ist eine der vielfältigsten im Könizer Wahlkampf. Bichsel ist kein Tiefstapler, er zeigt, was er schon geleistet hat und zu leisten gedenkt. So hat er – ganz magistral – ein Video mit einer «Grundsatzrede» aufgeschaltet. Dank der gezeigten Smartvote-Spider-Grafik sorgt Bichsel für Transparenz über seine Ausrichtung. Teilt man diese Gesinnung, kann man seine Prospekte und Inserate runterladen, ausdrucken und den Bekannten aushändigen. Und mit einer Wahlanleitung zeigt er, wie man ihn auf die Liste setzt. Wermutstropfen: Von Frau und Kind hätte man gerne mehr gesehen als ein gestelltes Foto im Liebefeld-Park. www.bernhard-bichsel.ch

   

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Die EVP Köniz muss für die Wahlen vom 29.November Vollgas geben. Denn der Gemeinderat wird verkleinert, und die Partei kann mit keinen Bisherigen antreten. Beim Anblick der EVP-Homepage (evp-koeniz.ch) kommt man aber nicht auf die Idee, dass die Partei gerade in einem harten Wahlkampf steckt. Klickt man die Rubrik «Wahlen» an, steht dort: «Keine Beiträge vorhanden».

Bei der BDP Köniz (bdp-koeniz.ch) gab es bis vor kurzem noch nicht einmal eine Rubrik «Wahlen», geschweige denn Namen oder Bilder von Kandidierenden. Dabei will die erstmals antretende BDP im Alleingang einen Sitz im Gemeinderat holen. Jetzt, knapp vier Wochen vor der Wahl, hat die BDP aufgerüstet und zumindest einen kleinen Steckbrief ihrer Kandidaten ins Netz gestellt.

Spät eingestiegen

Auch die CVP (cvp-koeniz.ch) ist webmässig erst jetzt eingestiegen. Zuvor fand man auf der Parteiwebsite zu den Wahlen lediglich eine Medienmitteilung vom 10.September. Ohne Bilder, versteht sich. Nun wurden zumindest die einzelnen Wahlprospekte eingescannt. Die CVP Köniz sollte sich ein Beispiel nehmen an ihrem Parlamentskandidaten Adrian Zimmermann: Die Website des Informatikers aus Oberwangen ist anschaulich, aktuell, vielseitig und multimedial (adiforparlament.ch).

Die Grünliberalen (glp-koeniz.ch) haben ebenfalls erst jetzt auf die Wahlen reagiert. Was die neu antretende Partei im Internet zeigt, ist zwar nicht viel, aber einfach und übersichtlich. Zu jedem Kopf präsentiert sie die Smartvote-Spidergrafik mit dem politischen Profil.

Bei den Grünen Köniz (gruene-koeniz.ch) wäre weniger eindeutig mehr. Die einzelnen Beiträge wirken zusammengewürfelt. Und ausgerechnet bei den Porträtbildern der Gemeinderatskandidierenden fehlen die Texte. Zum Glück leistet sich die grüne Topkandidatin Rita Haudenschild eine eigene Website (ritahaudenschild.ch). Diese könnte der Partei als Vorbild dienen.

Die Grossen machens besser

Die grossen Könizer Parteien SP (sp-koeniz.ch), FDP (fdp-koeniz.ch) und SVP (svp-koeniz.ch) haben mehr investiert als die kleinen. Schade nur, dass der Webauftritt der SP-Spitzenleute Luc Mentha und Katrin Sedlmayer ausschliesslich auf der Partei- und nicht auf einer eigenen Website stattfindet. Gerade bei Sedlmayer sprengt die Fülle der Beiträge und Bilder den engen Rahmen. Da hat es SVP-Spitzenkandidat Ueli Studer besser, der eine eigene Homepage betreibt (ueli-studer.ch).

Dies ist auch bei der FDP und dem Jungfreisinn (jfk) der Fall. Vielfältig sind die persönlichen Homepages von Barbara Perriard (barbara-perriard.ch) und Bernhard Bichsel (bernhard-bichsel.ch). Wenig anmächelig hingegen werden die Webbesucher bei ihrem ListenkollegenUrs Wilk (urswilk.ch) begrüsst: «Trinkwasser, Abwasser, Leitungskataster» steht dort in grossen Lettern. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.11.2009, 14:03 Uhr

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