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Wahlen: Tops und Flops im Internet
Von Katharina Merkle. Aktualisiert am 06.11.2009
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Die EVP Köniz muss für die Wahlen vom 29.November Vollgas geben. Denn der Gemeinderat wird verkleinert, und die Partei kann mit keinen Bisherigen antreten. Beim Anblick der EVP-Homepage (evp-koeniz.ch) kommt man aber nicht auf die Idee, dass die Partei gerade in einem harten Wahlkampf steckt. Klickt man die Rubrik «Wahlen» an, steht dort: «Keine Beiträge vorhanden».
Bei der BDP Köniz (bdp-koeniz.ch) gab es bis vor kurzem noch nicht einmal eine Rubrik «Wahlen», geschweige denn Namen oder Bilder von Kandidierenden. Dabei will die erstmals antretende BDP im Alleingang einen Sitz im Gemeinderat holen. Jetzt, knapp vier Wochen vor der Wahl, hat die BDP aufgerüstet und zumindest einen kleinen Steckbrief ihrer Kandidaten ins Netz gestellt.
Spät eingestiegen
Auch die CVP (cvp-koeniz.ch) ist webmässig erst jetzt eingestiegen. Zuvor fand man auf der Parteiwebsite zu den Wahlen lediglich eine Medienmitteilung vom 10.September. Ohne Bilder, versteht sich. Nun wurden zumindest die einzelnen Wahlprospekte eingescannt. Die CVP Köniz sollte sich ein Beispiel nehmen an ihrem Parlamentskandidaten Adrian Zimmermann: Die Website des Informatikers aus Oberwangen ist anschaulich, aktuell, vielseitig und multimedial (adiforparlament.ch).
Die Grünliberalen (glp-koeniz.ch) haben ebenfalls erst jetzt auf die Wahlen reagiert. Was die neu antretende Partei im Internet zeigt, ist zwar nicht viel, aber einfach und übersichtlich. Zu jedem Kopf präsentiert sie die Smartvote-Spidergrafik mit dem politischen Profil.
Bei den Grünen Köniz (gruene-koeniz.ch) wäre weniger eindeutig mehr. Die einzelnen Beiträge wirken zusammengewürfelt. Und ausgerechnet bei den Porträtbildern der Gemeinderatskandidierenden fehlen die Texte. Zum Glück leistet sich die grüne Topkandidatin Rita Haudenschild eine eigene Website (ritahaudenschild.ch). Diese könnte der Partei als Vorbild dienen.
Die Grossen machens besser
Die grossen Könizer Parteien SP (sp-koeniz.ch), FDP (fdp-koeniz.ch) und SVP (svp-koeniz.ch) haben mehr investiert als die kleinen. Schade nur, dass der Webauftritt der SP-Spitzenleute Luc Mentha und Katrin Sedlmayer ausschliesslich auf der Partei- und nicht auf einer eigenen Website stattfindet. Gerade bei Sedlmayer sprengt die Fülle der Beiträge und Bilder den engen Rahmen. Da hat es SVP-Spitzenkandidat Ueli Studer besser, der eine eigene Homepage betreibt (ueli-studer.ch).
Dies ist auch bei der FDP und dem Jungfreisinn (jfk) der Fall. Vielfältig sind die persönlichen Homepages von Barbara Perriard (barbara-perriard.ch) und Bernhard Bichsel (bernhard-bichsel.ch). Wenig anmächelig hingegen werden die Webbesucher bei ihrem ListenkollegenUrs Wilk (urswilk.ch) begrüsst: «Trinkwasser, Abwasser, Leitungskataster» steht dort in grossen Lettern. (Berner Zeitung)
Erstellt: 06.11.2009, 14:03 Uhr





