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Violetter BKW-Christbaum erregt die Gemüter

Von Laura Fehlmann. Aktualisiert am 09.12.2011 2 Kommentare

Der violett geschmückte Weihnachtsbaum vor der Gemeindeverwaltung in Wichtrach bewegt. Die einen finden ihn hässlich, die anderen hübsch.

Des einen Freud, des andern Leid: Der Christbaum vor dem Wichtracher Gemeindehaus gefällt nicht allen.

Des einen Freud, des andern Leid: Der Christbaum vor dem Wichtracher Gemeindehaus gefällt nicht allen.
Bild: Andreas Blatter

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Das Bäumchen neben dem Eingang der Wichtracher Gemeindeverwaltung irritiert. Es ist mit buschigen violetten Girlanden geschmückt, dazu mit pink-lila Kugeln. Die nächtliche Beleuchtung ist in grellem Violett gehalten. Den etwas anderen Weihnachtsbaum thematisierten auch Teilnehmer der Gemeindeversammlung. «Dieser violett geschmückte Baum erinnert eher an die Fastnacht oder an Silvester», ärgerte sich Bürger Ernst Brügger am Schluss der Versammlung. Er wollte wissen, ob der Gemeinde das Geld für einen «richtigen Weihnachtsbaum» fehle. Brügger zog seinen Hut, legte eine Zwanzigernote hinein und legte diesen dem Gemeinderat auf den Tisch, damit Geld für eine schönere Dekoration gesammelt werden könnte. Gemeindepräsident Peter Lüthi nahm die Geste mit Humor und sagte: «Da muss ich die Gemeindeverwaltung in Schutz nehmen. Dieser geschmückte Baum ist ein Geschenk von der BKW.»

Den Baum schenkte nicht die BKW selber, sondern die Youtility AG, an deren Aktienkapital die BKW mit 34 Prozent beteiligt ist. Youtility, Sammelverbund der Energieversorger und Verteiler des 1to1-Stroms, schenkte 100 von 140 Partnergemeinden einen solchen Weihnachtsbaum. Die Aktion sei auch eine Promotion für die derzeit laufende Werbung für Energie sparende LED-Beleuchtung, sagte Antonio Sommavilla, Mediensprecher der BKW.

«Wir fühlten uns verpflichtet, diese Kampagne mitzutragen», sagte Andreas Stucki, Geschäftsleiter der Gemeinde Wichtrach. Youtility kauft den Strom für kleine lokale Energieversorger ein, auch für den Dorfteil Oberwichtrach. «Den Jugendlichen gefällt der violett geschmückte Baum, einige ältere Leute reklamierten. Zusammenfassend kann gesagt werden: Der Baum gibt zu reden, damit ist das Ziel der Marketingkampagne von Youtility erreicht.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 09.12.2011, 14:06 Uhr

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2 Kommentare

fuchsia berner

09.12.2011, 15:15 Uhr
Melden 2 Empfehlung

ES gibt zu reden, damit ist das ZIEL der MARKETINGKAMPAGNE von y... erreicht. Und dafür muss ein Weihnachtsfest, die besinnlichste Zeit des Jahres herhalten. Schön wärs, wenn Anderes als Werbegägs zu reden gäben und Kundengelder nicht für solche Gägs ausgegeben würden. Antworten


Walter Theiler

09.12.2011, 18:09 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Haben Sie sonst noch Sorgen? Wenn nein dürften Sie zu den glücklichsten Menschen gehören. Antworten



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