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«Unsere Gäste kamen, weil es so heimelig war»

Von Claudia Salzmann. Aktualisiert am 08.02.2012

Noch immer steigt Rauch aus dem Restaurant Zur Sonne in Rüfenacht, das vor zwei Tagen abgebrannt ist. Bernerzeitung.ch/Newsnet hat den Pächter Rafaele Cesarano vor der Ruine getroffen.

«Ich und meine Frau haben viel Kraft in den Aufbau des Restaurants gesteckt»: Raffaele Cesarano im Interview mit Bernerzeitung.ch/Newsnet.

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Brand in Rüfenacht: Noch immer steigt Rauch auf

Brand in Rüfenacht: Noch immer steigt Rauch auf
Am Montag ist in Rüfenacht das Restaurant Zur Sonne abgebrannt. Am Tag drei steigt noch immer Rauch aus den Trümmern.

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Die Sonne am Tag nach dem Brand

Die Sonne am Tag nach dem Brand
Am Montag ist in Rüfenacht das Restaurant Zur Sonne abgebrannt. Am Tag danach präsentiert sich ein Bild der Zerstörung.

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Grossbrand in Rüfenacht

Grossbrand in Rüfenacht
In Rüfenacht brannte am Montag das Restaurant Sonne.

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Am Mittwochmittag, zwei Tage nach dem Brand im Restaurant Zur Sonne, steigt noch immer Rauch auf. Zivilschutz und Feuerwehr harren in bitterer Kälte aus und haben das Gelände abgesperrt. Ein Kran ist dabei, verkohlten Dachbalken zu sichern und das Haus abzureisen. Aus sicherem Abstand schaut Raffaele Cesarano, der Pächter des Restaurants, dem Geschehen zu. Der 50-Jährige spricht am Telefon, mit seinem Rechtsdienst.

Die Frage nach seinem Befinden beantwortet er mit einem müden Lächeln: «Nicht gut, gar nicht gut. Mein Geld ist hier investiert und ich und meine Frau haben viel Kraft in den Aufbau des Restaurants gesteckt.» Vor vier Jahren hat er das Restaurant gepachtet, im März hätte er das Jubiläum feiern können. Für das laufende Jahr habe er darauf gehofft, dass es ein gutes Geschäftsjahr werden würde, erzählt Cesarano mit italienischem Akzent.

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Jetzt hat das Dorf Rüfenacht nur noch ein Dorfrestaurant. Eine 53-jährige Dorfbewohnerin erzählt: «Als ich sah, dass die Sonne brennt, musste ich weinen.» Sie sei ab und zu mit Freunden hier eingekehrt. Nicht nur Gäste aus dem Dorf habe es gehabt, sondern auch Durchreisende, insbesondere viele Lastwagenfahrer.

Eine andere 75-jährige Dorfbewohnerin kennt das Restaurant des neuen Pächters nicht persönlich. Sie sei häufig hier gewesen, als es noch von den Bernhards, den Hausbesitzern, geführt worden sei. «Das Restaurant Sonne gehört aber einfach zu Rüfenacht.»

Kälte erschwert alles

«Unsere Gäste kamen, weil es so heimelig und familiär war», erzählt Cesarano. Derzeit würden ihn Gäste anrufen, um Hilfe anzubieten. Er spricht mit viel Gestik. Die Mütze hat Cesarano tief ins Gesicht gezogen. Ausgerüstet mit wetterfesten Schuhen und Kleidern, ist er seit zwei Tagen hier vor Ort, trotz Eiseskälte.

Die Kälte war es auch, die der Feuerwehr die Arbeit erschwerte, das Wasser gefror sofort. Der hintere Teil des Hauses bietet einen bizarren Anblick: Die Holzbeigen sind gigantische Eisklötzen, und überall sieht man Eiszapfen. Die Brandursache bleibt weiterhin unklar. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.02.2012, 15:03 Uhr

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