Berner Promis bügeln fürs Frauenhaus

BernAm Mittwochabend haben 20 prominente Berner, darunter Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät, Hemden gebügelt. Der Erlös von über 32'000 Franken geht ans Frauenhaus Bern.

20 Berner Promis bügelten am Mittwochabend im Alten Tramdepot für einen guten Zweck. Video: Martin Bürki

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Am Mittwochabend haben 20 prominente Berner Männer aus den Bereichen Politik, Gastronomie, Musik und Sport drei Stunden lang Hemden für den guten Zweck gebügelt. Während einer Woche konnte jeder seine frischgewaschenen Hemden im Alten Tramdepot in Bern abgeben.

Der Erlös von drei Franken pro Hemd wird dem Frauenhaus Bern gespendet. Als Beratungsstelle und vorübergehende Unterkunft für misshandelte Frauen und ihre Kinder bietet das Frauenhaus Opfern von häuslicher Gewalt Hilfe und Schutz.

Erwartungen übertroffen

Ähnlich wie beim Sponsorenlauf haben die Bügelmänner zusätzlich eine Vielzahl von Gönnern mobilisiert, welche pro gebügeltes Hemd einen eigens festgelegten Betrag spenden. Je mehr Hemden also gebügelt werden, desto mehr Geld wird letztlich gespendet. «Unter dem Strich konnten wir mit der Aktion über 32'000 Franken sammeln», verkündet Thomas Baumann, Organisator und Inhaber des Alten Tramdepots stolz. «Das hätte ich nie erwartet. Über 20'000 schon, aber dass wir die Basler schlagen? Ich bin super zufrieden!» 2013 hatte die Brauerei «Unser Bier» in Basel erstmals eine solche Aktion durchgeführt und rund 25'000 Franken gesammelt.

Zwei Stunden lang haben sich die 20 Promis, unter ihnen Alt-Nationalrat Peter Vollmer, DJ Alex oder Camille-Bloch-Chef Daniel Bloch am Bügelbrett abgemüht. «So ein Scheiss-Job! Warum hab ich das bloss gemacht?» rief etwa Thomas Baumann mit einem zwinkernden Auge aus.

Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät schaffte insgesamt 13 Hemden. «Es läuft gut, aber ich glaube, ich kriege auch immer einfache Hemden», sagte er. Er nehme hier teil, weil er den Anlass eine gute Idee finde. Ausserdem wolle er seinen Grosskindern erzählen, dass er einmal am «Iron Men» teilgenommen habe. «Das würden die ja bei meinem Übergewicht nie glauben, aber heute kann ich trotz Konditionsschwierigkeiten sagen, dass ich dabei war», erklärt Tschäppät, während er weiter Hemden bügelt.

Am meisten Hemden aber bügelte Ulrich Zwygart: Der Professor an der Uni St. Gallen entknitterte sage und schreibe 21 Hemden. Sein Ansporn: «Meine beiden Töchter arbeiten im Alten Tramdepot und haben gesagt, ich müsse einfach die meisten Hemden schaffen.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

(Erstellt: 14.08.2014, 07:52 Uhr)

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Iron Men Am Mittwochabend haben 20 prominente Berner, darunter Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät, Hemden gebügelt.

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