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Tschäppät entschuldigt sich für heikle Aussage zu Blocher
Von Christian Liechti/tob. Aktualisiert am 04.03.2010 67 Kommentare
Pressebild von Mani Porno.
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Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat nach dem Heimsieg von YB gegen Zürich mächtig auf den Putz gehauen. Im Berner Restaurant Luna Llena stieg nach dem Spiel die Party. Die Stimmung nach dem wichtigen Erfolg im Meisterrennen war am Kochen, der Alkohol floss in Strömen.
Die Mundart-Trash-Band Mani Porno heizte den rund 100 Anwesenden zusätzlich ein. Wie mehrere Augenzeugen berichten, wurde Stadtpräsident Tschäppät im Verlauf des Konzerts auf die Bühne gerufen. Zusammen mit den Musikern stimmte er zur Belustigung des Publikums in den Gesang mit ein.
Der Stadtpräsident am Mikrofon
Damit man Tschäppät auch gut hören konnte, hielt ihm der Mani Porno-Sänger das Mikrofon hin. Mani Porno stimmten ihren Polit-Song mit der Zeile «Sämi Schmid motherfucker» an und Stadtpräsident Tschäppät sang mit. Den Refrain schmückte er schliesslich mit dem Namen von SVP-Aushängeschild Christoph Blocher aus. Und dies gleich mehrmals, wie mehrere unabhängige Quellen bestätigen.
Sprechchor für Tschäppäts Leistung
Das Publikum honorierte den Auftritt des Berner Polit-Promis mit Sprechchören: «Allez, allez, üse Stapi isch okay!». Von der Euphorie des Publikums angestachelt, setzte der volksnahe Stapi noch einen drauf: Für den Fall einer YB-Meisterfeier versprach er ein Konzert von Mani Porno auf der Terrasse des Bundeshauses.
Er sei ob des politisch unkorrekten Verhaltens des Stadtpräsidenten erschrocken, sagte ein Zuschauer gegenüber bernerzeitung.ch «Der Auftritt war einfach daneben», so der 34-Jährige. Der Vorfall wird inzwischen schon in Weblogs thematisiert.
Tschäppät bittet um Entschuldigung
«Ja, ich habe mit der Band auf der Bühne mitgesungen», gibt Alexander Tschäppät zu. «Ich liess mich von der Jubelstimmung nach dem YB-Sieg anstecken.» Die Bar sei voller YB-Fans gewesen, es sei geblödelt worden und viele Lieder wurden angestimmt. «Dabei wurde auch ich von den Leuten hoch genommen.»
Gegen die SVP gerichtet
«Das angesprochene Lied war gegen die SVP gerichtet. Die Band hat den Text vorgegeben. Ich habe teilweise mitgesungen.»
Nachdem bernerzeitung.ch am Mittwoch den Vorfall mit dem singenden Stadtpräsidenten publik gemacht hat, entschuldigte sich Alexander Tschäppät: «Falls sich jemand angegriffen fühlt, dann tut mir das leid. Es war unsensibel von mir, dass ich mich auf die Bühne bitten liess.»
(Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.03.2010, 11:42 Uhr
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67 Kommentare
Die Sicherungen seien ihm durchgebrannt, hiess es. Mit Verlaub: Welche Sicherungen denn? Gerade die fehlen dem Herrn Tschäppät doch gänzlich. Diesen Stapi hätte Bern nun allmählich gesehen, ein Wechsel ist längst überfällig. Die unterste Schublade kennen wir nun, es kann also nur noch besser werden. Dass Blocher sich auch schon primitiv geäussert hat, stimmt vollkommen und ist genauso verwerflich Antworten
Jemanden als Motherfucker ,was nichts anderes heisst als Mutterficker zu bezeichnen ist unter der Gürtelline.Wer das gut findet,sollte zu seiner eigenen Mutter gehen und ihr das ins Gesicht sagen.Auch ein Politiker der SP sollte kein Recht haben ,die Mütter anderer Politiker zu beleidigen. Antworten
@Lea Hirschi: wenn jeder SVP Politiker für seine diffamierenden Aussagen auch zurücktreten müsste, dann hätten Sie wohl die grösste Partei der CH, aber gleichzeitig auch diejenige mit den wenigsten Politikern. Herr Tschäppät hat sich entschuldigt, und damit ists ja gut. Wir müssen ja nicht immer gleich die Richter belangen wegen Belanglosigkeiten. Antworten
Wenn Linke solches tun, wird bagatellisiert. NIcht auszudenken, eine derartige Clownerei wäre einem SVP-Stadtpräsidenten widerfahren: Der Rücktritt wäre vermutlich schon vollzogen. Keine falschen Hoffnungen, Herr Tschäppät wird bleiben, sich entschuldigen - wenn nötig auch mehrmals - und seine Verwerfung nach kurzer Zeit totschweigen. Verhalten ist halt auch Charaktersache. Antworten
Wir machen doch alle mal Fehler: Seien wir doch grosszügig mit unserem Stapi. Er ist ja auch nur ein Mensch und das macht ihn symphatisch. Und an alle Moralaposteln: Wer selber ohne Schuld, der werfe den ersten Stein. Ich bin aber trotz allem dankbar, dass wir in einem Land leben, wo eine solche Banalität so heiss diskutiert wird. Schliesslich haben wir keine anderen Probleme.......oder? Antworten
Für solche erniedrigende Aussagen, und diese aus dem Mund eines Stadtpräsidenten welcher ein Vorbild sein sollte, gibt's nur eines: Rücktritt und zwar sofort. Sowas ist total unter der Gürtellinie. Samuel Balmers Aussage ist genau so respektlos. Aber vielleicht haben Sie Anstand und Respekt auch nie gelernt. Schade... Hr. Tschäppät tun Sie uns allen einen Gefallen und lassen Sie sich pensioniere Antworten
Noch peinlicher als die reisserischen Artikel in der Zeitung sind 3 Dinge: 1) Der, der die Medien über den "Vorfall" informiert hat (für die üblichen 100.- ?), 2) Die Reaktion der SVP und der FDP, die aus dem Umstand, dass sich ein Politiker wie ein Mensch verhält einen Strick drehen will und 3) all die selbsternannten Moralapostel, die Wein in Massen trinken und beschwipst Wasser predigen! Antworten
@Markus Zürcher: Meinen Sie mit Ihrer Aussage z.B. die beiden JUSO-Autobrandstifter aus dem Aargau, den wegen Hausfriedensbruch verurteilten SP-Vize, den Felgenfahrenden und Wahlfälschenden Bieler SP-Nationalrat oder die in ein Strafverfahren wegen Nötigung verwickelte Zürcher SP-Stadtpräsidentin? Tja, dann ist der Auftritt von Herr Tschäppat tatsächlich das kleinere Übel.... Quo vadis SP? Antworten
Nur keine Panik. Der einfache Bürger/in befindet sich nicht auf dem gleichen Niveau wie Herr Tschäppät. Die bürgerlichen dürfen ihm dankbar sein, wenn er weiterhin die Wahlpropaganda macht. Er zeigt uns welche Politiker und Pateien wir wählen müssen. Mir tun nur die hoch geschätzten SP Persönlichkeiten wie Willy Rischard, Helmur Hubacher etc. leid. Wo sind die Vertrauensleute der SP nur geblieben? Antworten
@felix gerber: Sie bringen es auf den Punkt. Über den Stil von Herrn Tschäppät kann man sich streiten, aber im Vergleich zu dem was sich anderen Politikern so erlauben (dürfen) ist dies ja wohl ein kleines Übel. Es wäre doch wünschenswert, dass sich diejenigen die nun laut aufschreien, bei anderen, wirklichen Problemen auch so einsetzen und sich lautstark äussern würden. Antworten
Was soll denn das ganze Traritrara. Das Wort Motherf****r hatte an besagtem Abend etwa soviel Gewicht wie der Inhalt einer der rumliegenden leeren Bierbecher. Wenn jemand sich als diffamiertes Opfer dieser Afterparty bezeichnen könnte, dann die beiden Friends of Erich Hassli [chapeau]. Oder von mir aus der Alex Frei. Antworten
Ich finde es toll wie gewiise Personen die SVP in schutz nehmen, obwohl die mit den Mobbingatakken gegen ihre politische Gegner begonnen haben. Dies sind die Leute die sich jetzt über die Äusserungen aufregen, ich finde wer austeilt soll auch einstecken können. Wer dies nicht kann sollte sich überlegen was für Äusserungen er schon über andere Personen gemacht hat. Antworten
Nun, Stil hatter er noch nie, unser Stadtpräsident. Was der an Anlässen daherredet, wenn er wieder einmal einen zuviel getrunken hat, würde andernorts glatt für ein Amtenthebungsverfahren reichen, Man sollte als Würdenträger einer Stadt erstens weniger trinken und zweitens halt nicht in aller Öffentlichkeit Meinungen äussern, die in die eigenen 4 Wände gehören. Antworten
Haben Sie schon mal eine Albisgüetli- oder sonst eine wahnsinnig fundierte Rede des Herrn Christof B. verfolgt. Der ballert seit Dekaden auf alles was links von Ihm steht (und das ist ziemlich viel) aufs übelste und dann regt man sich hier über ein Chörli in einer kleinen Quartierbeiz auf. Doch das sind eben noch handfeste Probleme. Antworten
Warum so wehleidig? Der abgewählte Bundesrat Blocher ist ja ebenfalls Meister im diffamieren seiner Gegner. Wer austeilt muss auch einstecken können. Zugegeben, das Verhalten von Alex Tschäppat ist nicht die Art des feinen Mannes. Aber eben, die beiden bewegen sich auf dem selben Niveau. Antworten
@ Samuel Balmer. Ihre Anstands-, Moral- und Wertevorstellung möchte ich mal kennen. Da beleidigt ein Stadtpräsident einen nicht anwesenden Politiker mehrmals aufs übelste, und Sie finden nicht ein Wort der Kritik, ja er spricht Ihnen noch aus der Seele. Haben Sie keine Erziehung genossen? Antworten
Endlich ein Politiker mit Volkskontakt, der mir aus der Seele spricht und an alle, die jetzt beleidigt tun; kehrt mal vor eurer eigenen Tür und wer mit falschen Vorwürfen gegen andere Politiker und sozial Benachteiligte hetzt, wie ein Erich Hess oder ein Philippe Müller, die sollten besser ganz ruhig sein, denn das sind echte Dreckwerfer über die ich mich öfter aufrege als über unseren Stapi! Antworten
«Moritz Leuenberger wollte ohne Pass über den Zoll», gluckste Justizminister Christoph B. am Sechseläuten (2007), «das kann doch jeder behaupten, dass er Leuenberger ist, haben ihm die Zöllner gesagt, das müssen Sie beweisen. «Aber ich kann ja gar nichts, entgegnete Leuenberger – gut, dann müssen Sie Moritz Leuenberger sein, sagte der Zöllner.» Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder ... Antworten
...widerlich, peinlich.... einfach nur noch sprachlos! menschenverachtende und respektlose musik als stadtpräsident zu unterstützen...menschen zu verachten indem man im alkoholrausch mitsingt... wow was für eine politische elite!! und das mit einer lapidaren erklärung/entschuldigung abtun, ist ja das allernormalste. ich bin sprachlos.... treten sie einfach zurück herr tschäppät, bitte. Antworten
Bitte, liebe Leute, macht doch aus einer Feier zu einem Fussballspiel kein Politikum. Die Wortwahl mag unglücklich sein, aber vielleicht hinterfragen sich die Blocher-Anhänger einmal, mit was für Worten sie in letzter Zeit Abstimmungskämpfe gegen jegliche Minderheiten betrieben haben. Wie man in den Wald ruft... Mir ist "Tschäppu" mit seiner Volksnahen Art sehr sympathisch, jetzt erst recht. Antworten
Das Verhalten von Tschäppät ist unwürdig und absolut nicht zu akzeptieren. Typisch für seine Partei, den Vorfall zu bagatelisieren und als unüberlegte Aktion darzustellen. Tschäppät hat den Bogen längst überspannt, sein Rücktritt zu fordern ist richtig. Ein Stadtpräsident, der immer wieder den Pausenclown macht, ist untragbar. Antworten
Als eine "unüberlegte Aktion" taxiert die SP/Juso diesen ungeheuerlichen Auftritt eines Magistraten. Die Stadt Bern kann Stolz sein auf solch einen Stadtpräsidenten. In andern Städten wird versucht, dem Problem "Hooligans" Herr zu werden. Und was macht dieser Herr Tschäppät. Er gebärdet sich in solch einer Manier, sprich "Vorbildfunktion". Primitiver gehts nimmer!! Antworten
Aus dieser Etage können wir nichts mehr anderes erwarten. Diese Etage ist völlig daneben. Diese fordert und erwartet vom Normalbürger, Akzeptanz, Anstand, Korrektheit, Toleranz ..und.. und.. und. Einfach völlig daneben -eine gesellschaftliche Katastrophe. Und eine positive Veränderung nicht absehbar....welch wunderbare Perspektiven für unsere Jugend! Antworten
Typisch Tschäpät, wo ein Mikrofon oder eine Kamera, reingrinsen oder reingröhlen. Wundert mich nicht, er ist ja ach so Volksnah, kann auch durch keine Theater/Konzertreihe gehen ohne speziell auf sich aufmerksam zu machen. Das ist auch einfacher als wirkliche Probleme anzugehen. Antworten
Herrn Blocher warf man als Bundesrat jeweils vor, er habe seine Parteizugehörigkeit nie abstreifen können, obwohl er in diesem Amt doch für alle da sein sollte und eine andere Rolle wahrnehmen müsste. Lustig, dass Hr. Tschäppät dieser Vorwurf nie gemacht wird, obwohl er sich schon mehrmals wenig amtskonform verhält (Boykott der Hodlerausstellung, weil auch Bilder von Blocher zu sehen waren etc.). Antworten
Auch öffentliche Personen sind Menschen, welche mal ausrutschen dürfen. Nachher hin- und geradestehen zeigt, wie profiliert der Mensch ist. Ich hoffe, Tschäppät zeigt das selbe Verständnis, wenn jemand mit Äusserungen gegen seine Person ausrutscht. Bin gespannt, wie sich Blocher dazu äussert. Antworten
Das ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass diese Person über die Stränge schlägt. Als Stadtpräsident ist er in keiner Art und Weise geeignet. Peinlich ist nur der Vorname. Wie kann man einen Stadtpräsidenten respektieren, der sich so aufführt? Statt sich auf Partys rumzutreiben, sollte er sich endlich seinen wirklichen Aufgaben zuwenden. Skandal und Schande für Bern. Antworten
Tschäppät scheint nicht zu seinen Aussagen stehen zu können. Anders ist sein schon fast peinlicher Erklärungsversuch nicht zu werten. Er entschuldigt sich, dass er sich auf die Bühne bitten liess statt für die gemachten Aussagen? Die Band hat den Text vorgegeben vs. " den Refrain schmückte er (Tschäppät) schliesslich mit dem Namen von SVP-Aushängeschild Christoph Blocher aus". Kein Mann von Format Antworten
Das liegt wohl in der Familie ... grins ... Schon Vater Tschäppät feierte gerne und nahm kein Blatt vor den Mund. Ich bin jedenfalls froh, dass Alexander Tschäppät die gleich offene Gesinnung an den Tag legt und nicht populistisch auf Stimmenfang aus ist. Ich denke und hoffe es, er ist so, wie er sich gibt, nämlich ehrlich! Dann ist es gut so ... entschuldigen darf er sich ja ... Antworten
Ein Politiker der sich in der Öffentlichkeit,offenbar alkoholisiert,dermassen primitiv und menschenverachtend zur Schau stellt ist nicht mehr tragbar.Es wäre aber nicht verwunderlich wenn eine Mehrheit des Berner Stimmvolkes anderer Meinung ist.Das angekratzte Image der Stadt Bern wird weiter ins Lächerliche gezogen. Antworten









Marcello Bello
Als nächstes wird Herr Tschäppät wohl am 1. Mai mit seinen Saufkumpanen ein paar Steine in Schaufenster schmeissen. Das wird ihn dann in den Augen der SP noch volksnaher erscheinen lassen. Antworten