Tschäppät: «Auf der Allmend hat es Platz für alle»
Von Tobias Habegger. Aktualisiert am 26.01.2012 1 Kommentar
Alexander Tschäppät, der Stadtpräsident. (Bild: Andreas Blatter)
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«Wir haben viel Aufwand betrieben und alle Interessensgruppen mehrmals an einen Runden Tisch geholt», sagt der Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP)auf Anfrage der Berner Zeitung BZ. Das Resultat sei ein Nutzungszonenplan, «der allen etwas bietet».
Der Breitensport etwa soll zwei Kunstrasenfelder auf dem Hyspa-Platz nördlich der Postfinance Arena sowie zwei zusätzliche Naturrasenfussballfelder auf der Kleinen Allmend erhalten. Daneben habe es noch genügend Platz für alle Hündeler, und auch die Hornusser könnten ihre Spielfelder auf der kleinen Allmend behalten. «Wenn diese Lösung nicht mehrheitsfähig ist, dann bin ich ratlos», sagt Tschäppät.
Die Bernexpo AG hat ihre Einsprache gegen den Nutzungsplan bereits zurückgezogen. «Die BEA kann ihre Ausstellungszelte auch in Zukunft auf dem Hyspa-Platz aufstellen», sagt Alexander Tschäppät. Auch für den Zirkus Knie habe es weiterhin Platz. Sogar die Naturschützer dürften mit dem heute Donnerstag vorgestellten Nutzungszonenplan zufrieden sein. «Der Baumbestand auf der Grossen Allmend bleibt erhalten», sagt Tschäppät. Es müssten lediglich einige Bäume versetzt werden.
Gegen Plastikrasen wehren
Als nächstes debattiert der Stadtrat über die Pläne des Gemeinderates. Danach kommt der Nutzungszonenplan vors Stimmvolk.
Luzius Theiler, Stadtrat der Grünen Partei, will den Kunstrasen trotz Tschäppäts Appell bekämpfen «Die grosse Allmend gehört als Erholungsraum dem Volk», sagt Theiler auf Anfrage. Auf diesem Gebiet dürfe es keinen Kunstrasen geben. Er werde sich im Stadtrat und in der darauffolgenden Volksabstimmung zur Zonenplanänderung gegen den Plastikrasen wehren. «Im Nordquartier gibt es genug Leute, die meinen Kampf für Erhalt der Allmend in der heutigen Form kämpfen», sagt er.
Die Grüne Partei sei nicht generell gegen Kunstrasen. „Auf einem Schulhausplatz, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, mag Kunstrasen Sinn machen“, sagt Theiler. Aber Gemeinschaftsraum wie die Allmend sei für solche Pläne tabu.
(Berner Zeitung)
Erstellt: 26.01.2012, 17:26 Uhr
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1 Kommentar
Bravo - und sich dann in 4 Jahren wieder darueber wundern, warum die Waehler in Scharen zu anderen Parteien abwandern. In Zeiten von Eurokrise, Fukushima, Finanzierungsluecken bei den Sozialwerken und stetig steigenden Gesundheitskosten und immer knapper werdenden Landressourcen ist die Thematik Kunstrasen auf der Allmend wohl auf Platz 1125 des nationalen Sorgenbarometers zu finden!! Antworten
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