Tram-Nadelöhr Innenstadt gibt zu reden

Aktualisiert am 11.03.2010 3 Kommentare

Viele Berner Stadträte sind unzufrieden mit den Abklärungen zum Tramverkehr durch die Berner Innenstadt.

Wenig Platz für Tram, Busse und Fussgänger in der Berner Innenstadt.

Wenig Platz für Tram, Busse und Fussgänger in der Berner Innenstadt.
Bild: Keystone

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Nur knapp hat das Berner Stadtparlament am Donnerstag zwei Vorstösse abgelehnt, die eine vertiefte Abklärung von alternativen Wegen verlangten. Die Antwort auf die Motionen des Freisinnigen Mario Imhof sowie des Grünen Luzius Theiler hatte der Gemeinderat schon im vergangenen Herbst verfasst. Das Thema war jedoch insofern virulent, weil derzeit die Mitwirkung zu zwei Studien läuft, welche die Auswirkungen der neuen Tramlinie 10 durch das Nadelöhr der Innenstadt und alternative Streckenführungen unter die Lupe nahm.

Keine Visionen

Diese Überprüfung sei mit der vorgefassten Absicht entstanden, die bestehende Lösung mit fünf Tramlinien durch die Innenstadt als unumstösslich zu erklären, kritisierten Theiler und Imhof. Mit diesem Festhalten schere sich der Gemeinderat auch wenig um die Bedeutung der Altstadt als UNESCO-Welterbe, lautete eine weitere Kritik. Die beiden Gutachten seien zudem bar jeglicher Visionen und verhinderten die Einführung einer Fussgängerzone in den Hauptgassen.

Jene knappe Mehrheit, die den Gemeinderat unterstützte, fand zwar teilweise ebenfalls, es brauche mittelfristig Alternativen für den öffentlichen Verkehr in den engen Gassen. Im Zusammenhang mit der Realisierung des Trams Region Bern von Ostermundigen nach Köniz auch gleich neue Linienführungen einzubauen, sprenge jedoch den zeitlichen Rahmen bei weitem. Man dürfe nun das Fuder nicht überladen, und damit die Bundesgelder für die geplante Tramlinie aufs Spiel setzen.

Zweite Achse offenhalten

Verkehrsdirektorin Regula Rytz bekräftigte, man habe jede mögliche Linien-Variante genau studiert. Es gebe im Moment keine bessere Alternative. Zudem belegten Kundenumfragen, dass die Leute direkt und ohne Umsteigen in die Altstadt und dort möglichst nah an die Geschäfte gelangen möchten. Auch Rytz meinte aber, eine zweite Tramachse südlich der Hauptgasse über den Bundesplatz müsse man sich mittelfristig sicher offenhalten.

Das Unbehagen vieler Ratsmitglieder über das ihrer Meinung nach wenig beherzte Vorgehen des Gemeinderates bei der Suche nach alternativen Linienführungen widerspiegelte sich in der Abstimmung zu den zwei Motionen. Beide wurden lediglich mit jeweils 33 zu 32 Stimmen abgelehnt. (tan/sda)

Erstellt: 11.03.2010, 21:27 Uhr

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3 Kommentare

Jean Gerber

12.03.2010, 09:28 Uhr
Melden

Wenn nur das Bundesmanna fliesst. Wofür, ist egal. Antworten


rolf berner

11.03.2010, 21:43 Uhr
Melden

es ist unverantwortlich nun auch das "blaue bähnli" durch die innestadt zu führen.allein schon das gewicht dieser kolosse führt dazu dass die strassen alle par jahre totalsaniert werden müssen.die linien aus dem osten, also tram 3 und 5 sowie elfenaubuss könnten vor dem dem casinoplatz in die bundesgasse gelenkt werden bis zum hirschengraben.das gäbe ein grosse entlastung und kurze umsteigewege. Antworten



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