Tram-Nadelöhr Innenstadt gibt zu reden
Aktualisiert am 11.03.2010 3 Kommentare
Artikel zum Thema
- «Heutige Linienführung ist optimal»
- Studien empfehlen bisherige Tram-Linienführung in der Innenstadt
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Nur knapp hat das Berner Stadtparlament am Donnerstag zwei Vorstösse abgelehnt, die eine vertiefte Abklärung von alternativen Wegen verlangten. Die Antwort auf die Motionen des Freisinnigen Mario Imhof sowie des Grünen Luzius Theiler hatte der Gemeinderat schon im vergangenen Herbst verfasst. Das Thema war jedoch insofern virulent, weil derzeit die Mitwirkung zu zwei Studien läuft, welche die Auswirkungen der neuen Tramlinie 10 durch das Nadelöhr der Innenstadt und alternative Streckenführungen unter die Lupe nahm.
Keine Visionen
Diese Überprüfung sei mit der vorgefassten Absicht entstanden, die bestehende Lösung mit fünf Tramlinien durch die Innenstadt als unumstösslich zu erklären, kritisierten Theiler und Imhof. Mit diesem Festhalten schere sich der Gemeinderat auch wenig um die Bedeutung der Altstadt als UNESCO-Welterbe, lautete eine weitere Kritik. Die beiden Gutachten seien zudem bar jeglicher Visionen und verhinderten die Einführung einer Fussgängerzone in den Hauptgassen.
Jene knappe Mehrheit, die den Gemeinderat unterstützte, fand zwar teilweise ebenfalls, es brauche mittelfristig Alternativen für den öffentlichen Verkehr in den engen Gassen. Im Zusammenhang mit der Realisierung des Trams Region Bern von Ostermundigen nach Köniz auch gleich neue Linienführungen einzubauen, sprenge jedoch den zeitlichen Rahmen bei weitem. Man dürfe nun das Fuder nicht überladen, und damit die Bundesgelder für die geplante Tramlinie aufs Spiel setzen.
Zweite Achse offenhalten
Verkehrsdirektorin Regula Rytz bekräftigte, man habe jede mögliche Linien-Variante genau studiert. Es gebe im Moment keine bessere Alternative. Zudem belegten Kundenumfragen, dass die Leute direkt und ohne Umsteigen in die Altstadt und dort möglichst nah an die Geschäfte gelangen möchten. Auch Rytz meinte aber, eine zweite Tramachse südlich der Hauptgasse über den Bundesplatz müsse man sich mittelfristig sicher offenhalten.
Das Unbehagen vieler Ratsmitglieder über das ihrer Meinung nach wenig beherzte Vorgehen des Gemeinderates bei der Suche nach alternativen Linienführungen widerspiegelte sich in der Abstimmung zu den zwei Motionen. Beide wurden lediglich mit jeweils 33 zu 32 Stimmen abgelehnt. (tan/sda)
Erstellt: 11.03.2010, 21:27 Uhr
Kommentar schreiben
3 Kommentare
es ist unverantwortlich nun auch das "blaue bähnli" durch die innestadt zu führen.allein schon das gewicht dieser kolosse führt dazu dass die strassen alle par jahre totalsaniert werden müssen.die linien aus dem osten, also tram 3 und 5 sowie elfenaubuss könnten vor dem dem casinoplatz in die bundesgasse gelenkt werden bis zum hirschengraben.das gäbe ein grosse entlastung und kurze umsteigewege. Antworten
Meistgelesen in der Rubrik Region
Giraffen zieren die Stadt Bern. Sollen die Graffiti bleiben?
Ja
Nein
409 Stimmen





















