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Tobender Applaus für «Fäbu»
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«Applaus für unseren Fäbu!» Mit diesen Worten bringt der Moderator die volle Aula in Ittigen zum toben. Obwohl das rythmische Geklatsche durchs ganze Schulhaus hallt, scheint der Radstar seinen Auftritt etwas zu verschlafen. Kein «Fäbu» in Sicht. Nach seinen jüngsten Erfolgen auf der internationalen Bühne des Radsports würden die Ittiger ihrem berühmtesten Einwohner wohl auch eine Stunde Verspätung verzeihen. Doch soweit kommt es nicht. Die Tür öffnet sich und lächelnd tritt er in den Saal: der erfolgreichste Schweizer Radfahrer der Gegenwart: Fabian Cancellara.
Es wird gratuliert, es wird beschenkt, ein Film lässt die Höhepunkte des Sportsjahrs 2009 noch einmal aufleben. Die Gesichter im Publikum zeigen, dass mitfieberte, als es in Peking um Gold ging und in Mendrisio um den Weltmeistertitel.
«Er ist mein Nachbar», flüstert ein älterer Herr in der vordesten Reihe mit Stolz in der Stimme. Geduldig schauen die Radfans zu wie Gemeindepräsident Beat Giauque seinen wohl wichtigsten Botschafter ehrt und ihm ein Geschenk ums andere überreicht. Dann endlich ist es soweit: Nach wenigen Dankesworten eröffnet Cancellara das Buffet und damit die Jagd auf sich selbst. Die Medien wollen Statements, die Kinder Unterschriften, alle wollen Fotos. Mit viel Geduld erfüllt der Radstar die Wünsche seiner Fans.
Zeit für Sonderwünsche
Monate nach seinen Grosserfolgen am Saisonende bleibt nicht nur endlich Zeit für die Ehrung, sondern auch für die verscguedenen Sonderwünsche von Fans: Der Satus Papiermühle möchte beispielsweise ein Gruppenbild mit «Fäbu». Ein Mädchen wartet mit seinem Grossvater auf die Gelegenheit, ihren Star um ein Autogramm zu bitten.
Sportliches Vorbild
Auch der Radsportverein Ciclo Ostermundigen, Cancellaras Stammverein, ist anwesend: «Wir sind natürlich besonders stolz auf seine wahnsinnigen Leistungen», erklärt Vereinsmitglied Jürg Zingg und ergänzt: «Er ist einfach ein toller Typ und ein riesiges Vorbild für uns.» Ähnlich tönt es bei den Mitgliedern der Fasnachtsgesellschaft Ittigen-Bolligen, die sich extra für den Anlass in ihre Uniformen geworfen haben: «Für uns war klar, dass wir zur Ehrung kommen. Cancellara ist zwar ein Star, aber trotzdem am Boden geblieben. Das macht ihn so sympathisch.» (Berner Zeitung)
Erstellt: 22.11.2009, 18:46 Uhr
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