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Thomas Fuchs will Präsident werden

Von Markus Ehinger, Wolf Röcken. Aktualisiert am 08.06.2013 2 Kommentare

Grossrat Thomas Fuchs ist am Präsidium der städtischen SVP interessiert. Und im Stadtrat beerbt Neueinsteigerin Nathalie d’Addezio Eveline Neeracher.

Thomas Fuchs interessiert sich für das Präsidium der städtischen SVP.

Thomas Fuchs interessiert sich für das Präsidium der städtischen SVP.
Bild: Andreas Blatter

«Ich habe mein Interesse an einer Kandidatur angemeldet», sagt Thomas Fuchs. Der erste Vize der Stadtberner SVP will in ein paar Monaten den jetzigen Amtsinhaber Peter Bernasconi beerben. Bernasconi wird voraussichtlich im Herbst zurücktreten und wahrscheinlich schon vorher auch sein Stadtratsmandat abgeben. Ein Findungsausschuss ist seit einiger Zeit damit beschäftigt, einen Nachfolger zu finden, und hat den Präsidiumsposten intern ausgeschrieben. Laut Präsident Bernasconi gibt es drei Bewerber. Zu Namen nimmt er keine Stellung. Thomas Fuchs wiederum findet, dass seine Kandidatur von seinem Stand in der SVP her konsequent sei. Das Präsidium der SVP Bümpliz würde er bei einer Wahl abgeben.

Die Parteileitung soll der Parteiversammlung eine Einer- oder Zweierkandidatur vorschlagen. «Momentan weniger Interesse» am Präsidium hat der zweite Vize der Stadt-SVP, Fuchs-Kompagnon und Stadtrat Erich Hess, «ausser es braucht einen Notnagel». Hess überlegt sich, ob er nächsten Frühling noch einmal als Präsident der Jungen SVP Schweiz kandidieren soll.

Eine Hardlinerin rückt nach

Unter Parteipräsident Bernasconi und Fraktionschef Jakob schlug die SVP zuletzt einen gemässigteren Kurs ein – und legte bei den Stadtratswahlen letzten Herbst zu. Unter Präsident Thomas Fuchs wäre diese Linie sicher infrage gestellt. Unabhängig von der Präsidiumswahl rückt die Partei im Stadtrat leicht nach rechts: Eveline Neeracher hat ihren sofortigen Rücktritt erklärt. Sie war seit April 2011 im Stadtparlament. «Ich möchte mich wieder voll auf die Gastronomie konzentrieren», sagt Neeracher, die seit 1987 Wirtin im Restaurant Weissenbühl ist. Jetzt expandiert sie mit ihrem Mann Roger. «Wir haben den Sternen in Thörishaus übernommen.» Am 28.Juni ist Eröffnung. Neeracher zieht sich aus der Politik zurück, will aber bei Gastgewerbethemen mit ihrer Fraktion in Kontakt bleiben. Sie bleibt Präsidentin von Gastro Bern.

Neerachers Sitz übernimmt Nathalie d’Addezio. Bei den letzten Stadtratswahlen warb die Neueinsteigerin mit dem Slogan «Für ein attraktives Bern». «Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung», sagt d’Addezio. In der SVP ist sie erst seit drei Jahren. Zuvor war sie Mitglied der FDP. D’Addezio gilt als Hardlinerin. Sie will im Stadtrat vor allem bei den Themen Sozialhilfe und Sicherheit aktiv werden: «So etwas wie ‹Tanz dich frei› darf es in Bern nie wieder geben.» In der Politik fühlt sie sich schon länger wohl – d’Addezio arbeitet seit sechs Jahren im Bundeshaus bei den Parlamentsdiensten.

Wer im Stadtrat Nachfolger von Nochpräsident Bernasconi wird, ist offen. Auf dem ersten Ersatzplatz steht Hans Ulrich Gränicher, der ein Nachrutschen nicht ausschliesst: «Wenns so weit ist, schaue ich das an und entscheide.» Ein Comeback des Alt-Stadtrats und Ex-Sektionspräsidenten scheint eher unwahrscheinlich, hängt dem Vernehmen nach aber auch davon ab, wer Präsident wird. Sollte Gränicher verzichten, käme Henri-Charles Beuchat zum Zug. Er trat im Februar 2012 aus dem Stadtrat zurück – damals noch als CVP-Mitglied. Auch er will sich über eine Rückkehr erst äussern, wenn Bernasconi zurücktritt.

«Rot-Grün die Stange halten»

Die Wahl des neuen Präsidenten wird zweifellos die künftige Parteilinie der SVP bestimmen. Eine «klar ausgerichtete SVP» schade nicht, findet Stadtrat Erich Hess. «Jemand muss doch Rot-Grün die Stange halten.» Bei den Politikern, die nun für die SVP in den Stadtrat nachrutschen oder nachrutschen werden, sieht Hess keinen Richtungswechsel. Unterschiede gebe es höchstens bei der Art und Weise, wie man politisiere, «beim Stil», sagt Hess und findet grundsätzlich: «Der Hess und die sogenannten Hardliner sind immer dann ein Schreckensbild, solange sie noch nicht dabei sind. Sind sie dann dabei, gehts ja.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 08.06.2013, 09:43 Uhr

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2 Kommentare

fredi gurtner

08.06.2013, 15:12 Uhr
Melden 9 Empfehlung 15

Da sieht man wieder ,dass Fuchs noch immer Herschen will,wie Blocher und Co.
Hoffentlich können ,das die Gemässigten in der Partei verhindern.
Für mich ist Fuchs sowieso ein rotes Tuch
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