Tanz für Killerspiele auf dem Bundesplatz

Von Tanja Kammermann. Aktualisiert am 18.03.2010 10 Kommentare

Über 150 Teilnehmer folgten dem Aufruf der Jugendorganisation Pro Juventute und versammelten sich am Donnerstag vor dem Bundeshaus. Mit einem «Robotdance» forderten sie vom Parlament sinnvolle Regelungen statt Generalverbote für Computergames.

Tanzen gegen ein Verbot: Teilnehmer des Flashmobs gegen ein Verbot von Killerspielen auf dem Bundesplatz.

Tanzen gegen ein Verbot: Teilnehmer des Flashmobs gegen ein Verbot von Killerspielen auf dem Bundesplatz. (Bild: Keystone)

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Anlass der Kundgebung war die heutige Sitzung des Ständerats zu zwei Vorlagen zum Thema Killergames. «Wir sind heute in Bern, weil wir unseren Politikern sagen wollen, dass mit Generalverboten kein Jugendmedienschutz gemacht werden kann», sagte Pro Juventute-Direktor Stephan Oetiker.

Pro Juventute fordert national einheitliche Regeln zum Handel und Verkauf von Computergames und unabhängige, nutzerorientierte Informationsangebote für die Konsumenten. Zudem soll die Medienkompetenz und die Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in Schule, Jugendarbeit und Familie gefördert werden.

Am sogenannten Flashmob, einer spontanen Aktion an einem öffentlichen Ort, forderten die Teilnehmer mit einem riesigen Computer-Game aus menschlichen Robotern von den Parlamentariern die Umsetzung dieser Massnahmen. Die Aktivisten hätten sich per SMS, über einen Facebook-Aufruf und über die Plattform http.informieren-statt-verbieten.ning.com für die spontane Aktion organisiert, schreibt Pro Juventute in einer Mitteilung. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 18.03.2010, 15:35 Uhr

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10 Kommentare

Patrick Boglic

18.03.2010, 16:06 Uhr
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Ein Verbot bringt überhaupt nichts und ist meiner Meinung nach sogar kontraproduktiv. Dann werden die Spiele halt von England importiert, ist ja eh noch billiger, als sich die Spiele hier zu kaufen. Man muss den Jugenschutz stärken, so dass Spiele mit einer Altersempfehlung ab 18 auch wirklich nur an über 18 Jährige verkauft werden dürfen. Viele Shops machen das schon so und verlangen eine ID. Antworten


Alexander Bornhauser

18.03.2010, 15:53 Uhr
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Mehr als ein rigides Verbot,dass die Gefahr birgt, eine unkontrollierbare Untergrundszene zu erzeugen, nützt eine verantwortungsvolle Erziehung. Deswegen ist es zentral, dass die Jugendlichen in einem Umfeld des Vertrauens heranwachsen,in dem offen diskutiert werden kann. Denn eines ist offensichtlich: Wirkliche Gewalttäter sind,ob sie Killergames spielen oder nicht,seit langem isolierte Menschen! Antworten



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