«Stadttauben» sind weg – was nun?
Von Christoph Aebischer. Aktualisiert am 16.03.2010 14 Kommentare
Die «Stadttauben» sind am Wochenende ausgeflogen. (Bild: Aenea Wasmer)
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Am Samstag, zwei Tage vor Ablauf des Ultimatums, zogen Berns «Stadttauben» von dannen. Von der Lorraine tuckerten sie mit ihren Wohnwagen in Richtung Westen, wurden in Bethlehem noch einmal gesichtet, und danach verlor sich ihre Spur. Laut der Zeitung «Der Bund» ist die alternative Wohngruppe an den Waldrand von Bümpliz gezogen.
Thomas Fuchs, SVP-Grossrat und Gegner solcher Wohnexperimente, blies darauf die angekündigte Petition ab und bereitete flugs ein Abwehrdispositiv in Bümpliz auf: «Ein vollgetankter Güllewagen wäre bereitgestanden», sagt er. Doch wahrscheinlich habe die Gruppe das Stadtgebiet verlassen.
«Schildbürger am Werk»
Das Gelände am Centralweg 9/9a liegt seither wieder brach. Der Verein Läbigi Lorraine (VLL) bedauert diese Entwicklung und hält nicht zurück mit Kritik an der Stadt, welcher die Parzelle gehört. Deren bisheriges Vorgehen hinterlasse nicht den Eindruck, als sei eine öffentliche Verwaltung am Werk, kritisiert der Verein. «Eher schon ein paar Schildbürger».
Die Finanzdirektion ist für die Entwicklung des Grundstücks zuständig. Sie schlägt nun einen Grill- und Spielplatz als Zwischennutzung vor, bis 2011 – aber wohl eher 2012 – mit dem Bau der geplanten Wohnungen begonnen werden kann.
VLL: Stadt muss handeln
Ob ein Brätliplatz gut ankommt bei den Nachbarn im Quartier, bezweifelt VLL-Vorstandsmitglied Cathérine Weber allerdings. Für sie ist klar: «Jetzt muss die Stadt Geld in die Hand nehmen.» Denn auf dem Schotter lasse sich sonst nichts Vernünftiges anstellen. Der VLL wollte einst die frei stehende Garage selber nutzen, blitzte aber bei der Stadt ab. Der Boden sei kontaminiert, zudem werde innert Jahresfrist gebaut. «Nun vergehen doch zwei, drei Jahre», moniert Weber. Der VLL werde jetzt nicht plötzlich zur Schaufel greifen. Dieser Zug sei abgefahren.
Der Vorschlag des Leists wiederum, die damals abservierte Garage Alcadis bis auf weiteres Autos ausstellen zu lassen, komme ebenfalls nicht in Frage.
Stadt: Gemeinsame Lösung
Das von der Stadt anberaumte Treffen mit Quartiervertretern hat also einige Nüsse zu knacken. Fernand Raval, der als Leiter der Liegenschaftsverwaltung das Vorgehen koordiniert, räumt ein: «Die Zeitverzögerung ist eine längere Geschichte, für die es aber Gründe gibt.» Nun wolle man gemeinsam mit Quartierorganisationen eine gute Lösung für die Zwischenzeit auf die Beine stellen. (Berner Zeitung)
Erstellt: 16.03.2010, 08:13 Uhr
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14 Kommentare
@Alle: Aber hallo! Ich möchte hier jetzt nicht alle Schandtaten und korrupte Machenschaften der bürgerlichen aufzählen. Dafür reichen die paar Zeilen einfach aus. Nur so viel: Was aus der bürg. Ecke daher kommt, lässt die angeblichen „linken Chaotenecke“ richtig mickrig aussehen! Nur das wir uns richtig verstehen: Ich bin kein Linker, aber ich interessiere mich für Politik und habe sehr gute Augen Antworten
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