Mit Witz, Charme und Kinderversen

BernAm Freitag informierten die Verantwortlichen über den Gastauftritt der Stadt an der diesjährigen BEA/Pferd. «Wir werden charmante Gastgeber sein», versprach Stadtpräsident Alexander Tschäppät.

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Die Verantwortlichen des BEA-Auftritts der Stadt Bern scheinen den 3.Mai, Eröffnungstag der Messe, kaum erwarten zu können. Gestern informierten sie die Medien über ihr Konzept – und platzten schier vor lauter Vorfreude. «Ich bin schwer davon überzeugt, dass es sehr gut kommt», sagte Projektleiterin Silvia Müller. Ex-Gemeinderätin Barbara Hayoz, Präsidentin des organisierenden Vereins «Wir leben Bern», kündigte einen «frischen und frechen» Auftritt an, der «das Publikum zum Schmunzeln, zum Denken oder zum Staunen bringen» soll.

Burger mit Massimo Rocchi

Der Verein rechnet mit einem Budget von 950'000 Franken. 300'000 Franken trägt die Stadt selber, den Rest übernehmen die Partner Burgergemeinde, Mobiliar, Westside/Migros, RBS, Securitas, Visana, Skywork, Hotellerie Bern+Mittelland sowie Gastro Stadt Bern und Umgebung. Diese Vereinsmitglieder werden mit einem eigenen Auftritt an einem von vier Standorten präsent sein: in der Curlinghalle, im Eingangsbereich, in der grossen Eingangshalle oder in der Festhalle.

Stadt und Burgergemeinde inszenieren sich in der Curlinghalle. Die Burger laden in einem Kubus mit 12 Metern Kantenlänge zu einer Zeitreise in die Stadt um 1900. Als Reiseleiter verpflichteten sie Massimo Rocchi, der in einem digitalen 360-Grad-Panorama der Stadt zahlreichen historischen Figuren begegnet. «Diese Show muss man gesehen haben», sagte Projektleiter Christophe von Werdt, der einen «humorvollen und selbstironischen» Auftritt der Bernburger ankündigte.

Balanceakt Selbstdarstellung

Zu einem «repräsentativen Auftritt» Berns gehöre die Burgergemeinde ebenso wie die Reitschule, sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP). Und, mit einem Schmunzeln: «Bisher haben sich sowohl Burger wie Reitschüler an die Regeln gehalten.» Die Reitschule wird in einem Laubengang durch die Curlinghalle einen von 27 Kuben bestreiten. Die anderen Kuben werden von Non-Profit-Organisationen aus Bildung, Kultur, Hauptstadt, Wohnen, Sport und Wirtschaft bespielt. Als roter Faden durch die Lauben sollen Zitate von Kindern führen, die überraschenhaede Blicke auf Bern werfen.

Wer sich selber darstelle, bewege sich oft auf dünnem Eis, sagte Tschäppät. Richte man mit zu grosser Kelle an, gelte dies als arrogant. Mache man hingegen auf bescheiden, «wird über mangelndes Selbstbewusstsein an der Aare lamentiert».

Schlafen an der BEA

Diesen Balanceakt meistere Art Director Claude Kuhn, dessen BEA-Plakat diese Zeitung am Donnerstag publik machte. Ihm werde es «gelingen, auf sympathische und anmutige Weise zu sagen, wie toll wir sind», so Tschäppät. Er schloss mit Vorfreude und Zuversicht: «Wir werden charmante Gastgeber sein und freuen uns auf unsere Gäste.»

Vom 3. bis 12.Mai wird sich zeigen, wie Berns Auftritt bei den BEA-Besuchern ankommt. Für Vorfreude beim Publikum könnten die Details sorgen, die Projektleiterin Silvia Müller gestern verriet. So werden im Zentrum der Curlinghalle «auf einer sehr belebten Piazza» viele kleine Konzerte, Modeschauen und andere Aktionen stattfinden. Gesäumt wird die Piazza von «11 drei Meter hohen Brunnen, wie wir sie heute bauen würden».

Eine Ausstellung der Geschenke an den Stadtpräsidenten und dessen Vorgänger werde «sehr skurril», so Müller. Und für ein Novum sorge auch die Hotellerie mit ihrem Auftritt: Dieses Jahr kann an der BEA im Hotelzimmer übernachtet werden. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 09.03.2013, 09:51 Uhr)

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