So hat Stapi Alexander Tschäppät den YB-Sieg gefeiert – das Partybild
Von Christian Liechti. Aktualisiert am 04.03.2010 23 Kommentare
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Die Siegerparty nach dem Meisterschaftsspiel gegen Zürich im Berner «Luna Llena» ist am Samstagabend am Kochen: Es wird kräftig gefeiert und der Alkohol fliesst in Strömen. Weit über 100 Gäste drängen ins Lokal, viele stehen draussen.
Mitten in der Menge auch der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP). Zum Höhepunkt der Party steigt der Politprofi zur Mundart-Trashband Mani Porno auf die Bühne. Damit man Tschäppät auch gut hören kann, hält ihm der Sänger das Mikrofon hin. Tschäppät singt mit, als die Band «Sämi Schmid Motherfucker» anstimmt. Doch damit nicht genug: Der Berner Stapi schmückt den Liedtext schliesslich auch mit dem Namen von SVP-Aushängeschild Christoph Blocher (SVP) aus.
Seit dem Wochenende wird der Auftritt heiss diskutiert. Nun kursieren die ersten Bilder von Tschäppät mit der Band Mani Porno auf der Bühne. Tschäppät ist von der Seite deutlich zu erkennen. Der Sänger nimmt ihn in die Arme. Im Hintergrund sieht man einige lachende Partygäste. Sie quittierten den Auftritt von Stadtpräsident Alexander Tschäppät mit Sprechchören: «Allez, allez, üse Stapi isch okay!»
Tschäppät: Es wurde geblödelt
Alexander Tschäppät selber hat sich am Mittwoch öffentlich für seine Entgleisung entschuldigt: «Falls sich jemand angegriffen fühlt, dann tut mir das leid. Es war unsensibel von mir, dass ich mich auf die Bühne bitten liess.» Die Band habe den Text vorgegeben. Er habe teilweise mitgesungen, so der Stadtpräsident. Es sei geblödelt und viele Lieder seien angestimmt worden. «Dabei wurde auch ich von den Leuten hochgenommen.»
Der Auftritt ist in den YB-Fanforen das Gesprächsthema. Die Fans halten trotz dem Ausrutscher zu Alexander Tschäppät. Er sei ein YB-Fan, also sei er einer der ihren, so der Grundtenor.
Auch die Jungsozialisten (Juso) der Stadt Bern findet den Auftritt mehr als in Ordnung. Deshalb organisiert sie für das YB-Spiel gegen Sion vom 14. März eine Solidaritätsaktion. Sie lässt T-Shirts mit dem Spruch «Christoph Blocher Motherf***er» drucken und will sie vor dem Spiel verkaufen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.03.2010, 17:05 Uhr
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