Schulreglement: Modell Spiegel ist gesetzt

Berner Schulen sollen alle das Modell Spiegel übernehmen. So schwebt es der vorberatenden Kommission vor.

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Am Donnerstagabend trug die vorberatende Kommission des Schulreglements die Abänderungsanträge zusammen. Weiterhin setzt sie auf ein Einheitsmodell für die Stadt Bern und nur noch eine Schulkommission. Zudem einigte sie sich auch noch auf ein Schulmodell: Sie empfiehlt dem Stadtrat als Einheitslösung das Modell Spiegel. (Modell 3b). Kommissionspräsident Pascal Rub (FDP) hätte zwar das heute an den meisten Schulen etablierte Manuel-Modell (3a) bevorzugt.

Bisher nur in Brunnmatt

Im Sinne eines mehrheitsfähigen Kompromisses sei nun die Wahl auf das Modell 3b gefallen. In Bern werde damit nur am Schulhaus Brunnmatt gearbeitet. Es bedeutet gemischte Klassen, deren Schüler in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch in Leistungsgruppen unterrichtet werden. Das Modell ist durchlässig und integrativ. «Es bewährt sich im Spiegel oder beispielsweise in Fraubrunnen seit Jahren», sagt Rub. Falls der Stadtrat dieses Modell beschliesse, dürfe der Anpassungsaufwand natürlich nicht unterschätzt werden. «Es wird Raum- und insbesondere Koordinationsbedarf geben», erläutert Rub. Die Umsetzung solle deshalb gestaffelt möglich sein.

Dickes Dokument

Das Dokument mit den Abänderungsanträgen umfasst 53 Seiten. «Wir haben uns auf Wunsch von Bildungsdirektorin Edith Olibet darauf geeinigt, diesen Weg einzuschlagen», sagt Pascal Rub. Die Grösse des Dokuments vermittle vielleicht den Eindruck, weshalb die Kommission die Rückweisung vorschlug. Man habe ein «Flickwerk» vermeiden wollen.

Rub: «Mehrheitsfähig»

Die Rückweisungsempfehlung bleibt vorderhand bestehen, weil der Entscheid der Kommission nicht einfach so gekippt werden könne. Wahrscheinlich werde er mit einem Ordnungsantrag aber gekippt, vermutet Rub. Er geht davon aus, dass die Vorschläge mehrheitsfähig sind. Eine Mitte-rechts-Koalition trage sie mit. Darin stecke gute parlamentarische Arbeit, die zum nun vorliegenden Kompromiss geführt habe. Die Ratslinke steht nicht dahinter. Sie möchte die integrativeren Modelle wie das Twanner Modell beibehalten. Die Debatte zum Reglement ist für den 4.Juni angesetzt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 31.05.2009, 16:17 Uhr

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