Schlossherr Zygmunt Stankiewicz gestorben

In Muri bei Bern ist am vergangenen Samstag der Künstler und Freiheitskämpfer Zygmunt Stankiewicz-von Ernst 96-jährig gestorben.

Zygmunt Stankiewicz-von Ernst im Schloss Muri.

Walter Pfäffli

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Bernerzeitung.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Der aus einer aristokratischen litauischen Familie stammende Stankiewicz wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs von den Russen gefangengenommen, flüchtete dank gefälschten Papieren nach Frankreich, wo er weiter gegen die Deutschen kämpfte.

Als Stankiewicz' Einheit in die Schweiz ausweichen musste, gelangte er in die Schweiz, betreute an der ETH Zürich als Assistent polnische Architekturstudenten, wollte 1942 in England gegen die Deutschen weiterkämpfen, wurde aber gefasst und konnte nicht ausreisen.

So blieb er in der Schweiz, lernte hier seine Frau Catherine von Ernst kennen und wurde so Mitbesitzer des Schlosses Muri. Dem Freiheitskampf der Polen bis zur Befreiung vom Kommunismus widmete er in der Orangerie des Schlosses ein kleines Museum.

Stankiewicz verdiente seinen Lebensunterhalt zuerst als Arbeiter in einer Beleuchtungsfabrik und eröffnete später selber ein Lampen- und Beleuchtungsunternehmen. 1968 stellte der frühere Kunststudent in Krakau sein künstlerisches Schaffen in der Berner Kunsthalle aus.

Im Jahr 2000 erschien in Bern bei Benteli sein Buch «Schöpfung 2000 Tworzenie», das sein philosophisches und künstlerisches Werk zusammenfasst. Darin finden sich auch Stankiewicz' Ideen einer aus Metall gefertigten Stadt 460 Meter über der Stadt Bern - um den Verkehr zu vermindern und den Landverbrauch einzudämmen.

Nach kurzer Krankheit sei er eingeschlafen, teilte seine Familie am Dienstag mit. (mau/sda/)

Erstellt: 02.03.2010, 11:41 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.


Region

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Region

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Frühlingsdeko
homegate Lassen Sie jetzt schon den Frühling ins Haus. Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

Lokale Suche

Marktplatz

Partner

Umfrage

Braucht es wegen Facebook, Google und Co. einen besseren Datenschutz?




AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Polymechaniker/Mechaniker DUAP AG, Herzogenbuchsee

Dipl. Ernährungsberater/-in HF/FH 40-60 % Solothurner Spitäler AG, Olten

Ärztlicher/-r Leiter/-in Gruppenpraxis Solothurner Spitäler AG, Däniken SO

BZ-Talk Vorschau

Neues aus Ihrem Wohnort

  • Hier finden Sie Nachrichten, Veranstaltungen und das detaillierte Lokalwetter ihrer und hundert weiterer Gemeinden im Gebiet der Berner Zeitung. Mehr...
  • Gelangen Sie hier direkt zu Ihrer Gemeindeseite:

Bei Anruf Bern

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Muss der Religionsunterricht ausgebaut werden?

Ja

 
29.8%

Nein

 
70.2%

Giraffen zieren die Stadt Bern. Sollen die Graffiti bleiben?

Ja

 
28.9%

Nein

 
71.1%